5. April 2011, 14:34
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JLL: Erholung am Büromarkt setzt sich fort

Während der Leerstand in Berlin, Hamburg und Düsseldorf in den vergangenen drei Monaten jeweils leicht gesunken ist (in der Hauptstadt von 9,1 auf 9,0 Prozent, in der nördlichsten Immobilienhochburg von 9,6 auf 9,4 Prozent und in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt von 13,0 auf 12,6 Prozent), legte er in Frankfurt um 40 Basispunkte auf 15,1 Prozent und in München um 20 Basispunkte auf 10,7 Prozent zu.

Außer in Düsseldorf bewegten sich die Spitzenmieten in allen Städten auf dem Niveau des vierten Quartals 2010, sodass der Spitzenmietpreisindex für alle sechs Hochburgen in diesem Zeitraum laut JLL lediglich um 0,4 Prozent gestiegen ist. Auch für den Jahresvergleich ergebe sich insgesamt nur ein leichtes Plus von einem Prozent. Allerdings markiere der aktuelle Wert den höchsten Indexstand seit Herbst 2009. „Wir befinden uns derzeit in einer Umbruchphase, einfache Zuordnungen sind sicherlich passé. Weder gibt es einen klaren Miet- noch Vermietermarkt. Die Übergänge können von Markt zu Markt und von Objekt zu Objekt differieren“, erläutert Scheunemann.

Die Zahl der Neubaufertigstellungen bewegt sich laut JLL auf niedrigem Niveau. Mit rund 108.000 Quadratmetern seien im ersten Quartal noch einmal 41 Prozent weniger Flächen in den sechs untersuchten Märkten fertiggestellt worden als vor zwölf Monaten. Die Verfügbarkeit von neuen, top- ausgestatteten Flächen vor allem in den von den Mietern besonders nachgefragten innerstädtischen Lagen, nehme damit weiter ab. JLL erwartet, dass das gesamte Neubauvolumen in 2011 bei 856.000 Quadratmetern und damit etwa 23 Prozent unter dem Fertigstellungsvolumen von 2010 liegen wird. „Da sich der Fokus der Nutzer stark auf gute Flächen in den besten Lagen richtet, es hier aber schon zu Engpässen in dem einen oder anderen Teilmarkt gekommen ist, werden Mieter bei größer werdender Einschränkung – trotz großem Angebots insgesamt – verstärkt in Projektentwicklungen anmieten und so den Neubauzyklus anregen“, erwartet Scheunemann. (bk)

Foto: Shutterstock

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