Deutschlands teuerste Wohnstraßen: Preise steigen weiter

Eine ungebrochen starke Nachfrage lässt an den exklusivsten Standorten die Preise in Einzelfällen weiter steigen. Das zeigt die Liste der teuersten deutschen Wohnstraßen des Maklers Engel & Völkers. Die direkte Lage am Wattenmeer in Kampen auf Sylt führt die Rangliste an.

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„Es gibt zwar auf den ersten Blick nur wenige Spitzen nach oben, aber die Nachfrage ist so hoch, dass in verschiedenen Märkten neue Hürden bei den Top-Preisen genommen wurden“, berichtet Kai Enders, Vorstand für den Wohnimmobilienbereich beim Hamburger Makler. Wie schon im Vorjahr haben die über 200 deutschen Engel & Völkers-Wohnimmobilien-Shops Kampen auf Sylt als teuersten Wohnstandort ermittelt. In direkter Lage am Wattenmeer reichen die Preise demnach von 25.000 bis 35.000 Euro je Quadratmeter. „Hier sind nur ganz wenige Transaktionen zu verzeichnen, doch wenn es einmal zu einem Verkauf kommt, wird diese Größenordnung erreicht“, so Enders weiter.

Kai Enders, Engel & Völkers
Kai Enders, Engel & Völkers

Ähnlich wie auf Sylt verlaufe die Entwicklung in vielen anderen 1A-Lagen. Während auf Deutschland nördlichstem Eiland die Insellage die Marktsituation verknappt, sind laut Engel & Völkers auch in vielen anderen Regionen die besten Lagen fast ausverkauft. „Es gibt kaum etwas im Angebot, und es wird auch kaum noch neu gebaut“, so Enders. Die Ausnahme bilden bisweilen spektakuläre Bauprojekte, so wie sie beispielsweise in Hamburg an der Außenalster und am Hafenrand noch möglich waren. Im Harvestehuder Weg entlang der Außenalster der Hansestadt haben demnach die Preise für die besten Objekte die lange gültige Schallmauer von 12.000 Euro je Quadratmeter nach oben durchbrochen. Ähnlich sei die Entwicklung am Hafenrand, wo einige architektonisch ausgefallene Bauprojekte die letzten Grundstücke mit direktem Blick auf den Hafen und die Elbe füllen und deshalb Ausnahmepreise erzielten.

Dominiert wird die Engel & Völkers-Liste unverändert von Hamburg und München; in beiden Städten habe die hohe Nachfrage insbesondere in den besten Lagen zu einer hohen Preisstabilität mit Tendenz nach oben geführt. Aufsteiger in der Liste sind laut dem Maklerhaus insbesondere Berlin und Düsseldorf. Generell zögen auch in der deutschen Hauptstadt die Wohnimmobilienpreise an. Im Jahresvergleich – zumindest in den besten Lagen – seien sie deutlich gestiegen. Erstmals werden von den Wohnimmobilien-Shops Quadratmeterpreise von über 8.000 Euro registriert. Als teuerste Straße fiel dort Am Park unweit des Tiergartens in Berlin-Mitte auf. Dennoch gehört die Hauptstadt der Liste zufolge noch nicht zu den teuersten Großstädten Deutschlands. Auch das Niveau anderer Hauptstädte wie Paris, London, Rom oder Tokio werde bei weitem nicht erreicht. In Düsseldorf haben sich die Preise in den Toplagen laut Engel & Völkers während der letzten beiden Jahre erheblich gesteigert. Sehr gefragt seien die linksrheinisch gelegenen Wohnlagen in Düsseldorf-Oberkassel. Im Kaiser-Wilhelm-Ring oder im Kaiser-Friedrich-Ring würden bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt.

Seite 2: Wer sind die Aufsteiger unter den teuersten Wohnstraßen Deutschlands?

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