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20. Januar 2011, 13:06
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Schwäbisch Hall gewinnt Marktanteile zurück

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat 2010 überdurchschnittliches Wachstum im Neugeschäft verzeichnet. Der Marktanteil konnte dem Unternehmen zufolge um einen halben Prozentpunkt auf 28,6 Prozent ausgebaut werden.

Schw Bisch-hall-turm-zentrale-127x150 in Schwäbisch Hall gewinnt Marktanteile zurück

Schwäbisch-Hall-Zentrale

Der vom Wettbewerber Wüstenrot gejagte Marktführer unter den deutschen Bausparkassen kommt damit seinem Ziel näher, 30 Prozent Marktanteile zurückzugewinnen, die zuletzt 2008 beansprucht werden konnten.

Im vergangenen Jahr ist das Neugeschäft der Schwäbisch Hall um 13,6 Prozent auf eine Bausparsumme von 28,7 Milliarden Euro gewachsen. 902.000 Verträge wurden abgeschlossen, teilt das Unternehmen mit. Das sind 100.000 Stück mehr als im Vorjahr.

Das Neugeschäft habe dabei einen besonders starken qualitativen Zuwachs verzeichnet. Denn die Sparleistungen der Kunden seien, so die Schwäbisch Hall, um 17 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro gestiegen. Der Bestand an Bauspareinlagen habe mit 35,7 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht.Vorstandschef Matthias Metz bezeichnete 2010 als Spitzenjahrgang.

Im Wohn-Riester-Geschäft verzeichnete Schwäbisch Hall mit 112.000 Verträgen ein Plus von knapp 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gemeinsam mit der Finanzgruppe der genossenschaftlichen Banken betreut Schwäbisch Hall in Deutschland laut eigenen Angaben 6,7 Millionen Bausparer mit 7,2 Millionen Verträgen, deren Bausparsumme sich auf 225 Milliarden Euro beläuft.

Im zweiten Kerngeschäftsfeld, der Baufinanzierung, meldet Schwäbisch Hall für 2010 ein Plus von neun Prozent. Damit habe man ein Rekordvolumen von 10,8 Milliarden Euro erreicht, so das Unternehmen. „Während der gesamte Baufinanzierungsmarkt rückläufig war, sind wir deutlich gewachsen“, sagte Metz. Hinzu seien noch 4,8 Milliarden Euro an Baufinanzierungen der genossenschaftlichen Banken gekommen, die mit einem Bauspar-vertrag von Schwäbisch Hall verbunden sind.

Für die Zukunft sieht Metz große Potenziale für das Bausparen. Nach dem historischem Tief im Wohnungsneubau mit 159.000 Neubauten im Jahr 2009 stieg die Zahl der Neubauten 2010 auf rund 180.000. Für 2011 rechnet die Schwäbisch Hall mit einem Anstieg auf 200.000 Neubauten. Zusätzliche Impulse gingen vom Renovierungsmarkt aus, so der Ausblick. Branchenerhebungen zufolge liege das Modernisierungsvolumen in den kommenden Jahren bei rund 60 Milliarden Euro.

„Das Bausparen ist mit rund 75 Prozent die meistgenutzte Finanzierungsform für Modernisierungen“, begründete Metz die positiven Aussichten.Zusätzlichen Schub verleihe die Zinsentwicklung. Seit dem historischen Tief im August 2010 stiegen die Zinsen wieder. Die Umlaufrendite verzeichne seitdem einen Anstieg von mehr als 40 Prozent. (hb)

Foto: Schwäbisch Hall

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1 Kommentar

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