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7. Mai 2012, 15:06
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Maklerpool setzt auf Anlageimmobilien

Der Maklerpool Jung, DMS & Cie. will 2012 das Geschäft mit Anlageimmobilien ausbauen. JDC setzt dabei auf die 2011 gestartete Kooperation mit dem ImmobilienPortal Fellowhome. Cash. fragte die Verantwortlichen nach den Zielen und Mechanismen der Zusammenarbeit beider Häuser.

Anlageimmobilien
Kooperationspartner: Helmut Schulz-Jodexnis (li), Verantwortlicher für den Bereich Beteiligungen/Immobilien bei JDC und Oliver Diethert, Vorstandsvorsitzender von Fellowhome.

Cash.: Anlageimmobilien gehören nicht eben zur Standard-Produktpalette eines Pools. Das Geschäft gilt zwar als attraktiv, aber auch als schwierig. Wie sieht Ihr Ansatz aus?

Schulz-Jodexnis: Wir haben diesen Markt schon seit einigen Jahren als attraktiv und passende Ergänzung zu unserer Produktpalette angesehen. Das ist nicht erst so, seit geldmarktnahe Anlagen real Kapital vernichten und die Angst vor zunehmender Inflation Anleger in die Direktanlage treibt.

Bis Anfang 2011 hatten wir allerdings noch keine Lösung, um ein Angebot für die Makler herauszufiltern zu können, das unseren Qualitätsanforderungen entspricht. Mit Fellowhome haben wir seit letztem Jahr nun einen Partner, der ein seriöses Analysesystem aufgesetzt hat, mit dem eine qualitätsbasierte Vorauswahl – wie bei uns im Beteiligungsbereich üblich – gewährleistet und dokumentiert werden kann. Auf diese Weise finden Bauträger und Finanzdienstleister erstmals zueinander.

Cash.: Wie funktioniert dieses System konkret?

Diethert: Aufbauend auf dem Morix-System, das auch die Pfandbriefbanken verwenden, beleuchten wir alle relevanten Risikofelder, wie den Makro- und Mikrostandort, die Schlüsselpersonen, den Bauträger und den Cashflow.

Zudem beurteilen wir die Zukunftsfähigkeit der Objekte mit Blick auf die aktuellen Megatrends im Immobilienmarkt, wie demografischer Wandel, Mobilität, Wandel in der Arbeitswelt, Ressourcenknappheit, Klimawandel und Urbanisierung.

Klar ist beispielsweise, dass sich eine Immobilie mit hohem Energieverbrauch heutzutage nur noch mit Abschlägen veräußern lässt. Aus all dem generieren wir ein auf die regionale Nachfrage zugeschnittenes Angebot.

Für jedes Objekt erstellen wir eine umfassende Qualitätsanalyse. Zukünftige Entwicklungen können wir selbstverständlich nur prognostizieren. Und auch die Freiheit von jeglichen Risiken können wir nicht garantieren. Dennoch gilt: Fälle, bei denen der Kunde mit einem Anwalt im Schlepptau in der Tür des Beraters steht, kennt Fellowhome nicht.

Cash.: Welche Argumente neben dem Inflationsaspekt sprechen aus Ihrer Sicht für die Anlageimmobilie?

Schulz-Jodexnis: Allein die Tatsache, dass das, was früher als langweilig galt – nämlich ein langfristiger Anlagehorizont und die Unabhängigkeit von Trends – heute extrem gefragt sind. Wer beispielsweise ein Denkmalobjekt erwirbt, muss – um die attraktiven Steuervorteile vollumfänglich wahrnehmen zu können – ohnehin zwölf Jahre investiert bleiben.

Diethert: Das beste Immobilieninvestment ist ohnehin das, an das man nicht denken muss, weil es keine Probleme verursacht.

Cash.: Sie haben das Realimmobilien-Konzept für Poolpartner im letzten Jahr aufgesetzt. Mit welchem Erfolg?

Seite 2: Anlageimmobilien: Fellowhome ist viertgrößter Produktpartner

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