Immobilienbranche: Stimmungsindex legt leicht zu

Die Stimmung in der Immobilienbranche hat sich nach den Daten des Deutsche Hypo-Immobilienkonjunktur-Index im Monat November leicht aufgehellt. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Immobiliensegmenten.

Die für den Index befragten rund 1.000 Immobilienexperten bewerten die Lage der Branche demnach wieder etwas optimistischer. Dies sei das erste Anzeichen einer Stimmungsverbesserung seit März 2012.

Trotz der nach wie vor ungelösten Schwierigkeiten im Euroraum habe sich der seit sieben Monaten anhaltende sukzessive Abwärtstrend damit nicht fortgesetzt, so die Deutsche Hypo. Mit einem Plus von 1,2 Prozent falle der Stimmungsaufschwung zwar vergleichsweise klein aus, sende aber ein Signal. Die Frage sei allerdings, ob sich diese Momentaufnahme zu einer Trendumkehr verfestige.

Insgesamt habe sich die Grundstimmung der deutschen Immobilienwirtschaft im November 2012 bei deutlich oberhalb der 100-Punkte-Grenze stabilisiert. Diese markiert das Verhältnis von positiver zu negativer Markteinschätzung und signalisiere, dass die befragten Experten mehrheitlich noch immer positiv gestimmt sind.

Der Grund für die Stabilisierung liegt laut Deutscher Hypo sowohl in dem steigenden Ertrags- wie auch dem Investmentklima. Dabei sei vor allem das Ertragsklima mit plus 2,3 Prozent spürbar angestiegen, nachdem es sich das letzte Mal im Januar 2012 positiv entwickelt habe. Der Beitrag des Investmentklimas sei im November 2012 ebenfalls positiv gewesen (plus 0,2 Prozent), wenn auch vergleichsweise marginal.

Bürosegment verliert weiter

Das Stimmungsbild innerhalb der Segmente habe sich in der Novemberbefragung kaum verändert. Das Wohnklima entwickelt sich nach Aussage der Deutschen Hypo ungetrübt von externen Effekten auf sehr hohem Niveau und legte in diesem Monat wieder leicht zu plus 0,6 Prozent). Relativ stark gestiegen sei in diesem Monat das Handelklima (plus 4,2 Prozent), welches sich damit von dem im Gesamtjahr 2012 stark mit dem Büro korreliertem Verlauf abkoppele.

Das Büroklima dagegen habe sich auch in der aktuellen Erhebung weiter eingetrübt, wenn auch auf niedrigem Niveau (minus 0,5 Prozent). Mit nur 92,8 Zählerpunkten sei die Stimmung hier spürbar von zunehmender Skepsis geprägt. Das Industriesegment bewege sich zwischen dem Büro- und Handelsklima und verzeichne nach einem deutlichen Stimmungsaufschwung im Oktober wieder ein Minus von 3,4 Prozent. Die Stimmungszeitreihe zeige sich hier in der langen Betrachtung als relativ volatil.

Immobilienkonjunktur im Minus

Die Immobilienkonjunktur als Kompositindikator aus ökonomischen Variablen sank nach Aussage der Deutschen Hypo in der Novemberbefragung um 1,4 Prozent und steht damit bei 206,1 Punkten. Nachdem im September und Oktober zweimal ein Wachstum zu verzeichnen war, deute sich somit keine Trendwende an. Damit bleibe eine handfeste Marschrichtung der Immobilienkonjunktur weiter aus. (bk)

Foto: Shutterstock

 

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