Anzeige
9. August 2012, 12:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilien-Boom nur in Hamburg, Berlin und München

Während die Metropolen Hamburg, Berlin und München Boom-Tendenzen bei Wohnungsmieten und Eigentumswohnungspreisen aufweisen, sind die Werte im Bundesdurchschnitt nur moderat gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresquartal legte der F+B-Wohn-Index im zweiten Quartal 2012 um 2,2 Prozent zu.

Immobilien-Boom nur in Hamburg, Berlin und München

Der vierteljährlich erhobene Indexwert liegt damit bei 103,5 Punkten – ein Anstieg um 0,9 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2012. war  zu verzeichnen.”In Hamburg, Berlin und München kann verstärkt ein Nachholbedarf aufgrund der hohen Nachfrage geltend gemacht werden. Während hier seit 2007 Steigerungsraten von etwa 25 Prozent zu verzeichnen sind – das sind durchschnittlich etwa fünf Prozent im Jahr -, zeigt sich im übrigen Bundesgebiet weiterhin eine moderate Entwicklung der Mieten und Preise”, so Dr. Bernd Leutner, Geschäftsführer der F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt. “Es besteht daher kein Grund, über die Gefahren von Immobilienpreisblasen zu spekulieren. Vielmehr bestätigt die Grundtendenz einen nach wie vor starken Preisauftrieb für die Großstädte, für den Gesamtmarkt wird dies aber deutlich relativiert.”

Die bundesweiten Preise für Eigentumswohnungen haben sich laut Index im Vergleich zum Vorquartal um ein Prozent (Vergleich zum Vorjahresquartal: plus 3,6 Prozent) und für Mehrfamilienhäuser immerhin noch um 0,5 Prozent (plus 1,5 Prozent) erhöht. Dagegen stiegen die Preise für Eigenheime im selben Zeitraum geringfügig um 0,8 Prozent (plus 1,7 Prozent). Auch die Neuvertragsmieten bewegen sich im Durchschnitt leicht nach oben: um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal (plus 1,8 Prozent). Bestandsmieten nahmen gegenüber dem Vorquartal nur leicht um 0,2 Prozent (plus 0,7 Prozent) zu.

Immobilien-Boom nur in Hamburg, Berlin und München

Deutscher Immobilienmarkt ist langfristig robust

Im längerfristigen Trend zeigt sich den Indexergebnissen zufolge bundesweit seit 2004 nur ein moderater Anstieg der Preise und Mieten für Wohnungen. Zwar ist für Eigentumswohnungen in den letzten acht Jahren mit 6,5 Prozent ein etwas höherer Anstieg der Preise und von 8,8 Prozent bei den Neuvermietungsmieten zu erkennen, der jährliche Preisanstieg lag jedoch im Durchschnitt nur bei rund einem Prozent im Jahr. Während sich die Bestandsmieten um knapp vier Prozent erhöhten, blieben die Preise von Einfamilienhäusern im bundesweiten Durchschnitt seit 2004 etwa konstant, zogen aber im letzten Jahr um 1,7 Prozent etwas stärker an. In den kleineren Städten lag der Anstieg gerade einmal zwischen durchschnittlich zwei und fünf Prozent.

Immobilien-Boom nur in Hamburg, Berlin und München

“Die hohen Preissteigerungen bei Neuvermittlungen betreffen zwar in den Millionenstädten nur acht bis zehn Prozent der Wohnungen, interessant bleiben dabei die längerfristigen Folgen dieser veränderten Mietenstruktur”, so Leutner. “Die Bestandsmieten, die die Wohnkostenbelastung breiter Schichten der Bevölkerung ausmachen, sind seit 2007 nur um 3,9 Prozent angestiegen. Von der Wohnungsknappheit in den großen Städten und von steigenden Neuvermietungsmieten sind aber insbesondere Haushaltsgründer und Familien betroffen. Zwar können sie an andere Standorte mit niedrigeren Mieten ausweichen, vielfach entstehen aber hohe Mobilitätskosten.”

Seite 2: Bayern führt bei ETW-Preisen, hohe Steigerungsraten auch im Osten

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...