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26. September 2012, 15:03
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IVD: Wohnimmobilienpreise steigen im Schnitt nur moderat

Die Preise und Mieten für Wohnimmobilien sind nach Angaben des Immobilienverbands Deutschland (IVD) deutschlandweit entgegen der öffentlichen Wahrnehmung im Durchschnitt nur moderat gestiegen. In den Metropolregionen wurden jedoch teilweise deutliche Anstiege registriert.

WohnimmobilienpreiseDer aktuelle IVD-Wohnpreisspiegel 2012/2013 weist eine durchschnittliche Preissteigerung von jeweils 3,1 Prozent sowohl für Eigentumswohnungen und als auch für die Mieten aus. Überdurchschnittliche Preis- und Mietanstiege seien lediglich in den Großstädten und dort nur in ausgewählten begehrten Lagen mit gutem und sehr gutem Wohnwert zu beobachten.

Von einer vielzierten Blasenbildung könne in Deutschland daher nach Aussage des IVD keine Rede sein. „Die Preisanstiege sind Bestandteil eines längst überfälligen Aufholprozesses der deutschen Wohnungsmärkte“, erläutert Jens-Ulrich Kießling, Präsident des IVD. Das durchschnittliche Preisniveau für Eigentumswohnungen liege im Jahr 2012 immer noch deutlich unter dem von 1992. Vor zwanzig Jahren seien selbstgenutzte und vermietete Wohnungen deutlich teurer gewesen.

Eigentumswohnungen aus dem Bestand: Preiszuwachs von 3,1 Prozent

Für Eigentumswohnungen aus dem Bestand liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert in Deutschland laut IVD gegenwärtig bei 998 Euro, das sind 3,1 Prozent mehr als im Jahr 2011. Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren gebe es kaum noch Regionen und Wohnwertkategorien, die von einem Preisrückgang betroffen sind, so Kießling. Dennoch gebe es große Schwankungen bei den Preissteigerungen. Wie schon in den Jahren zuvor gelte die Faustregel: Je höher der Wohnwert und je größer die Stadt, desto höher das Preiswachstum.

So machen sich die steigenden Preise für Eigentumswohnungen in Kleinstädten mit weniger als 30.000 Einwohnern laut IVD am geringsten bemerkbar, dort lägen die Preise bei Bestandswohnungen meist nicht mehr als ein Prozent höher als im Vorjahr. In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern bewegten sich die Preisanstiege zwischen 3,8 Prozent (einfacher Wohnwert) und 9,1 Prozent (guter Wohnwert). Dies sei in erster Linie auf das kontinuierliche Bevölkerungswachstum in den deutschen Großstädten zurückzuführen, das zudem durch den vermehrten Zuzug einkommensstarker Haushalte in die Innenstädte geprägt sei.

Es handele sich also nicht um eine spekulative, sondern um eine natürliche Nachfragezunahme, die zu steigenden Preisen und Mieten, aber nicht zu steigenden Investitionsrisiken führe. Der Erwerb einer Eigentumswohnung in einer deutschen Großstadt biete vor dem Hintergrund der positiven Wanderungssalden und der Einkommenssituation typischer Nachfragerhaushalte ein hohes Maß an Sicherheit. Das Gleiche gelte für demografisch sichere Klein- und Mittelstädte.

Ebenso wie die Preissteigerungen stellen sich nach Angaben des IVD auch die absoluten Preise regional äußerst differenziert dar: In München werde für den Quadratmeter einer Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert das 2,9-Fache des Bundesdurchschnitts erzielt, in Hamburg fast das Doppelte. Es gebe aber auch Städte, in denen nur rund die Hälfte des durchschnittlichen Quadratmeterpreises für Eigentumswohnungen erzielt werde.

Seite 2: Neubauwohnungen mit Angebotslücke

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