Anzeige
Anzeige
11. Juni 2013, 10:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Baufinanzierung: Großes Marktpotenzial für qualifizierte Berater

Wer nach Baufinanzierung sucht, hat die Auswahl unter zahlreichen Produktgebern. Dazu gehören traditionell Großbanken und Versicherer. Allerdings bietet sich für spezialisierte Vermittler ebenfalls ein großes Marktpotential.

Baufi

Neben den Bankfilialen entfällt auch ein immer größerer Anteil des Geschäfts auf Baufinanzierungsbroker und unabhängige Vermittler. “Das Internet verändert den Baufi-Markt immer stärker. Der Trend zu Baufi-Portalen ist durch die weitere Digitalisierung der Plattformen unverkennbar”, kommentiert Professor Dr. Klaus Fleischer vom Bereich Bankwirtschaft der Hochschule München.

Der Anteil des Baufi-Volumens, der über unabhängige Vermittler abgeschlossen wird, ist deutlich gestiegen. Eine exakte Statistik gibt es allerdings nicht.

“Wegen Doppelzählungen in den Vermittlerketten fällt eine Zuordnung schwer”, erläutert Fleischer. “Als Ausgangspunkt kann aber das Volumen des Europace-Marktplatzes mit rund 15 Prozent (29 Millarden Euro) am Gesamtvolumen privater Baufinanzierungen herangezogen werden.”

Hinzugerechnet werden müssten ferner noch die Anteile von Vermittlern außerhalb dieser Plattform. “Ich gehe davon aus, dass wesentliche Anteile beispielsweise von den Vermittlern von Interhyp, ING Diba, Geld- Spezialist, Planethome und anderen noch hinzukommen. Meine Schätzung ist deshalb circa 20 bis 25 Prozent Anteil von Vermittlern insgesamt im Jahr 2012. Die Tendenz ist steigend und meine Prognose lautet nach wie vor: Für 2020 wird der Anteil knapp unter 50 Prozent liegen”, führt Fleischer aus.

Internet schafft nie dagewesene Transparenz

Befeuert wird dieser Trend nach Ansicht von Fleischer durch die weitere Entwicklung des Internets, die eine zuvor nicht dagewesene Transparenz schafft. “Der Trend zur Digitalisierung des Baufi-Marktes wird durch ein höheres Servicangebot in Breite und Tiefe einschließlich der Verwendung von Bausteinen des Web 2.0/3.0 beschleunigt. Dazu gehören etwa Bewertungsportale, in denen Kunden ihre Erfahrungen mit Anbietern mittels Score bewerten und deren Ergebnisse in ,Rennlisten‘ zugänglich gemacht werden”, erläutert er.

So konnte beispielsweise das Baufinanzierungsvergleichsportal von Immobilienscout24 innerhalb kurzer Zeit die Marke von einer Million Besuchern pro Monat überschreiten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist nach Ansicht von Andreas Pflegshoerl, Leiter Sales Management bei ING Diba, die Schnelligkeit. “Da aufgrund des Bieterwettbewerbs in den großen Städten Immobilienfinanzierungen oft schnell abgewickelt werden müssen, ist es zudem wichtig, für Baufinanzierungsmakler gut funktionierende Prozesse mit einer schnellen Finanzierungszusage zur Verfügung zu stellen”, erläutert er.

“Die Anschlussfinanzierung ist ein Einfallstor für den freien Finanzdienstleister, das Thema drei bis fünf Jahre im Voraus beim Kunden anzusprechen. Es ist keine Schwierigkeit mehr, Anbieter zu finden, die sechzig Monate im Voraus ein Forward-Darlehen anbieten. Die Chancen, die darin liegen, sollten den Beratern noch stärker bewusst werden”, betont Michael Neumann, Geschäftsführer der Hypoport-Tochter Qualitypool.

Hausbanken auch in Zukunft starke Position

Aber auch die Hausbanken werden nach Einschätzung von Fleischer eine starke Position behalten, sofern sie sich auf den Wettbewerb einstellen. “Es wird immer einen konstant hohen Anteil von Beratung in der Filiale vor Ort geben. Er dürfte sich mittelfristig um 50 Prozent einpendeln. Gewinner sind flexible, schlanke Einheiten, die Kostenvorteile bieten und qualifizierte Beratung bei Bedarf stemmen können. Gut positioniert haben sich unter anderen die BB-Bank und die PSD-Banken, die stark regional aufschlagen können. Aber auch die Deutsche Bank, die entsprechend ihrem Geschäftsmodell unter anderem durch eine starke Einbindung des Vermittlergeschäfts wächst”, sagt Fleischer.

Seite zwei: Marktpotential für speziell qualifizierte Berater

Weiter lesen: 1 2

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...