Anzeige
8. Februar 2013, 14:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rückkehr der Sonder-Afa? IVD Süd frohlockt

Der IVD Süd  hat die Initiative der Bayerischen Staatsregierung, die degressive AfA in Miet-Brennpunkten wieder einzuführen erwartungsgemäß begrüßt. Dies sei ist ein wichtiges Mittel, den in Immobilien-Brennpunkten stagnierenden Wohnungsbau wieder voranzutreiben, heißt es in einer Stellungnahme der Regionalvertretung des Immobilienverbands. 

Stephan-Kippes-IVD-Sued-249x300 in Rückkehr der Sonder-Afa? IVD Süd frohlockt

Stephan Kippes, IVD-Sued

Der bayerische Finanzminister Markus Söder hatte auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Initiative “Wohnraum plus” diese bayerische Initiative vorgestellt, um die Bautätigkeit in dem südlichen Bundesland, dessen Hauptstadt München einen der derzeitigen Immobilien-Hotspots ist, anzukurbeln.

Professor Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, hat in diesem Zusammenhang darauf hingewisen, dass in den Brennpunkten des Mietwohnungsmarktes dringend neue Wohnungen benötigt werden. “Die Streichung der degressiven Abschreibung vor einigen Jahren war”, so Kippes, “ein verhängnisvoller Fehler, der sich immer stärker bemerkbar gemacht hat. Wenn die bayerische Staatsregierung jetzt tätig wird und wieder eine degressive Abschreibung einführt, werden wichtige Akzente gesetzt um Wohnraum zu schaffen.”

Kippes führt zudem an, dass München “seit vielen Jahren” nicht die dringend notwendige Steigerung der Bautätigkeit, auf die von der Stadt vorgegebenen 7.000 neue Wohnungen pro Jahr, erreicht. “Dabei sind diese 7.000 Wohnungen noch klar unter dem Bedarf der eigentlich notwendig wäre.”

Letztendlich handele es sich bei dieser Steueränderung um eine zeitliche Vorverlagerung eines Teils des Abschreibungsvolumens. Die degressive Afa hatte in der Vergangenheit bereits einmal erhebliche Anreize für den Mietwohnungsbau geschaffen, den Markt stimuliert, aber aus Sicht von Kritikern auch Fehlanreize geschaffen. Nach Auffassung des IVD Süd hatt ihre Streichung speziell für die traditionell angespannten Wohnungsmärkte süddeutscher Ballungszentren aber bittere Konsequenzen. Der Immobilienverband hatte seinerzeit darauf hingewiesen, dass derjenige, der die degressive Afa streicht, später nicht über große soziale Probleme durch fehlende Mietwohnungen jammern dürfe, denn er habe dieses Problem maßgeblich mitproduziert.

Der IVD Süd-Vorstandsvorsitzende Erik Nothhelfer hat im Rahmen der Bekanntgabe dieser Initiative der bayerischen Landesregierung allerdings gleichzeitig die angedachte Senkung der Kappungsgrenze von 20 auf maximal 15  Prozent, die Mietsteigerungen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren deckelt, kritisiert. Hierdurch entstünden keine neuen Wohnungen, vielmehr werde das Investieren in Wohnraum eher uninteressant gemacht. (te)

Foto: IVD Süd

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Insurtech Hepster bietet situative Versicherungen für Generation-Smartphone

Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf immer mehr Lebensbereiche und Dienstleistungen. Mobile Endgeräte sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

mehr ...

Immobilien

Raus aus der Stadt: Immobilienkäufer suchen verstärkt im Umland

In den deutschen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Immer mehr Immobilienkäufer weichen daher nach einer Analyse von Immowelt in die Speckgürtel aus, da dort die Preise noch niedriger sind. Am stärksten zeige sich diese Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutlicher Konjunkturabschwung in 2019

Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird die Weltwirtschaft langsamer wachsen, davon ist das Feri Institut überzeugt. Obwohl Deutschland eine Sonderstellung habe, komme es auch hier zum Abschwung. Warum sich die Konjunktur abkühlen wird:

mehr ...

Berater

EZB gewährt Deutscher Bank bei Postbank-Einlagen mehr Spielraum

Die Deutsche Bank hat bei der Integration ihrer Tochter Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns ein Problem weniger. Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) gewährten Deutschlands größtem Geldhaus mehr Spielraum bei der Verwendung von Einlagen und Liquidität.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...