E&V-Wohnimmobilienbarometer: Objektangebot ist vielerorts knapp

Nach den Ergebnissen des Wohnimmobilienbarometers von Engel & Völkers verzeichnet rund die Hälfte der befragten Makler derzeit eine besondere Knappheit des Angebots. Der Preiszuwachs schwächt sich dagegen leicht ab.

Das Immobilienunternehmen führte die vierteljährliche Erhebung, die auf der Befragung von mehr als 200 E&V-Wohnimmobilien-Shops in Deutschland beruht, zum zweiten Mal durch. Die Befragten waren aufgefordert, rückblickend das vierte Quartal 2012 zu bewerten und einen Ausblick auf die Geschäftserwartungen für das aktuelle Quartal zu geben.

Das Wohnimmobilienangebot ist demnach im letzten Quartal 2012 gegenüber dem Vorquartal nochmals leicht gesunken. 51,9 Prozent der deutschen Wohnimmobilien-Shops hätten festgestellt, dass momentan eine besondere Knappheit des Angebots herrsche (Vorquartal: 50,4 Prozent). Eindeutig ist das Ergebnis bei der Bewertung des Käuferinteresses: 93,2 Prozent (Vorquartal: 94,0 Prozent) der Umfrageteilnehmer geben eine gestiegene oder konstant gebliebene Nachfrage nach Wohnimmobilien an.

Insgesamt 43,5 Prozent (48,3 Prozent) der Befragten melden, dass die Anzahl der Besichtigungen weder zu- noch abgenommen hat. 36,2 Prozent (Vorquartal: 47 Prozent) der Umfrageteilnehmer konstatieren eine gestiegene Anzahl der Verkäufe.

Preisanstieg leicht gemindert

Die Preisentwicklung setzte sich laut Engel & Völkers aufgrund der gegenwärtig hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien, dem niedrigen Zinsniveau und der Angebotsenge auch im letzten Quartal 2012 weiter fort. Insgesamt 43,4 Prozent der Befragten verzeichneten gestiegene Preise, gegenüber dem Vorquartal mit 52,2 Prozent ist dieser Wert allerdings gesunken. 55,8 Prozent (Vorquartal 47 Prozent) meldeten dagegen keine Bewegung bei den Preisen. Lediglich 0,8 Prozent (0,9 Prozent) berichteten von gesunkenen Preisen. Knapp die Hälfte der Befragten, rund 49,6 Prozent, beobachteten eine gleich bleibende Vermarktungsdauer für Wohnimmobilien.

Insgesamt bewerten die Befragten die Situation des Immobilienmarktes in Deutschland als gut. Auf der Zufriedenheitsskala ordnen 11,6 Prozent (Vorquartal 14,0 Prozent) ihre momentane Geschäftssituation als „sehr gut“ ein. 55,0 Prozent (51,8 Prozent) beurteilen ihre Lage derzeit mit „gut“ sowie 24,0 Prozent (24,6 Prozent) mit „befriedigend“. Die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate im ersten Quartal 2013 sehen knapp Zweidrittel mit 63,6 Prozent (65,8 Prozent) der Umfrageteilnehmer „gleich bleibend“, während 27,9 Prozent (22,8 Prozent) mit der Bewertung „besser“ optimistisch in die Zukunft blicken.

„Die Ergebnisse aus der Erhebung für das vierte Quartal 2012 bestätigen insgesamt die aktuellen Angebots- und Nachfragetrends am Immobilienmarkt, wonach private und institutionelle Anleger auch 2013 vermehrt in Wohnimmobilien investieren werden und die hohe Nachfrage insgesamt für eine weitere Verknappung des Angebots sorgen wird“, resümiert Kai Enders, Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG. (bk)

Foto: Shutterstock

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