Wohnungen in Düsseldorf verteuern sich um 6,5 Prozent

Im vierten Quartal 2012 hat Düsseldorf die Domstadt Köln bei der Preisentwicklung von Eigentumswohnungen überholt. Das zeit der aktuelle Trendindikator Immobilienpreise des Finanzdienstleiters Dr. Klein (DTI) für die Region West.

In Köln sind die Kaufpreise für Wohnungen Ende 2012 demnach um 2,59 Prozent auf 111,28 Zählerpunkte zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind Wohnungen in der Domstadt damit aber immer noch 0,31 Prozent teurer. Düsseldorf hat mit 6,48 Prozent die mit Abstand größte Preissteigerung von Eigentumswohnungen in der Region West innerhalb eines Jahres erzielt. Im Vergleich zum Vorquartal sind die Preise um 1,96 Prozent auf 111,32 Zähler angestiegen.

„Da Bauflächen in Düsseldorf Mangelware und daher preislich sehr ausgereizt sind, werden Verkaufspreise vieler Grundstücke und Wohneinheiten durch die Nachfrage, weniger durch den reellen Objektwert, bestimmt“, berichtet Dirk Thiesen, Finanzierungsberater von Dr. Klein am Standort Düsseldorf. „Dies ist aufgrund der starken Nachfrage potenzieller Käufer, welche über eine hohe Kaufkraft verfügen, möglich. ‚Normalverdiener‘ siedeln sich eher in den umliegenden Gemeinden und Randgebieten von Düsseldorf an“, so die Beobachtung Thiesens.

In der Region West sind die Wohnungspreise laut DTI in Dortmund mit 2,11 Prozent gegenüber dem Vorquartal stärker als in Düsseldorf und Köln gestiegen. Der Teilindex für Eigentumswohnungen in der Stadt des amtierenden deutschen Fußballmeisters liegt bei 100,78 Zählerpunkten.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich Häuser in Köln laut DTI mit 4,67 Prozent am stärksten verteuert, gefolgt von Düsseldorf mit 4,2 Prozent und Dortmund mit 4,11 Prozent. Im Gegensatz zum Wohnungsmarkt gibt es auf dem Hausmarkt nach Analyse von Dr. Klein bei der jährlichen Preisentwicklung keine großen Diskrepanzen. Die Entwicklung verlaufe relativ gleichförmig.

„Erwerber sollten beim Immobilienkauf unbedingt auf die Tilgungshöhe des Kredits achten“, empfiehlt Marcus Schmidt, Dr. Klein-Finanzierungsberater in Köln. „Je höher die Preise steigen, desto größer ist das Risiko nach dem Ende der Zinsbindung. Denn es ist relativ unwahrscheinlich, dass die dann verbleibende Restschuld noch zu einem gleichwertigen Zinsniveau finanziert werden kann.“

Quelle: DTI/Dr. Kein

Gegenüber dem Vorquartal ist in Köln der Teilindex für Häuser um 1,34 Prozent auf 109,26 Zählerpunkte geklettert. In Dortmund sind die Hauspreise um 0,8 Prozent auf 108,78 Zähler gesunken, während sie in Düsseldorf um 2,25 Prozent auf 107,05 Zählerpunkte zugelegt haben. (te)

Foto: Shutterstock 

 

 

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