Anzeige
25. März 2014, 10:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Asiatische Investoren drängen ins Ausland

Nach Angaben des Immobilienberatungsunternehmens Colliers International investieren asiatische Kapitalgeber vermehrt im Ausland. Immobilien in Randlagen sind besonders gefragt.

China-Drache-Wasser-750 in Asiatische Investoren drängen ins Ausland

China investiert vermehrt in ausländische Immobilien. Laut Colliers International stiegen die Auslandsinvestitionen in 2013 auf neun Milliarden US-Dollar.

Laut dem Beratungsunternehmen Colliers International investieren asiatische Kapitalgeber vermehrt in den USA, Australien und Europa. Die Investitionssumme im Ausland stieg demnach von rund einer Milliarde US-Dollar Anfang zu Beginn des Jahrhunderts auf über 30 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013.

“Neben der wachsenden globalen Liquidität begründet sich das Investitionswachstum asiatischer Investoren im Ausland sowohl auf internen als auch externen Faktoren”, erklärt Ignaz Trombello, Head of Investment bei Colliers International.

“Die wichtigsten externen Faktoren sind die höheren Renditen auf den US-amerikanischen und europäischen Märkten, das aufgrund wirtschaftlicher Erholung entstandene dortige Wachstumspotenzial und die Attraktivität von Immobilien in den so genannten Gateway-Städten in den USA, Europa und Australien. Bei den internen Faktoren spielen die für dieses Jahr anvisierten Maßnahmen der Regierungen von Hong Kong und Singapur eine Rolle, mit denen der Überhitzung auf dem Immobilienmarkt begegnet werden soll, sowie die Lockerung der Gesetzesvorgaben asiatischer Länder bei Immobilieninvestitionen im Ausland.”

Investoren aus China und Singapur expandieren am stärksten

Investoren aus China und Singapur bilden laut Colliers International die größte Gruppe bei Immobilientransaktionen außerhalb Asiens. “Die chinesischen Auslandsinvestitionen schossen in die Höhe und erreichten 2013 die Rekordsumme von neun Milliarden US-Dollar. Wir gehen davon aus, dass sich immer mehr chinesische Immobilieninvestoren auf das Ausland fokussieren, um den Anforderungen ihrer lokalen Kunden gerecht zu werden”, weiß Trombello.

Auch südkoreanische Investoren seien vermehrt im Ausland aktiv. In 2013 stiegen die ausländischen Immobilieninvestitionen um mehr als die Hälfte. Der nationale Pensionsfonds aus Seoul wird nach Einschätzung von Colliers International zukünftig weiterhin im Ausland investieren, um die Gesamtrenditen zu steigern. Auch hier wurde eine gesetzliche Grundlage geschaffen, die es südkoreanischen Investoren erleichtert, ausländische Immobilien zu erwerben.

Randlagen werden beliebter

Laut dem Colliers-Report investieren Asiaten seit 2000 intensiv in Core-Immobilien in London und Sydney. Vor der weltweiten Finanzkrise wurde zudem auch in andere europäische Städte wie Paris, München und Madrid investiert.

Das Immobilienberatungsunternehmen prognostiziert, dass sich asiatische Investoren zukünftig vermehrt auf periphere Lagen großer Metropolen konzentrieren. Dazu könnten beispielsweise East London und Downtown Manhattan gehören, da dort die Immobilienpreise attraktiver sind als in den A-Lagen der Städte.

Interesse an Gewerbeimmobilien wächst

Während asiatische Kapitalgeber zu Beginn ihrer Auslandsengagements Wohnimmobilien fokussierten, stieg mit der allmählichen wirtschaftlichen Erholung und der wachsenden Investitionstätigkeit auch die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien. Büroimmobilien sind zur beliebtesten Asset-Klasse asiatischer Auslandsinvestitionen geworden. Ihr prozentualer Anteil stieg von 45 Prozent im Jahr 2001 auf 60 Prozent im Jahr 2013. (st)

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...