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22. Dezember 2014, 08:30
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Aufzüge werten Wohnimmobilien auf

Die Lebenserwartung der Deutschen steigt, die Geburtenzahlen sinken. Der deutsche Wohnungsmarkt ist auf diese, seit Langem bekannte, Entwicklung nicht vorbereitet. Von Hundt Consult und Immobilienscout24 ermittelte Zahlen zeigen, dass es in Deutschland viel zu wenige altersgereche Wohnungen mit barrierefreiem Zugang gibt.

Gastbeitrag von Daniel Ehlers, Hundt Consult

Daniel-Ehlers Hundt-Consult 750 500 in Aufzüge werten Wohnimmobilien auf

Daniel Ehlers: “Für Eigentümer barrierefreier Wohnimmobilien ergibt sich ein großer Wettbewerbsvorteil.”

Das Ergebnis ist alarmierend: 86 Prozent aller Seniorenhaushalte befinden sich in Wohnungen, die nicht barrierefrei zugänglich sind – selbst wenn sie über einen Aufzug verfügen. So müssen beispielsweise bei einem Aufzug, der in einem Zwischengeschoss hält, trotzdem ein paar Treppenstufen zurückgelegt werden, was für Rollstuhlfahrer unmöglich ist.

Insgesamt 400.000 Wohngebäude in Deutschland müssten nachgerüstet werden, um das Defizit zu beheben. Die Kosten dafür würden sich deutschlandweit auf 32 Milliarden Euro belaufen.

Großstädte schneiden schlecht ab

In welchem Maße es an barrierefreien Wohnungen fehlt, ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Haben Fulda mit immerhin 16,9 Prozent und Karlsruhe mit 16,7 Prozent den höchsten Anteil an Wohnungen mit altersgerechten Aufzügen, sieht es in den Metropolen Deutschlands trauriger aus. Dort bewegt sich der Anteil meist nur im einstelligen Prozentbereich.

Am besten schneiden Berlin mit 11,5 Prozent und München mit 10,4 Prozent ab. Stuttgart und Köln folgen mit knapp neun Prozent. Frankfurt mit etwa acht und Hamburg mit nicht einmal sieben Prozent fallen deutlich von den Spitzenreitern ab. Das Schlusslicht der 418 untersuchten deutschen Städte bildet Düsseldorf mit einem Anteil an altersgerechten Wohnungen von fünf Prozent.

Wann sich die Aufrüstung auszahlt

An Wohnungen mit altersgerechtem Aufzug besteht also Bedarf. Für Eigentümer barrierefreier Wohnimmobilien ergibt sich daraus ein großer Wettbewerbsvorteil. Denn besonders in den Metropolen leben aufgrund des Kulturangebotes, der vielfältigen und nahgelegenen Einkaufsmöglichkeiten sowie der besseren Infrastruktur immer mehr Senioren. Barrierefreie Wohnungen werden dort also immer gefragter.

Eine Wohnung mit einem altersgerechten Aufzug nachzurüsten, kostet zwar Geld – die Investition zahlt sich aber oftmals nach wenigen Jahren aus. So kostet es je nach Gebäudegröße etwa 80.000 Euro, ein Wohngebäude mit einem Aufzug nachzurüsten. Der Einbau eines Lifts berechtigt den Hauseigentümer jedoch zumindest theoretisch, die Mieten um bis zu einen Euro pro Quadratmeter anzuheben.

Bei einem Wohngebäude mit fünf Stockwerken á vier Wohnungen mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von 60 Quadratmetern ergeben sich pro Jahr Mehreinnahmen von 14.400 Euro. Die Investitionskosten hätten sich somit bereits nach sechs Jahren amortisiert.

Seite zwei: Worauf zu achten ist

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