Wohneigentum gehört auf die politische Agenda

Innerstädtischer Wohnraum in Deutschland wird knapp. Die Politik reagierte letztes Jahr mit plakativen politischen Schnellschüssen, sprich der Einführung einer Mietpreisbremse. Ein Bereich wird allerdings komplett ausgeblendet: Die Förderung des Erwerbs von Wohneigentum.
Kommentar von Marc Stilke, Immobilienscout24

„Wer heute eine Immobilie kauft und diese selbst bewohnt, kann keinerlei steuerliche Vorteile geltend machen. Im Gegenteil: Mit Ausnahme von Bayern und Sachsen haben alle Bundesländer die Grunderwerbsteuer deutlich erhöht.“

Deutschland ist Mieterland. Laut statistischem Bundesamt leben 57 Prozent der Bundesbürger zur Miete. Am höchsten ist der Anteil in Großstädten wie Berlin oder München. Doch genau dort wird diese Situation immer mehr zum Problem. Denn durch steten Zuzug wird innerstädtischer Wohnraum knapp.

Geringverdiener aus der Stadt verdrängt

Mit der Folge, dass vor allem Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen immer öfter aus der Stadt verdrängt werden. Und das treibt die Menschen auf die Straße. Die Politik ist alarmiert und reagierte letztes Jahr zunächst mit plakativen politischen Schnellschüssen.

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Eine Mietpreisbremse und das Bestellerprinzip sollten die Mieter in den Großstädten milde stimmen. Dass damit der Wohnraummangel nicht beseitigt wird, war wahrscheinlich auch den Verantwortlichen in Berlin klar. Deshalb will Bundesbauministerin Hendricks jetzt zusammen mit Wohnungswirtschaft und Mieterverbänden den Bau von jährlich 250.000 Wohnungen ankurbeln. Eine Initiative, die ausdrücklich zu begrüßen ist.

Seite zwei: Erwerb von Wohneigentum auf keiner Agenda

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