4. September 2014, 11:32
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Immobiliendarlehen: Fehler bei der Finanzierung vermeiden

Die typische Finanzierungsform in Deutschland ist das Annuitätendarlehen. Die Jahresrate eines Annuitätendarlehens bleibt über die gesamte Laufzeit konstant. Dabei steigt der Tilgungsanteil der monatlichen Rate kontinuierlich während der Zinsanteil sinkt, da die Restschuld jeden Monat leicht sinkt.

Ebenso wird der Zinssatz vor dem Abschluss der betreffenden Baufinanzierung festgesetzt und ändert sich bis zum Ablauf der Zinsbindung nicht. Häufig werden neben Darlehen von der Bank ebenfalls KfW-Darlehen mit in die Finanzierung einbezogen.

Die staatlichen Bauförderungsprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sind mit anderen Darlehensformen kombinierbar und belohnen insbesondere energiesparende Maßnahmen. Da bei Bauvorhaben energiesparende Maßnahmen gesetzlich vorgeschrieben sind, lohnt sich oft die Einbindung eines entsprechenden KfW-Darlehens. Ein KfW-Darlehen muss immer über ein Kreditinstitut beantragt werden.

Forward-Darlehen sichert vor Zinsänderungsrisiko ab

Das Forward-Darlehen ist ebenfalls eine beliebte Finanzierungsvariante und kommt als Anschlussfinanzierung zu einer bestehenden Finanzierung in Frage. Zwischen zwölf und 60 Monate vor dem Ende der laufenden Finanzierung kann ein solches Forward-Darlehen abgeschlossen werden.

In Zeiten niedriger Zinsen können sich Finanzierungskunden so die tiefen Zinsen von heute für die Zukunft absichern und zahlen dafür zwar einen etwas höheren Finanzierungszins, aber kein zusätzliches Bereitstellungsentgelt.

Einige Experten raten dazu, aktuell mit dem Abschluss eines Forward-Darlehens abzuwarten. Für Privatkunden ohne tiefgreifenden Einblick in Zinsverläufe kann ein solcher Tipp fahrlässig sein. Nur wer täglich die Bewegungen der Finanzierungszinsen mitverfolgt, sollte einen Abschluss in die Zukunft verschieben.

Vorzeitig eine Anschlussfinanzierung abschließen

Ausgehend vom aktuellen Zinsniveau lohnt es sich in vielen Fällen, vorzeitig eine Anschlussfinanzierung abzuschließen und sich dagegen abzusichern, dass der Zinssatz in ein paar Jahren deutlich ansteigt.

Was mit der monatlichen Darlehensbelastung passiert, wenn sich der Zinssatz erhöht, zeigt folgendes Beispiel: Angenommen, der Darlehensbetrag beläuft sich in 24 Monaten auf 100.000 Euro, die gewünschte Tilgung beträgt drei Prozent und die Zinsbindung wird für zehn Jahre festgeschrieben.

Nun stellt sich die Frage, ob sich der Abschluss eines Forward-Darlehens lohnen kann, wenn der Kunde in zwei Jahren eine Anschlussfinanzierung benötigt. Bei einem Abschluss des Forward Darlehens ist aktuell ein Sollzins von 2,46 Prozent realistisch.

Seite vier: Einige Fallstricke im Überblick

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