Logistikmarkt verlässt Erfolgsspur

Der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle aus Frankfurt am Main vermeldet, dass der Umsatz auf dem deutschen Logistik- und Lagerflächenmarkt im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank.

Auf dem deutschen Logistikimmobilienmarkt sind laut JLL derzeit vor allem große Flächen gefragt.

Nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) beträgt das Umsatzvolumen auf dem deutschen Lager- und Logistikimmobilienmarkt im ersten Quartal des laufenden Jahres 1,45 Millionen Quadratmeter. Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 sank die Zahl damit um drei Prozent, liegt aber gleichzeitig drei Prozent über dem Fünf-Jahresschnitt. Während die Umsätze in den großen Metropolen stiegen, sanken sie außerhalb der Städte deutlich.

Zahl der Eigennutzer im Aufwärtstrend

In den Monaten Januar bis März stieg die Zahl der Eigennutzer. „Die Tendenz hält an, mittlerweile mit einem Anteil von 57 Prozent“, erklärt Rainer Koepke, bei JLL Head of Industrial Agency Germany. „Im laufenden Jahr wird angesichts der niedrigen Zinsen und der komfortablen Kapitalausstattung der Unternehmen der Eigennutzeranteil auf hohem Niveau bleiben.“

Große Flächen sind gefragt

Prägend für den Markt sei darüber hinaus weiterhin die Nachfrage nach größeren Flächen. Fast zwei Drittel der Umsätze wurden durch Einzelabschlüsse ab 20.000 Quadratmetern erwirtschaftet. „Neue Kunden-und Vertriebsstrukturen, vor allem im Einzelhandel, der vermehrt auf Multi-Channel-Vertriebswege setzt, erfordern Anpassungen bei Lager- und Logistikflächen mit beispielsweise immer größer werdendem Flächenbedarf bei E-Commerce-Fulfillment-Dienstleistern“, so Koepke.

Hohes Umsatzplus in Ballungsräumen

In den Ballungsräumen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Wiesbaden/Mainz, Hamburg und München markiert das in den ersten drei Monaten umgesetzte Volumen mit rund 559.000 Quadratmetern laut JLL den besten Jahresauftakt der letzten zehn Jahre. Daran waren vor allem Unternehmen aus dem Bereich Transport, Verkehr und Lagerhaltung beteilgt.

Der Fünf-Jahresschnitt der ersten Quartale wurde in den Metropolen um 45 Prozent übertroffen, das Volumen im Vergleichszeitraum des Vorjahres um insgesamt 68 Prozent, mit einem Plus bei den Eigennutzerumsätzen von 47 Prozent und 80 Prozent bei den Anmietungen.

Den stärksten Zuwachs beim Umsatzvolumen verbuchten im Jahresvergleich die Regionen Berlin und Düsseldorf mit einem Plus von jeweils über 160 Prozent – allerdings basierend auf einem sehr schwachen Ergebnis im Vergleichszeitraum.

Dies trifft ebenso auf das insgesamt deutlich nachfragestärkere Hamburg zu (plus 124 Prozent). Nach drei Monaten des laufenden Jahres rangiert Frankfurt am Main mit insgesamt rund 173.000 Quadratmetern an der Spitze.

Spitzenmieten stabil

Stabil geblieben sind die Spitzenmieten bei Lagerflächen über 5.000 Quadratmetern mit den höchsten Preisen in der Region München (monatlich 6,40 Euro pro Quadratmeter) und Frankfurt (monatlich sechs Euro pro Quadratmeter). In Hamburg und Düsseldorf liegen sie bei 5,60 Euro bzw. 5,40 Euro pro Quadratmeter. Berlin bleibt mit 4,70 pro Monat und Quadratmeter im Spitzensegment der Metropolen der günstigste Markt.

Seite zwei: Umsatzminus außerhalb der Metropolen

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