28. April 2014, 11:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Logistikmarkt verlässt Erfolgsspur

Der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle aus Frankfurt am Main vermeldet, dass der Umsatz auf dem deutschen Logistik- und Lagerflächenmarkt im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank.

Logistikimmobilie in Logistikmarkt verlässt Erfolgsspur

Auf dem deutschen Logistikimmobilienmarkt sind laut JLL derzeit vor allem große Flächen gefragt.

Nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) beträgt das Umsatzvolumen auf dem deutschen Lager- und Logistikimmobilienmarkt im ersten Quartal des laufenden Jahres 1,45 Millionen Quadratmeter. Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 sank die Zahl damit um drei Prozent, liegt aber gleichzeitig drei Prozent über dem Fünf-Jahresschnitt. Während die Umsätze in den großen Metropolen stiegen, sanken sie außerhalb der Städte deutlich.

Zahl der Eigennutzer im Aufwärtstrend

In den Monaten Januar bis März stieg die Zahl der Eigennutzer. “Die Tendenz hält an, mittlerweile mit einem Anteil von 57 Prozent”, erklärt Rainer Koepke, bei JLL Head of Industrial Agency Germany. “Im laufenden Jahr wird angesichts der niedrigen Zinsen und der komfortablen Kapitalausstattung der Unternehmen der Eigennutzeranteil auf hohem Niveau bleiben.”

Große Flächen sind gefragt

Prägend für den Markt sei darüber hinaus weiterhin die Nachfrage nach größeren Flächen. Fast zwei Drittel der Umsätze wurden durch Einzelabschlüsse ab 20.000 Quadratmetern erwirtschaftet. “Neue Kunden-und Vertriebsstrukturen, vor allem im Einzelhandel, der vermehrt auf Multi-Channel-Vertriebswege setzt, erfordern Anpassungen bei Lager- und Logistikflächen mit beispielsweise immer größer werdendem Flächenbedarf bei E-Commerce-Fulfillment-Dienstleistern”, so Koepke.

Hohes Umsatzplus in Ballungsräumen

In den Ballungsräumen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Wiesbaden/Mainz, Hamburg und München markiert das in den ersten drei Monaten umgesetzte Volumen mit rund 559.000 Quadratmetern laut JLL den besten Jahresauftakt der letzten zehn Jahre. Daran waren vor allem Unternehmen aus dem Bereich Transport, Verkehr und Lagerhaltung beteilgt.

Der Fünf-Jahresschnitt der ersten Quartale wurde in den Metropolen um 45 Prozent übertroffen, das Volumen im Vergleichszeitraum des Vorjahres um insgesamt 68 Prozent, mit einem Plus bei den Eigennutzerumsätzen von 47 Prozent und 80 Prozent bei den Anmietungen.

Den stärksten Zuwachs beim Umsatzvolumen verbuchten im Jahresvergleich die Regionen Berlin und Düsseldorf mit einem Plus von jeweils über 160 Prozent – allerdings basierend auf einem sehr schwachen Ergebnis im Vergleichszeitraum.

Dies trifft ebenso auf das insgesamt deutlich nachfragestärkere Hamburg zu (plus 124 Prozent). Nach drei Monaten des laufenden Jahres rangiert Frankfurt am Main mit insgesamt rund 173.000 Quadratmetern an der Spitze.

Spitzenmieten stabil

Stabil geblieben sind die Spitzenmieten bei Lagerflächen über 5.000 Quadratmetern mit den höchsten Preisen in der Region München (monatlich 6,40 Euro pro Quadratmeter) und Frankfurt (monatlich sechs Euro pro Quadratmeter). In Hamburg und Düsseldorf liegen sie bei 5,60 Euro bzw. 5,40 Euro pro Quadratmeter. Berlin bleibt mit 4,70 pro Monat und Quadratmeter im Spitzensegment der Metropolen der günstigste Markt.

Seite zwei: Umsatzminus außerhalb der Metropolen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Interne Qualitätsoffensive bei FiNUM.Finanzhaus

Bereits vor mehr als fünf Jahren der ging Finanzvertrieb FiNUM.Finanzhaus an den Start. Die Tochter der JDC Group AG bringt ihre Berater in der internen Wissensschmiede FiNUM.Akademie auf den neuesten Stand hinsichtlich Anlage- und Vorsorgeprodukte sowie regulatorischer Erfordernisse.

mehr ...

Immobilien

Wann für das selbstgenutzte Familienheim keine Erbschaftssteuer anfällt

Kinder können das Familienheim steuerfrei erben, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach dem Erbfall selbst einziehen. Nur in besonders gelagerten Fällen kann dieser Zeitraum verlängert werden, entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 28.5.2019.

mehr ...

Investmentfonds

Nervenkrieg um den Brexit geht weiter

Das Brexit-Drama geht abermals in die Verlängerung. Das britische Unterhaus verschob am Samstag die Entscheidung über das neue EU-Austrittsabkommen und fügte damit Premierminister Boris Johnson eine weitere empfindliche Niederlage zu. Nun ist Johnson eigentlich gesetzlich verpflichtet, bei der Europäischen Union eine Verschiebung des für 31. Oktober geplanten EU-Austritts zu beantragen. Und trotzdem will Johnson versuchen, den Termin noch zu halten.

mehr ...

Berater

Mehr Power für den Finanzvertrieb

Mit einer neuen IT-Lösung will die Inveda.net GmbH das Redaktionssystem mit dem Maklerportal vereinen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundestag verabschiedet Reform der Grundsteuer

Der Bundestag hat am Freitag nach langem Ringen mit den Ländern Neuregelungen bei der Grundsteuer verabschiedet. Das Parlament stimmte außerdem einer Änderung des Grundgesetzes zu, damit Länder eigene Regelungen entwickeln können.

mehr ...

Recht

P&R: Weitere Anlegerklage gegen den Vertrieb abgewiesen

Ein Vertrieb, der Container der inzwischen insolventen P&R-Gruppe an eine Anlegerin verkauft hatte, hat seine Pflicht zur Plausibilitätsprüfung nicht verletzt. Das geht aus einem weiteren klageabweisenden Urteil hervor, das die Kanzlei Dr. Roller & Partner aus München erstritten hat.

mehr ...