18. November 2014, 09:16
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Privates Immobilienmanagement: Potenzial für Finanzdienstleister

Es bedarf daher eines ganzheitlichen Private Real Estate Managements. Private Real Estate Management bezeichnet das umfassende Management privater, also von Einzelpersonen oder Familienverbünden gehaltener Immobilieninvestments, unabhängig davon, ob die Immobilienbestände direkt oder aus steuerlichen oder operativen Gründen durch vermögensverwaltende Gesellschaften gehalten und verwaltet werden.

Im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtungsweise werden beim Private Real Estate Management sowohl direkt gehaltene Objekte als auch indirekte Immobilieninvestitionen, wie beispielsweise Beteiligungen an offenen oder geschlossenen Publikums-AIFs oder Spezial-AIFs oder Immobilienaktien betrachtet. Ob es sich bei den direkt gehaltenen Objekten um eine Selbst- oder Fremdnutzung für private oder gewerbliche Zwecke handelt, ist für die konzeptionelle Anknüpfung von Private Real Estate Management unerheblich.

Kaum professionelles Immobilienmanagement

Während ein professionalisiertes Immobilienmanagement bei institutionellen Anlegern bereits seit langem etabliert ist, besteht auf Seiten privater Anleger häufig weder die Erkenntnis für einen derartigen Bedarf noch ein entsprechendes Angebot von Finanzdienstleistern abgesehen von vereinzelten Angeboten bei Privatbanken und Family Offices.

Dies erstaunt umso mehr, da das Immobilienvermögen der Deutschen mit seinem nicht nur absolut, sondern auch prozentual hohen Anteil am Gesamtvermögen eine hohe Bedeutung hat und damit über einen signifikanten Werthebel in Bezug auf die Gesamtvermögensrendite verfügt. Während viele Anleger beim Management ihrer liquiden Anlagen Kosten und Rendite auf Nachkommastellen beobachten und verhandeln, lassen sie aber ihre Immobilienbestände häufig ohne professionelle Betreuung.

Erforderlicher Überblick fehlt

Bei Betrachtung der regionalen Diversifikation von Immobilieninvestments stellt man fest, dass diese bei Privatinvestoren sehr häufig eher emotionalen Faktoren beziehungsweise der persönlichen Lebens- und Erwerbsbiographie folgen und damit einen klaren Home Bias aufweisen. Weiterhin führen emotional oder einkommensteuerlich motivierte Käufe von Auslandsimmobilien häufig gravierende Probleme im Bereich der Vermögensnachfolge und deren Besteuerung nach sich.

Aber auch inländische Immobilieninvestments sind in der Vergangenheit vielfach zur Verringerung der Steuerlast primär aufgrund von Abschreibungsmodellen erworben worden, ohne dass die Rentabilität und deren Nachhaltigkeit kritisch hinterfragt wurde. Somit fehlt in der Folge auch bei vor vielen Jahren gezeichneten geschlossenen Immobilienfonds der erforderliche Überblick zu Ausschüttungen, Wertansätzen, steuerlichen Ergebnissen und Renditen, ganz zu schweigen von etwaigen Haftungsrisiken aus vor einiger Zeit noch üblichen GbR-Beteiligungsmodellen.

 

Seite drei: Mehrwert durch aktives Management

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