24. Februar 2014, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

F+B: Kaufpreise und Mieten in Deutschland steigen weiter

Die Kaufpreise und Mieten auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt steigen laut dem Researchunternehmen F+B weiter an. Das zeigt der F+B-Wohn-Index Deutschland.

Wohnhaus-750-shutt 125525909 in F+B: Kaufpreise und Mieten in Deutschland steigen weiter

In München müssen Kaufinteressenten laut dem Researchunternehmen F+B mit sehr hohen Wohnungspreisen rechnen.

Im Vergleich zum Vorquartal (4.Quartal 2013) war nach Aussage von F+B bei Wohnimmobilien ein Preisanstieg von 1,6 Prozent zu verzeichnen. Das Wachstum werde zwar von allen Segmenten des Immobilienmarktes getragen, die Entwicklung verlaufe aber unterschiedlich. Der Anstieg der Preise für Eigentumswohnungen in Bestand und Neubau sei etwa 4,5-mal so hoch wie der Anstieg der Mieten gewesen. Auf Jahressicht sind die Preise für Eigentumswohnungen laut F+B mit 5,9 Prozent etwas stärker gestiegen als im Vorjahr (2012: 5,1 Prozent).

Eigenheime verteuerten sich im vergangenen Jahr um fünf Prozent. Damit haben sich die Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahresergebnis (zwei Prozent) mehr als verdoppelt. Die Mietpreissteigerungen folgen diesem Trend nur in geringerem Maß, so F+B. Bei Neuvermietung werden derzeit laut dem Researchunternehmen um 1,6 Prozent höhere Mieten gezahlt als Anfang 2013. Die Bestandsmieten seien wie bereits ein Jahr zuvor um 0,8 Prozent gestiegen.

“Die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern spiegelt die nach wie vor hohe Attraktivität von Sachwertinvestitionen wider. Keinesfalls kann davon auf den Gesamtmarkt geschlossen werden”, sagt Dr. Bernd Leutner, Geschäftsführer der F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt. “Die Fundamentaldaten der Marktentwicklung, anhaltend niedriges Zinsniveau, stabile Einkommenserwartungen und moderat steigende Mieten lassen die Preisentwicklung plausibel erscheinen. Merkmale von Immobilienpreisblasen wie in anderen Ländern zu Beginn dieses Jahrtausends, spekulativ getriebener Anstieg des Neubaus und wachsende Leerstände sind in Deutschland außer in einzelnen Quartieren der Metropolen kaum zu beobachten.”

Wohnungspreise: München führt das Ranking weiter an

Am höchsten liegen die Wohnungspreise laut F+B in München und den Gemeinden im Umland (Rangplatz eins). In der bayerischen Hauptstadt seien Preise von 4.580 Euro pro Quadratmeter zu entrichten. Ein hohes Niveau sei mit durchschnittlich 3.310 Euro pro Quadratmeter auch in Freiburg im Breisgau (Rang fünf) und mit 3.170 Euro pro Quadratmeter in Konstanz (Rang sechs) zu beobachten.

Erst auf den Plätzen 11 und 14 des F+B-Wohn-Index folgen die Metropolen Hamburg (3.050 Euro pro Quadratmeter) und Frankfurt (2.840 Euro pro Quadratmeter), auf Platz 19 erscheint Stuttgart (2.660 Euro pro Quadratmeter).

“Insgesamt zeichnet die Preisrangliste erneut die bekannten Süd-Nord- und West-Ost-Gefälle nach”, so Leutner weiter. “Von den Top-50-Städten liegen etwa zwei Drittel in Bayern und Baden-Württemberg, von den 50 Städten mit den geringsten Preisniveaus über 80 Prozent in Ostdeutschland.”

Der F+B-Wohn-Index wird nach Angaben des Unternehmens quartalsweise erstellt und liefert zusammenfassende Betrachtungen des gesamten Wohnsegments in Deutschland. (st)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bankschließfächer: Inhalt sollte versichert sein

Wo sind Wertsachen sicher verwahrt? Schwierige Frage. Die Polizei warnt, dass Diebe in einer Wohnung fast jedes Versteck finden und ein eigener Tresor ist eine teure Angelegenheit. Viele Menschen deponieren darum zum Beispiel Schmuck oder Briefmarken- und Münzsammlungen in Bankschließfächern. Doch auch die Sicherheit von Tresoren stößt hin und wieder an ihre Grenzen: Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen gelang es Dieben in den vergangenen Jahren Schließfächer zu plündern.

mehr ...

Immobilien

So günstig wie nie – trotzdem steigen Preise für Wohnimmobilien weiter an

„Winterstarre“ und „Frühlingserwachen“ bei den Preisen für private Wohnimmobilien waren einmal: Nach den recht einheitlichen Preisanstiegen um rund ein Prozent im April, setzte sich die Preissteigerung im Mai fort. So sind beispielsweise Bestandsimmobilien im Vergleich zum Vormonat um 2,24 Prozent teurer geworden und legten damit am stärksten zu.

mehr ...

Investmentfonds

US-Notenbank dürfte Erwartungen einer schnellen Zinssenkung enttäuschen

Die US-Notenbank Fed dürfte die Erwartungen der Marktteilnehmer, die mit einer raschen Zinssenkung rechnen, enttäuschen. Dieser Auffassung ist Philippe Waechter, Chefvolkswirt des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management, einer Tochtergesellschaft von Natixis Investment Managers, in seinem Gastbeitrag.

mehr ...

Berater

Ostangler Brandgilde bietet ab sofort Cyberversicherung

Immer mehr Unternehmen sind für Cyber-Risiken sensibilisiert. Die Suchanfragen nach Cyberversicherungen bei Google stiegen in den vergangenen Monaten signifikant. Dennoch stehen diese Versicherungen zum Teil in der Kritik, da viele Versicherer noch an ihren Risikomodellen arbeiten und die tatsächlichen Cyber-Gefahren sowie deren Auswirkungen schwer einschätz- und bezifferbar sind.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

BFW: Enteignete Unternehmen bauen nicht

Berlin hatte vor einigen Tagen, wie von uns berichtet, als erstes Bundesland die Enteignung von Wohneigentum angekündigt. Aufgrund akuten Wohnungsmangels ist das Thema in den letzten Wochen ganz oben auf der Agenda. Nun meldet sich der auch BFW Landeverband Berlin/Brandenburg dazu und warnt davor, große private Wohnungsunternehmen zu enteignen.

mehr ...