Wohnimmobilienmarkt: Berlin ist Spitzenreiter

Der Berliner Wohnimmobilienmarkt verzeichnet die höchste Nachfrage unter den deutschen Metropolen, so der „Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland 2014/2015“ von Engel & Völkers. Im Bereich der Eigentumswohnungen verdrängte er München auf Platz zwei.

Nicht nur viele Bundesbürger, sondern auch ausländische Käufer erwerben Eigentumswohnungen und Häuser in der deutschen Hauptstadt.

Mit einem Umsatz von 4,332 Milliarden Euro in 2013 hat Berlin im Segment der Eigentumswohnungen die bayerische Metropole München von der Spitzenposition verdrängt, teilt Engel & Völkers (E&V) mit.

Darüber hinaus habe die Bundeshauptstadt im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser den größten Umsatzanstieg unter den Top-10-Städten Deutschlands verbucht. So legte laut Gutachterausschuss das Transaktionsvolumen um 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,159 Milliarden Euro zu und lag damit erstmals über der Milliardenmarke.

„Dieser Umsatzanstieg lässt sich einerseits durch eine gestiegene Anzahl an verkauften Wohnungen und Häusern erklären. Andererseits zahlten Käufer im Jahr 2013 im Durchschnitt mehr für ihre Immobilie als 2012“, erläutert Sebastian Fischer, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers in Berlin-Mitte.

Preisuntergrenzen ziehen an

So habe E&V in einigen Lagen und Segmenten im ersten Halbjahr 2014 wie bereits im Jahr zuvor einen Anstieg der Preisuntergrenzen beobachtet. Der Preisanstieg sei nicht ausschließlich auf Luxusimmobilien beschränkt – auch in einfachen und mittleren Lagen seien ebenfalls Steigerungen erkennbar.

Prestigeobjekte würden jedoch weiterhin begehrt bleiben und in der Spitze bis zu 15.000 Euro pro Quadratmeter erzielen. Für Villen mit Seeblick wurden im ersten Halbjahr 2014 laut E&V in Toplagen wie Zehlendorf Höchstpreise von bis zu 4,5 Millionen Euro aufgerufen.

Stadtwohnung im Zentrum und Villa im Grünen beliebt

Die 1a-Lagen befinden sich nach Angaben von E&V unverändert im historischen Zentrum von Berlin rund um den Gendarmenmarkt, den Hackeschen Markt und den Prachtboulevard „Unter den Linden“. Dort zählten hochwertig sanierte Altbauwohnungen und luxuriöse Neubau-Penthäuser mit gehobener Ausstattung zu den gesuchten Objekten.

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Ebenfalls stark nachgefragt sind die Stadtteile Prenzlauer Berg, Schöneberg, Kreuzberg, Charlottenburg und Wilmersdorf. Auch ruhige Lagen im Grünen wie Spandau oder Frohnau sowie die Köpenicker Wasserlagen und das Villengebiet Friedrichshagen erfreuen sich großer Beliebtheit. „Familien schätzen hier die hohe Lebensqualität sowie die gute Infrastruktur und Anbindung“, sagt Oliver Giersch, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers in Berlin-Köpenick.

Nachfrage von ausländischen Käufern bleibt hoch

Angesichts des anhaltenden Bevölkerungswachstums, der hohen Nachfrage und des weiterhin niedrigen Zinsniveaus geht Engel & Völkers davon aus, dass die Preise für Eigentumswohnungen in Berlin auch 2015 in allen Lagen und Segmenten weiter steigen. Auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern sowie im Mietsegment zeige in einigen Lagen die Preiskurve nach oben.

„Die Kauf- und Mietpreise ziehen nicht mehr so rasant an wie in den vergangenen Jahren, wir gehen jedoch weiterhin von moderatem Wachstum aus“, so Fischer. Besonders bei internationalen Käufern werde Berlin weiterhin ein beliebter Investitionsstandort bleiben, da die Miet- und Kaufpreise im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten wie Paris oder London moderat erschienen. (bk)

Foto: Shutterstock

 

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