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30. Oktober 2014, 10:00
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Wohnungsmärkte: Wird Berlin das neue München?

Die Wirtschaft floriert, die Bevölkerung wächst, die Wohnungspreise klettern scheinbar immer weiter in die Höhe – geht es um Wohnungsinvestments in Deutschland, galt München bei privaten wie institutionellen Anlegern bislang als sichere Bank. Das Wachstum des Münchner Marktes stößt nun jedoch an seine Grenzen: Erstmals seit vielen Jahren entwickeln sich die Verkaufs- und Umsatzzahlen rückläufig – im Gegensatz zum Markt der Bundeshauptstadt.

Gastbeitrag von Jacopo Mingazzini, Accentro GmbH

Mingazzini 750-50 in Wohnungsmärkte: Wird Berlin das neue München?

“Wer über Ortskenntnis oder den richtigen Investmentpartner verfügt, erfüllt die Voraussetzungen, um die Potenziale des Berliner Marktes zu nutzen.”

In Berlin wurde im vergangenen Jahr erstmals mehr Umsatz erzielt als in der Isarmetropole. Ein Ende des Aufwärtstrends an der Spree ist nicht absehbar. Berlin ist auf dem besten Weg, München als Hotspot des deutschen Wohnungsmarktes abzulösen.

Schmerzgrenze bei Münchner Käufern erreicht

Unseren Recherchen zufolge wurden in der Hauptstadt im vergangenen Jahr mehr als 23.000 Wohnungen verkauft – mit einem Umsatz in Höhe von 4,3 Milliarden Euro. Sowohl der Umsatz und als auch die Verkaufszahlen liegen deutlich über jenen vom Vorjahr.

In München hingegen wechselten nur etwa 11.500 Wohnungen ihre Eigentümer. Der erzielte Umsatz lag bei knapp 3,8 Milliarden Euro, was einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das mag überraschen – ist der Großraum München doch eines der wirtschaftsstärksten Gebiete Deutschlands mit wachsender Bevölkerung.

Wohnungen in guter Lage und Qualität werden jedoch immer mehr zur Mangelware. Es stellt sich außerdem die Frage, wie lange Wohnungskäufer noch bereit sind, die hohe Preise zu zahlen. Bei vielen scheint die Schmerzgrenze erreicht zu sein.

Wirtschaftskraft Berlins erhöht Wertsteigerungspotenzial

Auch in der Hauptstadt haben die Kaufpreise in den vergangenen Jahren zugelegt. Dieser Aufschwung ging jedoch von einem niedrigen Niveau aus. Die wirtschaftliche Leistung Berlins ließ lange Zeit zu wünschen übrig, die Arbeitslosigkeit war hoch. Nicht ganz zu Unrecht bezeichnete Klaus Wowereit Berlin einst als „arm, aber sexy“.

Vor einigen Jahren wendete sich das Blatt: Die Berliner Wirtschaft nahm Fahrt auf, insbesondere Unternehmen aus der IT-, Medien- und Kreativbranche wachsen und stellen stetig neue Mitarbeiter ein. Die guten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt ziehen junge Leute aus dem In- und Ausland an die Spree. In der Folge steigt die Bevölkerungszahl: Allein 2013 registrierten die Behörden knapp 47.000 Neu-Berliner.

Seite zwei: Preise im Aufwind

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