17. März 2015, 09:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gewerbeimmobilien: Käufe asiatischer Investoren steigen

Investoren aus Asien haben im Jahr 2014 weltweit rund 23 Prozent mehr Kapital in Gewerbeimmobilien investiert als im Vorjahr, teilt die Immobilienberatung CBRE mit. Vor allem der deutsche Markt verbuchte einen deutlichen Zuwachs.

Gewerbeimmobilien

Während London nach wie vor das begehrteste Ziel in Europa für asiatische Investoren ist, stieg ihr Engagement auch in Deutschland deutlich.

Investoren aus dem asiatischen Raum nehmen zunehmend weltweite Immobilieninvestments in den Fokus. Nach Angaben von CBRE investierten sie in 2014 weltweit insgesamt 40 Milliarden US-Dollar in Gewerbeimmobilien. Dies entspreche einem Anstieg um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

“Während im Jahr 2013 in erster Linie Büroimmobilien in den sogenannten Gateway Cities im Fokus von asiatischen Investitionen standen, ist die geographische und sektorale Diversifizierung im Jahr 2014 deutlich breiter”, erläutert Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE. Vor allem auf dem deutschen Markt habe sich die Investmentaktivität asiatischer Investoren von 984 Millionen US-Dollar im Jahr 2013 auf 2,373 Milliarden US-Dollar in 2014 erhöht.

London an erster Stelle, andere Metropolen holen auf

London war mit einem Anteil von 17 Prozent laut CBRE das bevorzugte Ziel asiatischer Investoren, während Büroimmobilien die präferierte Assetklasse darstellten.

Dahinter folgten Städte wie Tokyo mit neun Prozent, Sydney mit fünf Prozent sowie Shanghai und New York mit jeweils vier Prozent. Insgesamt sei der Anteil der Top 5-Standorte am gesamten Investitionsvolumen von 59 Prozent in 2013 auf 39 Prozent in 2014 gesunken.

“Hieran ist erkennbar, dass asiatische Investoren ihren Fokus nicht mehr nur auf die Top-Standorte legen”, so Klein. “Städte wie Paris, Los Angeles, San Francisco und Washington werden zunehmend attraktiver.”

Europa bevorzugte Zielregion

Der Immobilienmarkt in der Region EMEA (Europe, Middle East and Africa) weist mit einem Anteil von 13,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 nach Aussage von CBRE weltweit nach wie vor das höchste Volumen für asiatisches Kapital auf.

Das eingesetzte Kapital in dieser Region habe um mehr als 50 Prozent höher gelegen als die Investitionen auf dem gesamten amerikanischen Markt, der 2014 ein Volumen von 8,9 Milliarden US-Dollar verzeichnete.

Neben dem signifikanten Anstieg in Deutschland sei das Wachstum des eingesetzten asiatischen Kapitals auch in Spanien erheblich gewesen. Dort betrug das Investitionsvolumen 522 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg um 100 Prozent im Vergleich zu 2013 entspreche. Auch der italienische Immobilienmarkt habe mit einem Volumen von 451 Millionen US-Dollar in 2014 ein deutliches Wachstum verbucht.

Büroimmobilien am beliebtesten – gefolgt von Hotels

Mit einem Anteil von 54 Prozent (2013: 68 Prozent) investierten im Jahr 2014 asiatische Investoren das meiste Kapital in die Assetklasse Büroimmobilien. Danach folgen Hotelimmobilien mit einem Anteil von 16 Prozent.

Mit insgesamt 11,9 Milliarden US-Dollar kam der größte Teil des asiatischen Kapitals nach Aussage von CBRE aus Singapur. Dahinter folgten China (8,1 Milliarden US-Dollar), Hongkong (6,3 Milliarden US-Dollar), Malaysia (2,1 Milliarden US-Dollar) und Taiwan (1,6 Milliarden US-Dollar).

“Asiatische Investoren interessieren sich zunehmend für den europäischen Markt”, bilanziert Klein. “Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt und Investoren mit ihrem Kapital in weitere europäische Städte vordringen und in ein breiter gelagertes Anlageportfolio investieren, das mehr und mehr Assetklassen umfasst.” (bk)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Finaler Schlag: Allianz setzt sich endgültig gegen die Verbraucherzentrale Hamburg durch

Der Versicherer Allianz hat einen jahrelangen Rechtsstreit gegen die Verbraucherzentrale (VZ) Hamburg endgültig gewonnen. Es ging um die Frage, ob die Onlinewerbung für die Rentenversicherung „Indexselect“ irreführend ist. Die gerichtliche Auseinandersetzung sei beendet, bestätigten Vertreter beider Seiten auf Anfrage von boerse-online.de, dem Online-Portal des Münchener Finanzen Verlages.

mehr ...

Immobilien

Berlin – Büroentwicklungen jenseits der Komfortzone

Am 18. März wurden auf dem Start-up-Portal gründerszene.de gleich zwei Nachrichten veröffentlicht, die aufhorchen lassen. Was dies mit der Wohnsituation zu tun hat. Ein Kommentar von Joshua Abadayev, Geschäftsführer Atrium Development Group.

mehr ...

Investmentfonds

China: Wirtschaft wächst langsamer, Aktienauswahl ist Trumpf

Das Wirtschaftswachstum in China ist im zweiten Quartal 2019 auf 6,2 Prozent gefallen, den niedrigsten Wert seit beinahe dreißig Jahren. Die Regierung versucht, mit zahlreichen stimulierenden Maßnahmen einer weiteren Abschwächung zuvorzukommen – insbesondere angesichts des Handelskonflikts mit den USA. Aber auch in diesem schwierigen Umfeld bieten sich am chinesischen Aktienmarkt einige interessante Anlagechancen.

mehr ...

Berater

Potenzial für Car-Sharing noch nicht ausgeschöpft

Aktuell nutzt fast ein Viertel der Großstädter aktiv Sharing-Angebote für die individuelle Mobilität: 24,6 Prozent von Ihnen gaben in einer aktuellen Befragung von BDO an, in der vergangenen Woche auf entsprechende Autos (13,1 %), Fahrräder (9,9 %) und E-Roller (9,9 %) zurückgegriffen zu haben.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundesregierung plant Verbot von Blind-Pool-Vermögensanlagen

Das Finanz- und das Justiz-/Verbraucherschutzministerium haben ein „Maßnahmenpaket“ vorgestellt, mit dem Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz weiter eingeschränkt und zum großen Teil verboten werden sollen.

mehr ...

Recht

Fliegende Dachziegel – Gebäudeeigentümer musste für Sturmschäden haften

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

mehr ...