Denkmalimmobilien: Viel Nachfrage, wenig Angebot

Investitionen in Seniorenwohnsitze lohnen sich

Wegen des demografischen Wandels sind bereits in den vergangenen zehn Jahren in Städten mit schrumpfender Einwohnerzahl die Preise gefallen. „Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen, weil durch die seit 50 Jahren sinkenden Geburtenraten die Zahl der Einwohner und Haushalte immer weiter zurückgehen wird. Objekte unter Denkmalschutz können sich dieser Entwicklung nicht entziehen“, warnt Thomas Scherer, Gesellschafter des Projektentwicklers Denkmalneu, Forchheim.

Der Immobilienexperte ist der Meinung, dass Objekte in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Frankfurt und München oder in ausgesuchten klein- und mittelgroßen Städten wie Bamberg mit umfangreicher historischer Bausubstanz oder Sanierungsgebieten das größte Wertsteigerungspotenzial bieten. „Orte wie Weimar oder Rothenburg ob der Tauber haben sich bereits seit geraumer Zeit mit ihren prunkvollen alten Fassaden als Seniorenwohnsitze etabliert und verzeichnen steigende Einwohnerzahlen“, sagt Scherer.

Ob Weimar oder Rothenburg ob der Tauber – eines ist sicher: Standorte, deren Kauf- und Mietpreisdynamik immer vergleichbarer mit A-Standorten wird, rücken mehr und mehr in den Fokus der Immobilienunternehmen.

Metropolregionen werden attraktiver

„Insoweit formen sich auf dem Immobilienmarkt Metropolregionen, und das nicht nur um Städte wie München und Hamburg, Köln, Frankfurt und Berlin, sondern gerade auch dort, wo typische Branchen kleiner und mittelständischer Unternehmen florieren und stabile, steigende Einkommen erzielt werden“, erklärt Charles Smethurst, Geschäftsführer von Dolphin-Trust, Langenhagen bei Hannover. In diesen Regionen zeichne sich ein immer größer werdender Wohnungsbedarf ab, was der Denkmalimmobilie als Kapitalanlage hervorragende Chancen eröffne.

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Dolphin Trust revitalisiert Objekt in Hanau

Am begehrtesten seien aber immer noch Denkmalimmobilien in und um die Metropolen Hamburg, München, Berlin, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und Frankfurt. Aus diesem Grund lässt Smethurst derzeit unter dem Projektnamen „Avita“ Objekte im rund 25 Kilometer östlich von Frankfurt gelegenen Hanau sanieren. Es handelt sich um ehemalige Militärgebäude, die in den 1930er- und 1950er-Jahren entstanden und ab 1945 von den in Deutschland stationierten amerikanischen Streitkräften als Wohnhäuser genutzt wurden.

Wohnraum ist heiß begehrt

„Mit dem Umbau der einstigen US-amerikanischen Militäranlage zu einer Wohnanlage im Grünen reagiert die Stadt auf die enorme Nachfrage nach naturnahem Wohnraum rund um Frankfurt am Main, wo sich die Wohnungssuche für viele inzwischen zur Odyssee gestaltet“, sagt Smethurst. In den Gebäuden entstehen 106 Wohnungen zwischen 53 und 127 Quadratmetern. Kaufinteressierte müssen mit Preisen von rund 3.400 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Seite drei: Hohe Nachfrage in Leipzig

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