7. Oktober 2015, 08:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

„Keine Zinswende vor 2016“

Haben die günstigen Konditionen aus Ihrer Sicht zu einer Zunahme der Baufinanzierungen geführt?

Im ersten Halbjahr 2015 liegt das in Deutschland vergebene Baukreditvolumen den Daten der Bundesbank zu Folge um 27 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Diese Zunahme unterscheidet sich stark von den vorangegangenen Jahren, in denen das Neugeschäft laut Bundesbank fast gar nicht wie in 2012 oder nur sehr moderat wie in 2013 und 2014 gewachsen ist: 2014 stieg das Kreditvolumen um lediglich 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, 2013 um 2,9 Prozent. Die große Nachfrage beruht auf nach wie vor sehr guten Rahmenbedingungen für den Immobilienerwerb einerseits und dem Mangel an lukrativen Anlagealternativen andererseits. Das Volumenwachstum der Interhyp Gruppe im ersten Halbjahr 2015 liegt gegenüber dem Zeitraum Januar bis Juni 2014 sogar noch deutlich über dem Marktwachstum. Hier bewähren sich die Investitionen der letzten Jahre in unser Bankpartner-Netzwerk und die Systemarchitektur, wovon auch die Prohyp-Partner profitieren.


Besteht angesichts der günstigen Baufinanzierungszinsen die Gefahr, dass sich Immobilienkäufer übernehmen? Was sollten Berater in der Baufi-Beratung beachten, damit dies nicht geschieht?

Der Mehrwert einer professionellen, nachhaltigen Baufinanzierungsberatung liegt unter anderem darin, durch genaue Analyse der persönlichen Lebenssituation des Kunden herauszufinden, ob potenziell die Gefahr einer Überforderung durch den Kredit bestehen könnte. Eine solide Haushaltsrechnung darf gerade in der gegenwärtigen Zinssituation nicht zu kurz kommen. Leider ist der Mythos, im derzeitigen Zinsumfeld könne sich jeder eine Immobilie leisten, sehr verbreitet und die theoretische Leidensbereitschaft der Kunden teilweise enorm. Wer für die Immobilienfinanzierung jedoch auf Jahrzehnte den berühmten “Gürtel enger schnallen” muss, dem sollte der Vermittler unbedingt zu einem anderen Objekt raten – auch wenn dies der Kunde natürlich im Moment nicht hören will. Zudem sollte jede Finanzierungslösung genügend Flexibilität bieten, um Risiken abfedern zu können, die sich trotz vorbildlicher Planung und Voraussicht nur schwer kontrollieren lassen. Ein typisches Beispiel sind hier etwa Bauverzögerungen, denen man durch Einplanung ausreichender Puffer begegnen kann.

Seite drei: “Vielfältige Motive beim Immobilienerwerb”

1 Kommentar

  1. Ich bin mir sicher das aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung die Zinsen langsam steigen werden

    Kommentar von Jan Lanc — 14. Oktober 2015 @ 16:42

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...