Sylt: Immobilienpreise steigen weiter

Auf der Insel Sylt übersteigt die Nachfrage nach Immobilien das Angebot deutlich. Grossmann & Berger erwartet für 2016 Preiszuwächse von durchschnittlich vier Prozent. Am günstigsten sind Objekte in Hörnum.

Neubauten kommen auf Sylt nur dann auf den Markt, wenn ältere Häuser abgerissen werden.

Im Jahresverlauf 2015 hat Grossmann & Berger für Sylter Wohnimmobilien in allen Lagen und allen Objektklassen einen Anstieg der Kaufpreise um bis zu sechs Prozent beobachtet.

„Unseren Prognosen zufolge werden die Preise 2016 im Durchschnitt um vier Prozent zulegen. Für einzelne Objektklassen in Kampen, Keitum, Archsum und Munkmarsch erwarten wir sogar Steigerungsraten zwischen fünf und sechs Prozent“, sagt Lars Seidel, Geschäftsführer Wohnimmobilien von Grossmann & Berger anlässlich der Veröffentlichung des Marktberichts Sylt 2015/2016.

„Mit dem Marktbericht geben wir Eigentümern erstmals Anhaltspunkte, welche Preise sie 2016 unter den gegebenen Umständen für Eigentumswohnungen, Doppelhaushälften und Einzelhäuser auf Sylt erzielen können.“ Neu an der Analyse sei, dass statt Kaufpreisspannen nun Quadratmeterpreise für Standard-Immobilien angeben würden, um die Vergleichbarkeit zu verbessern.“

Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage

Der Sylter Markt für Wohnimmobilien werde auch 2016 von dem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bestimmt.

Dazu trage vor allem das geringe Neubauangebot bei. „Neubauten kommen auf Sylt nur dann auf den Markt, wenn ältere Häuser abgerissen werden. In dieser Ausprägung gibt es das nirgendwo sonst in Deutschland“, sagt Andreas Gnielka, Bereichsleiter Wohnimmobilien bei Grossmann & Berger.

Wenig Neubau

Nur bei wenigen Projekten, primär in Westerland, würden Neubau-Eigentumswohnungen realisiert. Sie seien zumeist nach kürzester Zeit vermittelt. Neubau-Häuser in bevorzugten Lagen, die auf Grundstücken mit Altbestand nach deren Abbruch errichtet werden, seien rar und in der Regel kurz nach Fertigstellung vermittelt.

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Das Angebot an Bestandsimmobilien dagegen sei verhältnismäßig groß, insbesondere bei Doppelhaushälften und Hausteilen mit unzeitgemäßer Ausstattung.

„Der Schwerpunkt der Nachfrage auf Sylt bewegt sich bei Eigentumswohnungen im Preissegment zwischen 300.000 und 500.000 Euro und bei Häusern und Doppelhaushälften zwischen ein und zwei Millionen Euro“, erläutert Torsten Paulsen, Vertriebsleiter im Shop Kampen.

Seite 2: Kampen am teuersten, Hörnum am günstigsten

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