15. Januar 2015, 12:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Weg mit dem Feinstaub: Ab 2015 gelten strengere Auflagen für Holzöfen

In immer mehr Wohnungen flackert ein wärmendes Feuer. Ältere Öfen entsprechen meist nicht den aktuellen Standards, Käufer von Kaminöfen müssen neuerdings Umweltauflagen beachten.

Kaminofen in Weg mit dem Feinstaub: Ab 2015 gelten strengere Auflagen für Holzöfen

Kaminöfen sind gefragt. Hauseigentümer müssen bei der Wartung gesetzliche Auflagen beachten.

Über 15 Millionen Kamin- und Kachelöfen sorgen laut der BHW Bausparkasse in Deutschland für wohlige Wärme zu Hause und helfen, Heizkosten zu sparen. Jedes Jahr kommen bis zu 400.000 neue Feuerungen hinzu. Allerdings nicht immer zur Freude der Nachbarn, wenn die Feuerstätten im Wohnquartier zu viel Feinstaub in die Luft blasen.

Schärfere Auflagen für Öfen

Die  BHW weist darauf hin, dass die Bundesregierung die Ökoauflagen für Holzöfen deshalb deutlich verschärft hat. Nur noch emissionsarme Geräte dürfen überhaupt in den Handel gelangen. Bis Ende 2014 müssen Öfen, deren Typprüfung zwischen den Jahren 1950 und 1975 erfolgt ist, mit einem Staubfilter nachgerüstet oder ausgewechselt werden. Sie dürfen nicht mehr als 0,15 Gramm Staub pro Kubikmeter und vier Gramm Kohlenmonoxid pro Kubikmeter ausstoßen.

Für Anlagen der Baujahre 1975 bis 1984 endet die Schonfrist Ende 2017, für Anlagen der Baujahre 1985 bis 1994 ist Ende 2020 Schluss. 2024 müssen dann Öfen, die im Zeitraum von 1995 bis 31. März 2010 gefertigt wurden und nicht die Grenzwerte einhalten, ausgetauscht oder nachgerüstet werden.

BHW empfiehlt Austausch der Öfen

In der Regel erfolgt aber ein Austausch, so die BHW. “Neue Öfen stoßen bis zu 85 Prozent weniger Feinstaub aus”, betont Rüdiger Grimmert, Sprecher der BHW.

Moderne Kaminöfen gibt es in unzähligen Varianten – vom schlichten Stahlofen, der im Baumarkt bereits für wenige Hundert Euro erhältlich ist, bis hin zum hochpreisigen Designermodell.

Holz- und Palletöfen

Kaminöfen mit einer Verkleidung aus Stein oder Kacheln sind dabei deutlich energieeffizienter als reine Stahlöfen, denn sie strahlen die Wärme noch recht lange nach dem Erlöschen des Feuers aus, so die BHW. “Wer aber nicht ständig Holzscheite nachlegen möchte, entscheidet sich für einen Pelletkamin­ofen mit vollautomatischer Brennstoffzufuhr”, sagt Grimmert. (st)

Foto: Shutterstock.com

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GKV: Kassen laufen Sturm gegen Spahn-Pläne

Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgesehenen Änderungen bei der Organisation der Kassen stoßen auf vehementen Widerstand bei den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV).

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Immer höhere Darlehen

Die hohen Preise für Objekte an den deutschen Immobilienmärkten treiben auch die Darlehenssummen stetig weiter nach oben. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, berichtet über aktuelle Entwicklungen bei den Baufinanzierungen.

mehr ...

Investmentfonds

Biotechnologie: “Ungebremste Innovationskraft”

Welches sind die größten Risiken bei einer Investition in Biotechnologie und was sollten Anleger beachten? Darüber hat Cash. mit Dr. Ivo Staijen, CFA gesprochen, Manager des HBM Global Biotechnology Fund.

mehr ...

Berater

Wirecard: Softbank als neuer Partner in Fernost

Der Zahlungsabwickler kann nach Berichten über umstrittene Bilanzierungspraktiken gute Nachrichten verkünden: Der Tech-Konzern Softbank investiert 900 Millionen Euro in Wirecard. Er soll den Dax-Kozern als Partner in Fernost unterstützen.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...