20. August 2015, 07:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Wohnungsbau in Deutschland geht am Bedarf vorbei

In deutschen Metropolen entstehen nach einer neuen Studie zu wenige Wohnungen, während auf dem Land zum Teil zu viel gebaut wird.

Wohnungsbau-750-shutt 123013987 in Studie: Wohnungsbau in Deutschland geht am Bedarf vorbei

Der Wohnungsbau geht in vielen Großstädten nur schleppend voran.

Bundesweit seien im vergangenen Jahr rund 245.000 Wohnungen geschaffen worden, erklärte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), das die Studie erstellt hat, am Mittwoch im Köln.

Wenig Wohnungsbau in Großstädten

Nur 66.000 davon seien aber in den Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern entstanden. Geschätzt würden dort deutlich mehr benötigt, nämlich 102.000. Zu viele Wohnungen gibt es dem Institut zufolge hingegen in einigen ländlichen Regionen wie der Eifel, dem Schwarzwald oder Teilen Ostdeutschlands.

Der Studie liegt eine Hochrechnung zugrunde, wie viel neuer Wohnraum künftig wo in Deutschland benötigt wird. Die Autoren schauen sich dabei unter anderem den Zeitraum 2015 bis 2020 an. Mit Blick auf ganz Deutschland kommen sie zu dem Ergebnis, dass der Wohnungsbau dem künftigen Bedarf hinterherhinkt.

Hohe Nachfrage, wenig Angebot

“Aktuell brauchen wir mehr Wohnungen, als wir tatsächlich bauen”, sagte Mitautor Michael Voigtländer. Von 2015 bis 2020 müssten demnach pro Jahr etwa 266.000 Wohnungen gebaut werden – also mehr als zuletzt 2014. Die Lücke hat demnach Auswirkungen auf die Verbraucher. “Das erklärt letztlich, warum die Preise so stark steigen”, sagte Voigtländer.

Besonders groß sind die Probleme in den Großstädten. Nur in wenigen passen Bautätigkeit und Bedarf der Studie zufolge annähernd zusammen – etwa in Düsseldorf, Bremen, Essen und Dortmund. In Berlin, München, Hamburg, Köln oder Frankfurt am Main klaffen hingegen Lücken. Allein Berlin bräuchte demnach bis 2020 jährlich fast 20.000 neue Wohnungen. Gebaut wurden 2014 aber weniger als 9.000.

Seite zwei: Fehlende Bauflächen

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...