28. September 2015, 08:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ansturm der Investoren

Gefährliche Anlagen

Daher werden nach Einschätzung von Moll diejenigen Investments ins Risiko laufen, die auf Liquidation der Werte nach zehn Jahren angelegt sind und bei denen die Nettokaltmieten nur knapp die Annuität erwirtschaften. Aber trotz teilweiser Überhitzung ist Moll überzeugt: “Der überwiegende Markt wird es verkraften, sodass sich die Preise auf niedrigerem Niveau als heute, jedoch immer noch höher als vor fünf Jahren einpendeln werden.”

Üblicherweise werden Preise für Zinshäuser als Vielfaches der Jahresmieteinnahme angegeben. Ein Objekt, das beispielsweise zum 16-Fachen der Jahresmiete zu erwerben ist, würde bei einer Gesamtfläche von 900 Quadratmetern und einer Miete von 9,50 Euro pro Quadratmeter eine Jahresmiete von 102.600 Euro erzielen – der Kaufpreis läge somit bei 1,64 Millionen Euro. Würde dieselbe Immobilie dagegen zum Faktor 18 veräußert, läge der Preis bei 1,85 Millionen Euro. Der Kehrwert ergibt die Bruttorendite des Käufers: Beim Faktor 16 würde er eine Rendite von 6,25 Prozent erzielen.

München ist am teuersten

An der Spitze der Preisentwicklung liegen München, Berlin und Hamburg. Rekordhalter ist München: Dort liegt der durchschnittliche Kaufpreis in guten Wohnlagen nach Angaben von Engel & Völkers (E&V) im Schnitt beim 26,8-Fachen der Jahresmieteinnahme, einem Wert, der noch vor ein paar Jahren kaum für möglich gehalten wurde. Obwohl dies lediglich einer Bruttorendite von 3,7 Prozent entspricht, ist die Nachfrage der Käufer ungebrochen.

In guten Lagen von Hamburg wird im Schnitt das 22-Fache gezahlt, was einer Rendite von 4,5 Prozent entspricht. Deutlich aufgeholt hat auch Berlin, das vor einigen Jahren noch ein moderates Preisniveau aufwies. Laut E&V werden Zinshäuser in guten Lagen dort mittlerweile ebenfalls zum 22-Fachen der Jahresmiete gehandelt. (bk)

Foto: Shutterstock.com

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

„Unsere Geschäftsstrategie geht auf“- Continentale mit ausgezeichneter Bilanz

Die Continentale Versicherungsgruppe hat ihre Bilanzzahlen für 2019 veröffentlicht. Dank eines Zuwachses von 3,8 Prozent überstiegen die Beitragseinnahmen mit 4,02 Milliarden Euro im selbst abgeschlossenen Geschäft zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte die Marke von vier Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

Servicewohnen für Senioren: Der zweite Boom der Babyboomer

Die Geschichte der Babyboomer ist eine Erfolgsstory. Geboren in den Jahren des Wirtschaftswunders, sorgten sie in den vergangenen Jahrzehnten für eines der wirtschaftlich stärksten und politisch stabilsten Länder der Welt. Auch deshalb zählt diese Generstion zu den wohlhabendsten der Geschichte. Doch in den 2020er Jahren werden die Babyboomer in eine neue Phase ihres Lebens und größtenteils in den Ruhestand treten. Daraus ergeben sich gute Chancen für Privatinvestoren, die in Immobilien investieren möchten. Ein Beitrag von Dr. Michael Held, Vorstandsvorsitzender der Terragon AG

mehr ...

Investmentfonds

Fidelity bringt neue Nachhaltigkeits-ETFs

Fidelity International (Fidelity) erweitert seine Palette an Nachhaltigkeitsfonds mit der Auflegung von drei aktiv verwalteten ESG-ETFs.

mehr ...

Berater

BaFin untersagt öffentliches Angebot von Inhaber-Teilschuldverschreibungen

Die Finanzaufsicht BaFin hat das öffentliche Angebot von Inhaber-Teilschuldverschreibungen mit der Bezeichnung „ADCADA.healthcare Bond“ der ADCADA.healthcare GmbH durch die adcada GmbH untersagt. Es ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen mit der Behörde aneinander gerät.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kabinett beschließt Grundlage für Ausbau der Windkraft auf See

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine gesetzliche Grundlage für einen stärkeren Ausbau der Windkraft in Nord- und Ostsee auf den Weg gebracht. Geplant ist, das Ausbauziel von 15 Gigawatt auf 20 Gigawatt Leistung bis 2030 anzuheben.

mehr ...

Recht

Rechtsschutzversicherung: Deckungszusage unter Vorbehalt

Das OLG Braunschweig hat sich im Rahmen von Deckungszusagen von Rechtsschutzversicherungen mit der Frage zu befassen gehabt, ob ein Widerruf einer Kostendeckungszusage wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Versicherungsfalles durch den Versicherungsnehmer zulässig ist (OLG Braunschweig, Beschluss vom 4.März 2013 – 3 U 89/12). Gastbeitrag von Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke

mehr ...