26. Oktober 2016, 08:46
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Wohn-Riester: Clevere Optimierung des Bausparens

Die beim Bausparen angesammelten Sparbeträge werden für Neubau, Kauf, Umbau und Modernisierung von Immobilien eingesetzt – der “Wohn-Riester” unterstützt potenzielle Immobilienkäufer zusätzlich.

Gastbeitrag von Bernd Hertweck, Wüstenrot Bausparkasse

Bausparförderung

Bernd Hertweck: “Bausparen dient vorrangig zum Aufbau eines soliden Eigenkapitalstocks.”

Dem Bausparen kommen als Baustein im Rahmen von Immobilienfinanzierungen eine Reihe originärer Produktvorteile zugute.

Zu nennen sind zum Beispiel seine Zinssicherheit, die Flexibilität in der Spar- und Darlehensphase sowie kostenfreie Sondertilgungsmöglichkeiten des Bauspardarlehens und seine nachrangige Absicherung im Grundbuch.

Ideal für Einkommensschwache und junge Menschen

Doch das Bausparen bietet noch weitere Pluspunkte. So kommen insbesondere einkommensschwächere und junge Menschen in den Genuss seiner staatlichen Förderung – sofern bestimmte
Einkommensgrenzen nicht überschritten werden – durch Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und vermögenswirksame Leistungen.

Ihnen soll so der Weg hin zum Vermögensaufbau und zur privaten Altersvorsorge über selbstgenutztes Wohneigentum geebnet werden. Zu nennen ist hier ferner die Riester-Förderung des Bausparens, die einem noch weit größeren Berechtigtenkreis und damit weiten Bevölkerungsteilen offen steht.

Vorteilhafte Finanzierungsbausteine

Der Riester-Bausparvertrag und das Riester-Darlehen stellen vorteilhafte Finanzierungsbausteine dar, die es Immobilien-Interessenten ermöglichen, die staatliche Förderung für ihren Weg ins eigene Haus oder die selbstbewohnte Eigentumswohnung zu nutzen.

Die Förderung kann sich durchaus sehen lassen: 154 Euro Grundzulage zahlt der Staat jährlich für Alleinstehende, Verheiratete erhalten das Doppelte. Hinzu kommen 185 Euro Kinderzulage für
jedes kindergeldberechtigte Kind, für Kinder ab dem Geburtsjahrgang 2008 sogar 300 Euro.

Die zu erbringende Sparrate, um die volle Zulagenförderung zu erhalten, liegt bei vier Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens. Bis zu 2.100 Euro Einlagen können so jährlich gefördert werden.

Seite zwei: Früher Abschluss lohnt sich

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5 Kommentare

  1. Wunderbare Werbung; Allerdings: Werden die Kunden bei aller Bauspareuphorie auch darüber informiert, das sie im Alter nicht nur KEINE Riesterrente bekommen, sondern auch darauf noch Steuern zahlen müssen ? Ist aber doch gar nicht schlimm, sofern sie ihr Haus aus Pfefferkuchen gebaut haben. Dann können sie dieses wenigstens aufessen.

    Kommentar von Nils Fischer — 27. Oktober 2016 @ 10:13

  2. Mit dem Riester-Bausparen ist es wie mit normalem Bausparen: Bausparen ist Mathematik. Entweder es rechnet sich oder es rechnet sich nicht. Artikel wie dieser, die nach dem Motto gestrickt sind, man soll immer die Wahrheit sagen, es muss ja nicht die ganze Wahrheit sein, sind wenig hilfreich.

    Kommentar von Josef Jehnen — 27. Oktober 2016 @ 07:57

  3. Das der Autor als Repräsentant einer Bausparkasse sein Produkte über den Klee loben muss ist nachvollziehbar.

    Nur geht das an einer objektiven Beratung vorbei. Solche Artikel bestätigen mich in meinen Wechsel in die Honorar-Immobiliardarlehnsberatung.

    Ich muss nicht, der Provision willen, meine Beratung einseitig aufziehen. Es gibt Punkte die für solche Produkte sprechen. Es gibt jedoch auch genügend Punkte die dagegen sprechen.

    Nur wenn alle Seiten beleuchtet sind ist der Verbraucher in der Lage sich eine Meinung zu bilden.

    Kommentar von Michael W. Beyer — 26. Oktober 2016 @ 20:02

  4. Sehr geehrte Damen und Herren,

    was mich als Finanzierungsprofi wirklich an diesen Publikationen zu Riester-Bausparen stört ist die permanente Übergehung des entstehenden etwaigen “Besteuerung” nicht vorhandener Rentenbezüge.

    Bei einer Riester-Rente bekommt der Kunde eine Rente und muss etwas von seiner Rente (Steuer) abgeben und hat danach noch immer noch ein Renteneinkommen.

    Bei Riester-Bausparen hat der Kunde keine Rente und muss von dieser eine Steuer abgeben.

    Unabhängig wie diese Tatsache vom Kunden und/oder Berater gesehen wird…warum wird diese IMMER weggelassen.

    Der Gesetzgeber hat die Wohnimmobilienkreditrichtlinie umgesetzt, weil er eine bessere Beratung für den Verbraucher erzwingen möchte, viele der Berater (Banken, Bausparkassen, Finanzmakler), schreien um Hilfe und wir BESTÄTIGEN mit solchen “halben” Veröffentlichungen, dass wir sehr wohl solche Gesetze benötigen…

    Ich finde dies wirklich unmöglich.

    Robert Buncic

    Kommentar von Robert Buncic — 26. Oktober 2016 @ 16:54

  5. Bausparen gut und schön. Doch der Focus auf Bausparen und Riestern ist ziemlich einseitig. Die Begrenzungen und Nachteile werden von Herrn Hertweck ausgeblendet.

    Kommentar von RB — 26. Oktober 2016 @ 10:48

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