26. Oktober 2016, 08:46
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Wohn-Riester: Clevere Optimierung des Bausparens

Wer sich schon in jungen Jahren für den Wohn-Riester entscheidet, profitiert extra: Denn Zulageberechtigte, die zu Beginn des Kalenderjahres des Vertragsabschlusses das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhalten im ersten Beitragsjahr einen sogenannten Berufseinsteiger-Bonus, eine einmalig um 200 Euro erhöhte Grundzulage.

Die Förderung in Form des Wohn-Riesters ist sowohl während der Sparphase als auch während der Darlehensphase des Bausparens möglich. In der Sparphase unterstützt sie den Guthabenaufbau, beschert dem Sparer in der Niedrigzinsphase eine erfreuliche Rendite und beschleunigt die Zuteilung des Vertrags.

In der Darlehensphase können die Fördermittel eingesetzt werden, um die Tilgung zu erhöhen und so die Laufzeit des Kredits bei gleichem Einsatz eigener Mittel zu verkürzen.

Bausparen auch bei Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen

Die Stiftung Warentest (Finanztest) hat hierfür den Begriff “Tilgungsturbo” geprägt. Wohn-Riester-Bauspartarife von Wüstenrot, dem Erfinder des Bausparens, sind in den zurückliegenden Jahren immer wieder in unabhängigen Tests positiv bewertet worden.

Eine unverzichtbare Stütze ist das Bausparen aber auch für Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand. Im Rahmen der von der Bundesregierung ausgerufenen Energiewende kommt gerade den privaten Immobilien und deren energetischer Sanierung eine Schlüsselrolle zu. Zwei Drittel aller Baugelder, die die privaten Bausparkassen ihren Kunden auszahlen, fließen inzwischen bereits in Maßnahmen an bestehenden Gebäuden.

Wirksame Modernisierungsmaßnahmen zur Energieeinsparung wie Dach- und Fassadendämmung, Austausch der Fenster oder veralteter Heizungsanlagen schlagen in der Regel mit einem Investitionsaufwand von bis zu 50.000 Euro zu Buche, was exakt der Größenordnung einer typischen Bausparfinanzierung entspricht.

Der Bausparvertrag ist für derartige Finanzierungen oftmals erste Wahl, dient er doch vielen Eigenheimbesitzern als ideales Vorsorgeprodukt für zukünftig anfallende Modernisierungs-
und Renovierungsmaßnahmen.

Autor Bernd Hertweck ist Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG.

Foto: W&W

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5 Kommentare

  1. Wunderbare Werbung; Allerdings: Werden die Kunden bei aller Bauspareuphorie auch darüber informiert, das sie im Alter nicht nur KEINE Riesterrente bekommen, sondern auch darauf noch Steuern zahlen müssen ? Ist aber doch gar nicht schlimm, sofern sie ihr Haus aus Pfefferkuchen gebaut haben. Dann können sie dieses wenigstens aufessen.

    Kommentar von Nils Fischer — 27. Oktober 2016 @ 10:13

  2. Mit dem Riester-Bausparen ist es wie mit normalem Bausparen: Bausparen ist Mathematik. Entweder es rechnet sich oder es rechnet sich nicht. Artikel wie dieser, die nach dem Motto gestrickt sind, man soll immer die Wahrheit sagen, es muss ja nicht die ganze Wahrheit sein, sind wenig hilfreich.

    Kommentar von Josef Jehnen — 27. Oktober 2016 @ 07:57

  3. Das der Autor als Repräsentant einer Bausparkasse sein Produkte über den Klee loben muss ist nachvollziehbar.

    Nur geht das an einer objektiven Beratung vorbei. Solche Artikel bestätigen mich in meinen Wechsel in die Honorar-Immobiliardarlehnsberatung.

    Ich muss nicht, der Provision willen, meine Beratung einseitig aufziehen. Es gibt Punkte die für solche Produkte sprechen. Es gibt jedoch auch genügend Punkte die dagegen sprechen.

    Nur wenn alle Seiten beleuchtet sind ist der Verbraucher in der Lage sich eine Meinung zu bilden.

    Kommentar von Michael W. Beyer — 26. Oktober 2016 @ 20:02

  4. Sehr geehrte Damen und Herren,

    was mich als Finanzierungsprofi wirklich an diesen Publikationen zu Riester-Bausparen stört ist die permanente Übergehung des entstehenden etwaigen “Besteuerung” nicht vorhandener Rentenbezüge.

    Bei einer Riester-Rente bekommt der Kunde eine Rente und muss etwas von seiner Rente (Steuer) abgeben und hat danach noch immer noch ein Renteneinkommen.

    Bei Riester-Bausparen hat der Kunde keine Rente und muss von dieser eine Steuer abgeben.

    Unabhängig wie diese Tatsache vom Kunden und/oder Berater gesehen wird…warum wird diese IMMER weggelassen.

    Der Gesetzgeber hat die Wohnimmobilienkreditrichtlinie umgesetzt, weil er eine bessere Beratung für den Verbraucher erzwingen möchte, viele der Berater (Banken, Bausparkassen, Finanzmakler), schreien um Hilfe und wir BESTÄTIGEN mit solchen “halben” Veröffentlichungen, dass wir sehr wohl solche Gesetze benötigen…

    Ich finde dies wirklich unmöglich.

    Robert Buncic

    Kommentar von Robert Buncic — 26. Oktober 2016 @ 16:54

  5. Bausparen gut und schön. Doch der Focus auf Bausparen und Riestern ist ziemlich einseitig. Die Begrenzungen und Nachteile werden von Herrn Hertweck ausgeblendet.

    Kommentar von RB — 26. Oktober 2016 @ 10:48

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