28. April 2016, 08:27
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Einzelhandelsimmobilien: „Winds of Change“ im europäischen Retail-Sektor

Der Einzelhandelssektor erlebt seit einigen Jahren einen großen Umbruch aufgrund der Geschwindigkeit der Veränderung von weltweiten Konsumtrends. Die Kapitalwerte von Premium-Einzelhandelsimmobilien sind trotzdem deutlich gewachsen. Gastbeitrag von Cécile Blanchard, La Française Real Estate Partners

Cecile-blanchard-la-francaise in Einzelhandelsimmobilien: „Winds of Change“ im europäischen Retail-Sektor

“Es könnte nicht mehr auf dem Spiel stehen für Volkswirtschaften, deren BIP-Wachstum weitgehend auf dem privaten Konsum beruht.”

Die Explosion des Internets hat das Wachstum des Online-Shoppings an jedem Platz und zu jeder Zeit über mehrere Kanäle ermöglicht. Diese Revolution betrifft nicht nur die Millennials, sondern die gesamte Bevölkerung.

Die Internetverkäufe wachsen durchschnittlich um 15 Prozent jährlich und sollten laut der Ecommerce Foundation 2016 in Europa die Marke von 500 Milliarden Euro erreichen, wobei das Vereinigte Königreich den Markt mit einem Gesamtanteil von 30 Prozent dominiert.

E-Commerce legt weiter zu

2014 gab es in Frankreich laut FEVAD (dem Verband der E-Commerce- und Versandhändler) 700 Millionen Online-Transaktionen mit einem Umsatz von fast 60 Milliarden Euro. Prognosen gehen davon aus, dass 2015 die Einkäufe auf Handys und Tablets um 60 Prozent gestiegen sind. Der E-Commerce legt weiter stark zu und wird zunehmend Teil des Alltagslebens.

Die veränderten Konsumgewohnheiten führen auch zu veränderten Strategien der Einzelhändler. Es hat sich ein Wettbewerb zwischen physisch und online herausgebildet, wobei sich die Vertriebswege auch ergänzen können.

Shopping-Erlebnis vor Ort weiterhin gefragt

Das Einzelhandelsangebot wird immer homogener, da Städte die Erreichbarkeit verbessern, um die Menschen in zentrale Einkaufsviertel zu locken. All diese Standorte weisen eine ziemlich einheitliche Mischung von Marken auf, die ähnliche Produkte verkaufen. Der E-Commerce verschlimmert diese Entwicklung noch, weil Online-Waren zwecks einfacher Identifizierung für Interneteinkäufer standardisiert werden.

Zugleich fordern die Verbraucher eine erhöhte Personalisierung des Shopping-Erlebnisses, vor allem durch die Bereitstellung von ergänzenden Dienstleistungen. Die Entstehung von „Concept Stores“, in denen verschiedene Produkte zu einem bestimmten Thema an einem Ort zusammengelegt werden und oft Shopping und Gastronomie kombiniert wird, stellen eine Reaktion auf diese Anforderungen dar. Die neuen Entwicklungen haben zu einem Wachstum des „Destination Retailing“ geführt, wo Entdeckung und Genuss Vorrang vor den Kosten haben.

Trotz des schwachen Einzelhandelswachstums in Europa hat der Anstieg beim Online-Einzelhandel zu einem Rückgang des Instore-Sales geführt. Die Auslastungs-Kosten-Verhältnisse (Instore-Umsatz geteilt durch Mietpreis) steigen schnell an. Dies schwächt die Position der Einzelhändler und zwingt Vermieter, erhebliche Mietanpassungen vorzunehmen.

Seite 2: Sekundäre Zonen verlieren – Top-Zonen gewinnen

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