Anzeige
3. August 2016, 08:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Empirica: Ungebannte Blasengefahr

Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen am Wohnungsmarkt dürfte die Blasengefahr noch lange nicht gebannt sein: Auf der Angebotsseite wirkt das weiterhin knappe Grundstücksangebot restriktiv, auf der Nachfrageseite dürfte der Brexit eher expansiv wirken.

Haus-blase-housing-bubble-immobilienblase-shutterstock 310611053-Kopie in Empirica: Ungebannte Blasengefahr

Nach Angaben von Empirica ist die Blasengefahr noch lange nicht gebannt, im Vergleich zum Vorquartal sei sie gestiegen.

Der Empirica-Blasenindex gewinnt nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts gegenüber dem Vorquartal 0,01 Punkte hinzu und macht damit einen weiteren Schritt Richtung Grenzgebiet des blasenlosen Referenzniveaus aus dem Jahr 2004.

Getrieben werde diese Entwicklung vor allem durch die Einzelindizes “Preis-Einkommen” (plus 0,03 Punkte) und “Vervielfältiger” (plus 0,02 Punkte): die Kaufpreise steigen also schneller als die Einkommen und die Mieten. Damit sei der Weg bereitet, Vervielfältiger und PreisEinkommens-Relationen auch künftig weiter in die Höhe zu treiben.

Wachstums- und Schrumpfungsregionen

Der Gesamtindex in Wachstumsregionen, in denen der Einwohnerzuwachs von 2007 bis 2012 über einem Prozent liegt, entferne sich durch überproportional steigende Vervielfältiger und Preis-Einkommens Relationen mit einem Zuwachs von 0,03 Punkten gegenüber dem Vorquartal vom blasenlosen Referenzniveau.

Die Blasengefahr in Schrumpfungsregionen, die von 2007 bis 2012 mehr als einen Prozent ihrer Einwohner verloren, stagniere nahezu. Lediglich die Preis Einkommens Relation verschlechtert sich hier um 0,01 Punkte. Die Gefahr in Stagnationsregionen steige dagegen weiter an (plus 0,02 Punkte gegenüber dem Vorquartal), allerdings weniger schnell als in Wachstumsregionen. 

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Stadtblasen in Empirica: Ungebannte Blasengefahr

Großstädte

Gegenüber dem Vorquartal steige die Blasengefahr in Dresden und sinke in Dortmund. Für acht der zwölf betrachteten Großstädte indiziert Empirica, wie schon im Vorquartal, damit einmal mehr eine “eher hohe” Blasengefahr.

In Essen und erstmals auch in Dresden sei die Gefahr “mäßig hoch”, in Leipzig “eher gering” und in Dortmund jetzt nur noch “sehr gering”.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Bundesblasen in Empirica: Ungebannte Blasengefahr

Verteilung “Vervielfältiger”

Mieten und Kaufpreise wachsen laut Empirica in 209 von 402 Landkreisen/kreisfreien Städten nicht mehr im Gleichklang. Im Vorquartal sei dies in 204 Städten der Fall gewesen, vor drei Jahren lediglich in 111.

Verteilung “Preis-Einkommen” und “Fertigstellungen”

In 109 Kreisen seien die Kaufpreise auch den Einkommen enteilt (Vorquartal 104, vor drei Jahren 23). In 14 Kreisen würden zu viele Wohnungen gebaut, dies entspreche dem Wert des Vorquartals. Vor drei Jahren habe der Wert bei sechs Kreisen gelegen.

Im Ergebnis indiziere der Empirica Blasenindex für 140 Kreise eine mäßige bis hohe Blasengefahr, neun Kreise mehr als im Vorquartal. Vor drei Jahren seien 34 Kreise von einer mäßig bis hohen Blasengefahr betroffen gewesen. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Incentives Zusatzkrankenversicherung – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...

Immobilien

Wohn-Riester: Das müssen Sie wissen

Bauherren und Käufer von selbstgenutztem Wohneigentum können sich bei einer Wohn-Riester geförderten Finanzierung oft Vorteile von mehreren Zehntausend Euro sichern. Dennoch lassen immer noch viele die staatliche Unterstützung ungenutzt. Oft aus purer Unwissenheit. Laut aktueller LBS-Riester-Umfrage haben sich mehr als 60 Prozent der Menschen noch nicht mit der Riester-Förderung beschäftigt, mehr als 40 Prozent wissen nicht, ob sie förderberechtigt sind.

mehr ...

Investmentfonds

Ende des Handelskriegs?

China wählt einen ungewöhnlichen Weg, um den Handelsstreit mit den USA zu beenden. Nach Berichten des Nachrichtenportals “Bloomberg” will das Land US-Waren kaufen, um das Defizit auszugleichen. Das Angebot sei bereits von Anfang Januar.

mehr ...

Berater

Recruiting: Mit Jobstory die Richtigen finden

Die Suche nach Mitarbeitern ist nichts anderes als die Suche nach einem Lebenspartner. Wie kann dieses Unterfangen erfolgreich gestaltet werden?

Gastbeitrag von Hans Steup, Versicherungskarrieren

mehr ...

Sachwertanlagen

Kapital in zehn Jahren fast verfünffacht

Die Paribus-Gruppe hat die Fondsimmobilie des SCM Capital GmbH & Co. KG Renditefonds V – Hamburg Wohnen sowie abgespaltene Grundstücksteile verkauft. Der Gesamtrückfluss an die Fondsanleger ist beachtlich.

mehr ...

Recht

BVI: Studie bestätigt Kostentransparenz bei Fonds

Der deutsche Fondsverband BVI bewertet die jüngste ESMA-Studie zu Kosten und Wertentwicklung von Finanzprodukten für Privatanleger positiv.

mehr ...