14. Juli 2016, 08:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gleichgewicht auf dem Wohnimmobilienmarkt?

Seit zweieinhalb Jahren steigen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen nunmehr schneller als die Mieten. Der Markt mag dennoch im Gleichgewicht sein, denn die Zinsen sinken. Das geht aus dem Empirica Immobilienpreisindex für das zweite Quartal 2016 hervor.

Immobilienblase in Gleichgewicht auf dem Wohnimmobilienmarkt?

Trotz stärkeren Preis- als Mietanstiegen scheint der Immobilienmarkt, unter der Annahme sinkender Zinsen, im Gleichgewicht. Ein Zinsanstieg kann zu fallenden Preisen führen.

Kommt der Zinsanstieg, müsse eine Anpassung des Wohnimmobilienmarktes erfolgen: Entweder die Preise sinken oder die Mieten steigen – so die Einschätzung von Empirica. Letzteres dürfte ein vergrößertes Wohnungsangebot und eine (funktionierende) Mietpreisbremse erschweren.

Preisrückgang wahrscheinlich?

Wahrscheinlicher sei daher, dass die Preise sinken. Der bundesweite Vorsprung der Eigentumswohnungs-Preise über den Mieten liege nunmehr bei zehn Prozent. Das könnte die Richtschnur für ein rechnerisches Rückschlagpotenzial sein.

In den Top-sieben Städten läge die Überbewertung dann bei 27 Prozent, in den Schrumpfungsregionen bei minus acht Prozent. Kreisfreie Städte insgesamt hätten mit 18 Prozent ein größeres Rückschlagpotenzial als die Landkreise mit vier Prozent. Aber das sei Zukunftsmusik. Im zweiten Quartal 2016 seien die Kaufpreise weiter gestiegen und ein weiteres Mal stärker als die Mieten.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Empirica in Gleichgewicht auf dem Wohnimmobilienmarkt?

Leichter Anstieg bei Angebotsmieten

Der Index inserierter Angebotsmieten klettere auch in diesem Quartal weiter nach oben. Gegenüber dem ersten Quartal 2016 seien die Mietpreise deutschlandweit um 0,6 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich betrage der deutschlandweite Anstieg 3,1 Prozent. Seit Beginn der Zeitreihe im ersten Quartal 2004 haben die Neubaumieten laut Empirica deutschlandweit um 22,1 Prozent zugelegt.

Eigentumswohnungen verteuern sich

Auch im aktuellen Quartal werde der Anstieg der Kaufpreise für neugebaute Eigentumswohnungen nicht gebremst. Die Kaufpreise würden deutschlandweit 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorquartals liegen. Im Vorjahresvergleich seien sie deutschlandweit somit um 6,7 Prozent gestiegen.

Seit Beginn der Zeitreihe seien die inserierten Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen deutschlandweit um 30,2 Prozent gestiegen.

Aufschwung auf dem Häusermarkt

Der Aufschwung auf dem Häusermarkt setze sich unvermindert fort. Die inserierten Kaufpreise neuer Ein- und Zweifamilienhäuser seien bundesweit um 1,3 Prozent gegenüber dem letzten Quartal gestiegen. Im Jahresvergleich hätten die Preise somit bundesweit um 7,4 Prozent zugelegt. Seit Beginn 2004 seien die inserierten Kaufpreise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser deutschlandweit somit um 18,1 Prozent gewachsen. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Erstklassiger Lösungsanbieter für hybrides Maklermodell

Anleger, Vorsorgesparer und Versicherungskunden favorisieren zunehmend Makler, die sowohl fachliches Know-how als auch digitale Angebote und Dienstleistungen bereitstellen. Als überzeugter Fürsprecher des hybriden Beratungsmodells bietet die BCA AG ein umfassendes digitales Serviceangebot und vertriebsunterstützende Dienstleistungen, die den Beratungs- und Organisationsalltag eines Maklers deutlich entlasten.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Negativzinsen: Mehr als 300 Banken und Sparkassen erheben Strafzinsen auf Einlagen

Die Negativzins-Welle, die im Moment auf Sparer zurollt, hat in den vergangenen Wochen deutlich an Dynamik gewonnen. Allein im Oktober haben bislang mehr als 20 Banken und Sparkassen ein sogenanntes Verwahrentgelt für private Einlagen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto eingeführt. Seit Jahresanfang sind rund 150 Geldhäuser diesem Schritt gefolgt.

mehr ...

Berater

Konsolidierung mit Kapital und Köpfen

Suchten Makler in der Vergangenheit Anschluss an einen Pool oder wollten zu einem anderen wechseln, lenkten sie den Blick meist auf die Provisionstabellen. Wettbewerb lief vor allem über die Vergütung und Produktpalette. Diese Zeiten sind vorbei. Natürlich spielen beide Kriterien noch eine Rolle, aber die entscheidende Frage lautet: Wie bewältigt der Pool des Vertrauens die Herausforderungen, die wegen der enorm schnellen und einschneidenden technischen Entwicklung entstehen?

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...