Anzeige
31. März 2016, 07:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Flüchtlingszustrom bringt für die Immobilienwirtschaft Chancen

Alleine im vergangenen Jahr kamen rund 900.000 Flüchtlinge nach Deutschland, um hier Asyl zu beantragen. Vor diesem Hintergrund analysiert die 19. Ausgabe des Quantum Focus die Struktur des Flüchtlingszustroms und deren immobilienwirtschaftliche Konsequenzen.

Neubau in Flüchtlingszustrom bringt für die Immobilienwirtschaft Chancen

Quantum rechnet mit einem Mehrbedarf von 185.000 Wohnuneinheiten.

Die Studie der Research Unit der Quantum Immobilen AG diskutiert auf 27 Seiten, wie die Zuwanderung insbesondere in deutschen Großstädten die Nachfrage nach günstigem Wohnraum verstärkt und durch Beschäftigung und Konsum der Asylberechtigten auch der gewerbliche Immobilienmarkt beeinflusst wird.

Die Studie prognostiziert, dass rund 1,1 Millionen der 2015 und 2016 ankommenden Flüchtlinge als Asylberechtigte mittel- bis langfristig in Deutschland bleiben und so voraussichtlich für einen zusätzlichen jährlichen Bedarf von rund 185.000 Wohneinheiten sorgen werden.

Konzentration auf Metropolen

Die Wohnungsnachfrage werde sich dabei auf die Metropolen und Großstädte konzentrieren, die bereits heute als angespannte Wohnungsmärkte gelten. Für Hamburg berechnet die Prognose beispielsweise einen Zuzug von 52.000 Personen. Geht man von einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von drei Personen aus, würden über 17.000 Wohneinheiten für die Asylberechtigten fehlen. Mit Ausnahme von Essen und Dortmund seien in Großstädten leerstehende Wohnungen, die einen gewissen Anteil des Bedarfs decken könnten, nicht verfügbar.

Für die gewerblichen Immobilienmärkte sei die Integration der anerkannten Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt maßgeblich. Die Mehrzahl Flüchtlinge habe allerdings eine geringe Qualifikation und werde nur langsam in Arbeit kommen. Die Effekte für die Bürobeschäftigung würden daher kurz- bis mittelfristig weniger stark sein.

Umnutzung reduziert Leerstand

Sehr viel stärker würde sich aber die Umwidmung von leerstehenden Gewerbeimmobilien und der Verwaltungsausbau zur Bewältigung der Flüchtlingskrise auf die Büromärkte auswirken. So würden viele dauerhaft leerstehende Bürogebäude zur Unterbringung der Flüchtlinge langfristig durch die Städte angemietet, wodurch sich der Leerstand deutlich reduziere.

Auch im Einzelhandel seien Nachfrageimpulse durch die Zuwanderung beobachtbar, die insbesondere auf das untere Preissegment wie Discounter oder preisorientierte Textilanbieter gerichtet seien.

Nachfrageimpulse durch Einwanderung

“Trotz aller Schwierigkeiten und Herausforderungen bringt der Flüchtlingszustrom für die Immobilienwirtschaft vor allem Chancen mit sich: Mehr Einwohner bedingen eine höhere Wohnungsnachfrage, einen zusätzlichen Einzelhandelskonsum und zumindest langfristig auch ein Beschäftigtenwachstum”, so Dr. Andre Scharmanski, Leiter Quantum Research. (kl)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

AfW begrüßt neues Fördermitglied

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, hat sich der Lebensversicherer Canada Life Assurance Europe dem Kreis der Fördermitglieder des Verbands angeschlossen. Die Gesellschaft ist demnach bereits seit dem 1. Mai 2017 Förderer des AfW.

mehr ...

Immobilien

Großstädte: Bevölkerungszahlen wachsen weiter – Wohnungsmangel bleibt

Die Einwohnerzahlen in den deutschen Großstädten legen weiter zu, so das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Mittlerweile lebten fast fünf Prozent mehr Menschen dort als noch im Jahr 2010. Dies habe Konsequenzen für die Wohnungspolitik.

mehr ...

Investmentfonds

Reformen in Argentinien als Balanceakt

Auf der Suche nach attraktiven Renditen ist seit Jahresbeginn viel Geld in die Schwellenländer geflossen. Zuletzt fand eine Anleihe Argentiniens mit einer Laufzeit von 100 Jahren reißenden Absatz. Das Reformprogramm von Präsident Mauricio Macri scheint erste Früchte zu tragen. Gleichzeitig ist noch ein weiter Weg zu gehen.

mehr ...
21.07.2017

Trendwende bei Gold

Berater

Conceptif meldet Erlösplus

Die Hamburger Conceptif-Gruppe hat eigenen Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2016 von der anhaltend positiven Marktentwicklung bei privaten und gewerblichen Sachversicherungen profitiert. Demnach konnte die Gruppe deutliche Zuwächse bei den Umsatzerlösen und beim Ergebnis erzielen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbeteiligung: Was geschieht bei Tod des Anlegers?

Das durchschnittliche Alter von Fondsinvestoren ist vergleichsweise hoch. Daher sind Erbfälle mit Anteilen an geschlossenen Fonds keine Seltenheit. Was geschieht jedoch mit einer Fondsbeteiligung im Todesfalle eines Anlegers?

mehr ...

Recht

Risiko Erben: Sehr früh an sehr viel später denken

In Deutschland werden laut einer aktuellen Studie immer größere Vermögenswerte an die nächste Generation übergeben. Eine Beschäftigung mit dem Thema sollte aber nicht bis zur allerletzten Minute aufgeschoben werden.

mehr ...