Immobilienfinanzierung auf „Pfad der Erholung“

KPMG hat im Rahmen seines aktuellen Property Lending Barometers 100 Banken in 21 europäischen Ländern zur Kreditvergabe im Bereich der Immobilienfinanzierung befragt. 90 Prozent der Banken haben ihre Tätigkeit konstant gehalten oder ausgeweitet.

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Europäische Banken weiten ihre Immobilieninvestitionen tendenziell aus. Die Qualität ihrer Portfolios leidet dabei jedoch unter dem zunehmenden Angebotsmangel.

90 Prozent aller Banken haben laut KPMG in den führenden und etablierten Märkten Europas ihre Aktivitäten im Bereich der Immobilienfinanzierung im Vergleich zum Vorjahr mindestens konstant gehalten oder sogar ausgeweitet.

Dabei liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Finanzierung von vermieteten Immobilien. So das Ergebnis des Property Lending Barometer, einer KPMG-Umfrage unter rund 100 Banken in 21 europäischen Ländern.

Objektmangel mindert Qualität der Kreditportfolios

Nach Ansicht der befragten Banken beeinflusst – neben den vorherrschenden makroökonomischen Bedingungen auf dem jeweiligen lokalen Markt – vor allem der Mangel an hochwertigen Immobilien die Qualität der Kreditportfolios ganz entscheidend. Diese könnte aufgrund des Mangels an sogenannten Core-Immobilien somit absehbar sinken. Darüber hinaus würden anhaltende geopolitische Unsicherheiten und die eventuellen wirtschaftlichen Folgen bei den Beteiligten für einen zurückhaltenderen Ausblick als noch vor einem Jahr sorgen.

Sven Andersen, Partner im Bereich Deal Advisory bei KPMG: „Es ist sehr erfreulich, dass fast alle Banken in den Immobilienmärkten Europas ihre Immobilienfinanzierungen ausgeweitet haben. In den führenden und etablierten Immobilienmärkten besteht jedoch ein immer größer werdender Mangel an hochwertigen Immobilien. Daher kommt es darauf an, welche Risiken die Banken einzugehen bereit sind, etwa durch Projektentwicklungen, Finanzierungen an sogenannten B-Standorten oder Finanzierungen von weniger etablierten Nutzungsarten.“

Höchstes Ausfallrisiko in Italien und Spanien

Den höchsten Anteil ausfallgefährdeter Immobilienkredite in den führenden Märkten Europas verzeichnen laut KPMG Immobilien in Spanien, gefolgt von Italien. In Spanien laufen nach Aussage der Banken rund sechzig Prozent aller Kredite Gefahr, auszufallen; knapp ein Fünftel aller Kredite sehen die Befragten dabei sogar als „ernsthaft gefährdet“ an.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

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Anteil ausfallgefährderter Kredite

Der Anteil ausfallgefährdeter Kredite auf dem deutschen Immobilienmarkt betrage hingegen nur rund sechs Prozent. Vergleichsweise hoch sei der Anteil gefährdeter Immobilienkredite auf den etablierten Märkten Slowakei (rund 25 Prozent) und Niederlande (rund 20 Prozent).

Seite zwei: Verschärfter Wettbewerb und Ausblick

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