Immobilienfinanzierung auf „Pfad der Erholung“

Die Mehrheit der befragten Banken geht davon aus, durch Restrukturierungen den größten Teil der ausfallgefährdeten Kredite – nämlich mehr als zwei Drittel – erfolgreich managen zu können. Am höchsten ist diese Quote in Belgien (rund 95 Prozent), gefolgt von Tschechien (rund 85 Prozent) und Schweden (rund 80 Prozent). Auch Deutschland liegt hier mit einer Quote von knapp 80 Prozent deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Verschärfter Wettbewerb

Der Wettbewerb innerhalb der Kreditinstitute – aber auch zwischen Kreditinstituten und alternativen Kreditgebern – verschärfe sich weiter. Dies sei insbesondere in den reiferen Märkten der Fall. In den führenden Märkten gaben die Befragten an, dass ihre größten Konkurrenten unter den alternativen Kreditgebern Private Equity-Fonds und Debt Funds seien. In den etablierten Märkten seien es nicht vor Ort ansässige Geschäftsbanken.

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Konkurrenz für Geschäftsbanken

Kriterien für Finanzierung

Wichtigste Kriterien für eine Finanzierung seien weiterhin ein solides Geschäftsmodell und die Qualität der Immobilie. Sowohl das Risikoprofil des jeweiligen Landes als auch die Reife des Immobilienmarktes hätten Einfluss auf die Höhe der Marge.

Für projektierte Büroimmobilien in Deutschland oder Spanien liegt diese nach Angabe der Banken zwischen rund 1,5 und drei Prozent, bei Bestandsimmobilien zwischen rund 1,2 und 3,2 Prozent. Deutsche Banken würdendabei den geringsten Aufschlag verlangen.

Jürgen Paskert, Partner im Bereich Audit bei KPMG: „Insgesamt befindet sich der europäische Immobilienfinanzierungsmarkt weiterhin auf einem Pfad der Erholung. In fast allen untersuchten Ländern haben die Banken Ihre Geschäftsaktivitäten mindestens beibehalten oder sogar ausweitet. Dies gilt insbesondere für die Finanzierung von Bestandsimmobilien. Der Ausblick auf das Geschäftsklima wird von den Beteiligten jedoch verhaltener als noch vor einem Jahr beurteilt.“ (kl)

Foto: Shutterstock

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