Anzeige
18. November 2016, 09:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienkauf vom Bauträger: Das sollte beachtet werden

In vielen Großstädten und Ballungsräumen entstehen derzeit Neubau-Eigentumswohnungen. Was bei Reservierungsgebühr, Teilungserklärung und Eigenkapitalnachweis zu beachten ist.

Wohnhaeuser in Immobilienkauf vom Bauträger: Das sollte beachtet werden

Wohnungen mit begehrten Grundrissen sind oft innerhalb kurzer Zeit reserviert oder verkauft.

Neubauimmobilien sind bei Immobilienkäufern begehrt. In städtischen Lagen werden oft Bauträgerwohnungen angeboten.

Kaufinteressenten sollten nach Auskunft des Projektentwicklers Concept Bau bestimmte Regeln beachten. „Wegen des geringen Angebots werden gerade in guten Lagen Eigentumswohnungen oft noch vor Fertigstellung verkauft. Daher sollten Kaufinteressenten schnell sein“, rät Emmanuel Thomas, Geschäftsführer des Münchner Bauträgers.

Schnelligkeit: Wer schön wohnen will, muss schnell sein

Weil Südlagen, Dachterrassen mit Aussicht über die Stadt und besonders ruhige Wohnungen bei Immobilienkäufern besonders gefragt sind, sollten Kaufinteressenten daher den Vertriebsstart im Blick behalten.

Mit Anzeigen in den Printmedien sowie im Internet, auf ihrer Homepage und in ihren Newslettern machen Bauträger auf den Verkaufs- beziehungsweise Vertriebsstart aufmerksam.

„Begehrte Grundrisse, gerade bei kleineren Einheiten an beliebten Immobilienstandorten sind meist innerhalb weniger Tage reserviert oder gar verkauft“, so Thomas. Er rät Interessenten, sich frühzeitig über ihre Traumimmobilie zu informieren und sich von Bauträgern vormerken zu lassen.

Für größere oder exklusive Bauvorhaben öffneten zusätzlich Verkaufsbüros, die Käufern das Grundstück und die Lage zeigen.

Reservierungsgebühr: Kein Kurzschlusskauf

Zwischen 500 Euro bis 2.000 Euro können Bauträger für eine sogenannte Reservierungsgebühr von potenziellen Immobilienkäufern verlangen, die sich nicht sofort entscheiden.

Komme es dann zum Kauf, werde der Betrag entweder verrechnet oder am Tag des Notartermins zurücküberwiesen. Trete der Interessent jedoch vom Kauf zurück, könne der Bauträger die Gebühr rechtlich zum Teil oder ganz einbehalten.

„Solche Gebühren sind für Bauträger notwendig, um die Glaubwürdigkeit der Kaufabsicht zu bestätigen”, argumentiert Thomas.  Allerdings sollten sich Interessenten deshalb nicht unter Druck setzen lassen und um Bedenkzeit bitten, bevor sie einen Kaufvertrag abschließen.

Notartermin: Zeit nutzen und Details prüfen

Nachdem der Immobilieninteressent den Kaufvertragsentwurf und die sogenannte Teilungserklärung vorliegen hat, wird der Notartermin in der Regel etwa zwei bis vier Wochen später vereinbart.

Diese Zeit sollte der Käufer nutzen, um den Vertrag mit engen Vertrauten oder fachkundigen Bekannten zu prüfen. Der Vertrag wird zwischen dem Grundstückseigentümer – also dem Bauträger – und dem Käufer geschlossen.

Genaues Hinsehen gelte bei der Teilungserklärung, um die Details der Immobilie zu erfassen. Gleiches gelte für die Bau- und Leistungsbeschreibung in der Bauweise, Form und Ausstattung des Objekts vermerkt sind.

Bei Unklarheiten sollte sich der Interessent rechtzeitig professionell beraten lassen, denn nach dem Notartermin sei ein Rücktritt nicht mehr möglich.

Finanzierung: Ohne Eigenkapital keine Immobilie

Beim Kauf einer Bauträgerimmobilie muss der Käufer nicht den gesamten Kaufpreis auf einmal zahlen. Doch die meisten Bauträger verlangten einen Eigenkapitalnachweis in Form eines Kontoauszuges mit entsprechenden Zahlen oder einer Finanzierungsbestätigung einer Bank.

„Spätestens zwei Werktage vor dem Notartermin sollten die Finanzierungsunterlagen dem Bauträger vorgelegt werden“, erklärt Thomas. (bk)

Foto: Shutterstock

 

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

ERGO forciert Lebensversicherung

ERGO holt Markus Krawczak zum Januar 2019 als Vorstand für den Maklervertrieb Leben. Zusätzlich hat ERGO zum 1. November 2018 das neue Ressort betriebliche Altersversorgung gegründet. Dieses wird von Jan Niebuhr geleitet.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung: So hoch sind die durchschnittlichen Kreditsummen

Dr. Klein hat bundesweit Alter und Kredithöhe von Immobilienkäufern untersucht. Während Eigenheimerwerber in Sachsen-Anhalt besonders jung sind, kaufen Hamburger und Berliner später eigene vier Wände. Auch bei der Kreditsumme gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...