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21. Dezember 2016, 08:01
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Leipzig wächst weiter

Gute Aussichten für den Leipziger Immobilienmarkt: Obwohl das Rekordjahr 2015 unterboten wird, bleibt die Entwicklung der Immobilienmärkte dynamisch. Aengevelt hat den Gewerbe- und Wohnimmobilienmarkt analysiert.

Leipzig-altes-rathaus-shutterstock 406224247 in Leipzig wächst weiter

Blick auf das Alte Rathaus in Leipzig; Die dynamische Entwicklung der Stadt spiegelt sich auf den Immobilienmärkten wider.

Leipzigs Weichen sind auf Wachstum gestellt. Die sächsische Stadt wird nach Prognosen von Aengevelt bis zum Jahr 2020 um 34.000 Haushalte wachsen. Der Wohnungsleerstand reduziere sich trotz Neubautätigkeit weiter.

Standortvorteil 24-Stunden-Flughafen

Ein wichtiger Standortvorteil bleibe der 24-Stunden-Flughafen Leipzig-Halle, der als einziger der drei größten deutschen Frachtflughäfen seinen Frachtumschlag in 2015 überproportional gesteigert habe. Mit einem Anstieg um neun Prozent auf eine Million tonnen Umschlag habe er seinen zweiten Platz hinter Frankfurt (2,1 Millionen tonnen) weiter ausgebaut.

Trotz eines dynamischen Marktes wird der Büromarkt in Leipzig laut Aengevelt 2016 das Rekordergebnis von 2015 (102.000 Quadratmeter) unterbieten. Der Leerstandsabbau setze sich fort, teilweise aufgrund der geringen Fertigstellungen.

Dazu Rüdiger Jansen, Niederlassungsleiter Aengevelt Leipzig: “Viele Investoren sind stark an Leipzig interessiert. Die erreichte Marktstabilität wird aber erst mittelfristig mit einer steigenden Zahl an Neubau-Projekten und damit auch Neubau-Investments belohnt.”

Investmentmarkt knapp unter Rekordwert

“Dank seiner im Vergleich zu A-Städten höheren Anfangsrenditen steigt das Interesse nationaler und internationaler Investoren, insbesondere seitens Family Offices, Spezialfonds und Einzelanlegern, am B-Standort Leipzig. Hierbei bleibt insbesondere der Umsatz mit Geschäftshäusern in der Kombination aus Büro und Einzelhandels stabil hoch”, so Jansen über den Leipziger Investmentmarkt.

Das Transaktionsvolumen dürfte 2016 knapp den Vorjahreswert von 1,77 Milliarden Euro erreichen. 2015 wurde laut Aengevelt doppelt so viel kontrahiert wie im zehn-Jahres-Mittel (800 Millionen Euro) und der höchste Wert des Jahrtausends erreicht.

Angebotsknappheit drückt Renditen

Wie auch im Gewerbesegment würden aufgrund des knapper werdenden Angebotes die Renditen für Wohninvestments sinken, bei steigender Nachfrage. Ende 2015 hätten sie bei fünf bis sieben Prozent per annum für Wohninvestments im guten Lagebereich gelegen.

“Hintergrund ist auch die sinkende Verkaufsbereitschaft von Bestandshaltern angesichts fehlender Anlagealternativen. Dies wird sich erst mit einem weiter steigenden Verkaufspreisniveau ändern”, so Jansen.

Ausblick 2017

Von den anhaltend soliden Konjunkturaussichten dürfte Leipzig weiterhin profitieren. Dank Flächenexpansionen und Unternehmensneugründungen und -ansiedlungen würden die Büroleerstände weiter sinken, während die mittleren Mieten steigen würden.

Gleichzeitig verharren die Fertigstellungen laut Aengevelt noch auf niedrigem Niveau, “Aufgrund des massiven Interesses nationaler und internationaler Kapitalanleger werden wir indessen ab 2018 ein deutlich anziehendes Neubauvolumen sehen”, ist Jansen überzeugt. Dann dürfte auch die Spitzenmiete deutlich steigen.

Bei den Spitzenrenditen gibt es laut Aengevelt noch Anpassungsspielräume nach unten. Die Investmentnachfrage bleibe hoch bei einer gleichzeitig leicht zunehmenden Verkaufsbereitschaft aufgrund steigender Preise. Die erwarteten Neubauten im Bürosegment würden die Marktdynamik ebenfalls stabilisieren. (kl)

Foto: Shutterstock

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