20. Juni 2016, 13:39
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Wohnungsunternehmen: Bezahlbares Wohnen größte Herausforderung

Die GdW-Wohnungsunternehmen bezeichnen die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum derzeit als größte Herausforderung. Grund dafür seien unter anderem die stark gestiegenen Baukosten.

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Im Jahr 2015 wurden insgesamt 247.700 Wohnungen fertiggestellt – lediglich ein Prozent oder rund 2.400 Wohnungen mehr als im Vorjahr.

Eine Umfrage unter den rund 3.000 Mitgliedsunternehmen des GdW Bundesverbands ergab, dass die Gesellschaften die größte Schwierigkeit aktuell darin sehen, erschwingliche Wohnungen bereitzustellen.

Dies beziehe sich neben der Miethöhe auch auf die Betriebs- und Energiekosten. An zweiter Stelle der benannten Herausforderungen rangieren die Bau- und Modernisierungskosten. Dies ist eines der Ergebnisse der aktuellen Jahresstatistik des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW.

Wohnungsbau vor allem im höherpreisigen Segment

„Es ist nicht überraschend, dass die Unternehmen flächendeckend in den alten und neuen Bundesländern das bezahlbare Wohnen als wichtigste strategische Herausforderung angegeben haben. Hohe Baukosten und übertriebene Auflagen führen dazu, dass hauptsächlich Wohnungen im höheren Preissegment errichtet werden können. Wir brauchen steuerliche Anreize, eine Investitionszulage und weniger Auflagen, damit sich daran etwas ändern kann”, so GdW-Präsident Axel Gedaschko.

In Folge der aktuellen Wohnungspolitik werde zu wenig gebaut. Das bestätigten auch die kürzlich veröffentlichten Baufertigstellungszahlen des Statistischen Bundesamts. Demnach wurden in 2015 insgesamt 247.700 Wohnungen fertiggestellt. Dies waren lediglich ein Prozent oder rund 2.400 Wohnungen mehr als im Vorjahr.

In 2014 hatte die Steigerungsrate bei den Baufertigstellungen gegenüber dem Vorjahr noch bei 14,2 Prozent gelegen.

Baukosten in 15 Jahren um 49 Prozent gestiegen

Seit dem Jahr 2000 sei der Neubau von Mehrfamilienhäusern in Deutschland zudem um rund 49 Prozent teurer geworden, wie neue Analysen der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (Arge Kiel) zeigten. Zusätzlich bremse die Politik den Neubau mit Eingriffen ins Mietrecht und immer neuen Verschärfungen der Energieeinsparvorgaben aus.

Gerade für die Ballungsgebiete seien dies schlechte Aussichten, warnt der GdW: „So kann es nicht weitergehen. Alle von der Baukostensenkungskommission bereits identifizierten Maßnahmen müssen jetzt dringender denn je umgesetzt werden, damit der Wohnungsbau wieder für alle bezahlbar wird“, fordert Gedaschko. (bk)

Foto: Shutterstock

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