2. November 2017, 14:53
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Bayerische Städte weisen dynamische Immobilienmärkte auf

Der Immobilienmarkt in Bayern ist bei Neubauverkäufen die aktivste Region Deutschlands, so der Wohneigentums-Report von Accentro. Nicht nur München weise hohe Transaktionszahlen auf, sondern etwa auch Fürth und Ingolstadt.

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In München wurden mehr Immobilienkäufe getätigt als im deutlich größeren Hamburg.

Acht der 82 im bundesweiten Accentro-Wohneigentums-Report betrachteten Wohneigentumsmärkte liegen in Bayern. Ohne Ausnahme haben sie nach Angaben des Unternehmens zwischen 2006 und 2016 eine deutlich positive Entwicklung genommen.

Neben München, dem bundesweit zweitgrößten Markt sowohl nach Umsatz wie nach Anzahl der Transaktionen, seien auch Ingolstadt, Regensburg, Nürnberg, Fürth, Erlangen, Würzburg und Augsburg in diesen Kategorien durchweg signifikant gewachsen.

Allein in München seien 2016 insgesamt 11.057 Eigentumswohnungen verkauft worden, was einen Anstieg um knapp drei Prozent zum Vorjahr darstelle.

München behauptet Spitzenrang bei Kaufpreisen

“Wie schon 2006 verzeichnet München auch 2016 die höchsten Kauf- und Verkaufspreise Deutschlands bei Wohnimmobiliendeals. Das resultiert aus der stark steigenden Einwohnerzahl, der deutlich überdurchschnittlichen Kaufkraft und der niedrigen Arbeitslosigkeit in der Isarmetropole”, kommentiert Jacopo Mingazzini, Vorstand der Accentro Real Estate AG.

Dem Report zufolge lag der durchschnittliche Umsatz pro Transaktion im Jahr 2006 noch bei 209.485 Euro. Bis 2016 verdoppelte sich dieser Wert auf 422.176 Euro.

“Bei den Verkaufspreisen bleibt München unangefochten die Nummer eins am deutschen Wohneigentumsmarkt. Die prominente Erfolgsgeschichte des Berliner Marktes lässt zuweilen womöglich vergessen, dass in der Bundeshauptstadt auch nach dem kräftigen Preisanstieg der vergangenen Jahre ein Verkauf im Schnitt nur 250.215 Euro erzielt”, sagt Mingazzini.

Ähnlich wie München hätten auch die sieben anderen betrachteten bayerischen Großstädte deutliche Preisanstiege seit 2006 verbucht. Alle acht Märkte befänden sich in der oberen Hälfte der 82 erfassten Städte und hätten Preisanstiege von mindestens 60 Prozent verzeichnet.

Neben München liegen laut Accentro drei weitere bayerische Städte in den Top 20 und damit in der Preisentwicklung noch vor Standorten wie Hamburg. Dabei handele es sich um Erlangen, wo sich die Preise knapp verdoppelten, sowie Ingolstadt und Regensburg.

Bei Neubautransaktionen aktivste Region Deutschlands

Parallel zu dieser Entwicklung des durchschnittlichen Abschlussvolumens zeige die Zehnjahresperspektive auch, dass es sich bei Bayern in der Breite um eine sehr transaktionsstarke Region handele.

So habe München im Jahr 2016 bei der Zahl der Kaufabschlüsse das nach Einwohnern deutlich größere Hamburg mit 11.057 zu 7.275 bei Weitem übertroffen.

Speziell im Neubausegment zeige sich die Attraktivität der bayerischen Standorte für Anleger und Eigennutzer. Von den acht Großstädten finden sich laut Accentro sechs bei der Transaktionszahl von Neubauwohnungen in den Top 20 deutschlandweit, und alle acht unter den Top 40.

Im Zehnjahresvergleich liege der Anstieg der Geschäftsabschlüsse im Neubaubereich zwischen 44 Prozent in Nürnberg und 139 Prozent in Würzburg. Ingolstadt sei mit einem Zuwachs von 332 Prozent bei den Kaufabschlüssen besonders hervorzuheben.

In Relation zur Einwohnerzahl sind die Transaktionszahlen der acht bayerischen Standorte laut Accentro noch eindrucksvoller. Pro 1.000 Personen habe keine Stadt in Deutschland 2016 mehr Geschäftsabschlüsse als Fürth mit einem Wert von 8,63 verbucht.

Insgesamt fänden sich in den Top Ten sechs bayerische Großstädte sowie alle acht in den Top 20. Auch die Entwicklung seit 2006 sei bei den Transaktionen gemessen an der Einwohnerzahl positiv verlaufen. Am stärksten war das Wachstum dabei in Fürth und Ingolstadt mit jeweils mehr als 40 Prozent sowie in Würzburg mit 53 Prozent seit 2006.

Starke Wirtschaftsdaten in ganz Bayern

Getragen wird die positive Entwicklung des bayerischen Wohneigentumsmarktes laut Accentro von überdurchschnittlich robusten wirtschaftlichen und demografischen Fundamentaldaten. Wie im Bundestrend habe sich auch in den acht bayerischen Städten die Arbeitslosigkeit seit 2006 deutlich reduziert, allerdings in den meisten Fällen von einem oft signifikant geringeren Anfangsniveau.

So lag die Erwerbslosenquote in Berlin 2016 bei 9,2 Prozent und in Hamburg bei 6,7 Prozent, während sie in den acht bayerischen Städten zwischen 3,0 und 6,1 Prozent gelegen habe.

Auch die durchschnittliche Kaufkraft übertreffe in allen acht Märkten den deutschlandweiten Mittelwert teils deutlich. In Würzburg beträgt die Kaufkraft rund 103 Prozent des Bundesdurchschnitts, während München knapp 134 Prozent erreicht.

Hauptsächlich zuzugsbedingt habe die gemeldete Bevölkerung von sieben der acht Gemeinden seit 2006 mindestens im fünfstelligen Bereich zugenommen. Münchens Einwohnerzahl beispielsweise erhöhte sich um rund 250.000 Einwohner oder fast 20 Prozent.

Einzig in Würzburg sei die demografische Entwicklung rückläufig gewesen. Dort habe sich die Zahl der gemeldeten Einwohner seit 2006 um 4,7 Prozent reduziert, wobei der Trend seit 2012 mit 3,2 Prozent wieder positiv sei. (bk)

Foto: Shutterstock

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