3. Januar 2017, 09:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Brexit und Trump: Auswirkungen auf den deutschen Immobilienmarkt

Die größten Auswirkungen seien aufgrund einer potenziell expansiven Fiskalpolitik zu erwarten: höhere Staatsausgaben und niedrigere Steuern sowie eine Reduzierung von Regulierungen.

Bei einer Wirtschaft mit einer relativ geringen Arbeitslosigkeit könnten steigende Löhne und eine höhere Inflation die Folge sein.

“Von dieser Politik würde auch der Immobilienmarkt in den USA profitieren, bedingt durch steigende Mieten. Für die kommenden 18 Monate bedeutet dies vermutlich steigende Renditen bei Anleihen und ein Steigen des Zinsniveaus”, erwartet Linsin.

Verunsicherung der Investoren

Ignaz Trombello, Head of Investment Deutschland bei Colliers International, hält es dagegen für möglich, dass die USA für internationale Investoren an Attraktivität einbüßen: “Auswirkungen auf die Immobilienmärkte werden zum jetzigen Zeitpunkt vor allem mittelfristig durch eine wirtschaftliche Schwächung des Landes aufgrund von neuem Protektionismus, nachlassender Wettbewerbsfähigkeit und schuldenfinanzierten Steuersenkungen erwartet. In der Folge könnten die USA den nach Überwindung der Immobilienkrise ausgebauten Status als sicheren Investmenthafen relativ rasch einbüßen.”

Mit dem Wegfall liquider US-amerikanischer Investmentstandorte könne sich dann der Anlagedruck global agierender Investoren auf eine zunehmend geringer werdende Zahl struktur- und wirtschaftsstarker Industrieländer verteilen.

Noch ist unsicher, welche Maßnahmen Trump wirklich ergreifen wird. Eine aufkommende Verunsicherung der Investoren könnte zumindest Deutschlands Position als bevorzugtes Anlageziel weiter stärken. (bk)

Foto: Shutterstock

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Gemeinsam gegen Cyber-Crime

Das Euro Cyber Resilience Board für gesamteuropäische Finanzmarktinfrastrukturen (ECRB), eine von der Europäischen Zentralbank (EZB) geleitete Gruppe der größten und bedeutendsten Finanzmarktinfrastrukturen Europas, hat eine Initiative für den Austausch wichtiger Informationen zu Cyberbedrohungen auf den Weg gebracht.

mehr ...

Immobilien

“German Angst” – deutsche Sehnsucht nach Krisen

Trotz positiver Rahmenbedingungen werden düstere Prognosen gepflegt und „German Angst, das Gespenst der Wohnfühlgesellschaft geht um. Dabei gibt es gerade in der Immobilienbranche keinen Grund für Pessimismus – angesichts  eines beispiellosen Wertzuwachs mit Immobilien seit Jahrzehnten. Ein Kommentar von Theodor J. Tantzen, Prinz von Preussen Grundbesitz AG.

mehr ...

Investmentfonds

Zentralbank-Antibiotikum verliert an Wirkung

Die Kapitalmärkte liegen im Schatten des Coronavirus, Die niedrigen Zinsen der Notenbanken können die Lage aber offensichtlich auch nicht mehr kitten. Ein Kommentar von David Wehner, Senior Portfoliomanager bei der Do Investment AG.

mehr ...

Berater

Krankgeschrieben und trotzdem feiern?

Sie sind krankgeschrieben? Ihrem Arbeitgeber liegt der gelbe Schein mit der Aufschrift “Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung” vor? Dann gilt generell: Wer krank ist, hat die Pflicht, sich an die Anweisungen des Arztes zu halten und alles zu unterlassen, was die Genesung verzögern oder gefährden könnte. Doch was genau das für Ihre Freizeitgestaltung am Wochenende bedeutet, erläutern ARAG Experten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Thomas Lloyd startet Solarprojekt in Indien

Der Asset Manager ThomasLloyd gab heute bekannt, dass das Beteiligungsunternehmen des Unternehmens SolarArise India Projects Private Limited („SolarArise“) Jakson Limited den ersten Teil einer Baufreigabe (Notice to Proceed, NTP) für den Baubeginn des neuen 75-MW-Solarkraftwerks in Uttar Pradesh erteilt hat.

mehr ...

Recht

Gericht: Paypal-AGB mit 80 Seiten nicht zu lang

Auch wenn die Geschäftsbedingungen von Paypal ausgedruckt mehr als 80 Seiten lang sind – das macht sie nach einem Gerichtsbeschluss nicht automatisch zu lang und unwirksam. Deutsche Verbraucherschützer erlitten mit der Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln auch in zweiter Instanz einen Rückschlag in ihrem Kampf für überschaubare Nutzungsregeln. (Az. 6 U 184/19)

mehr ...