5. Januar 2017, 11:13
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CDU-Finanzpolitiker für Streichung der Grunderwerbsteuer

CDU-Finanzpolitiker Frank Steffel schlägt vor, Käufer von privat genutzten Immobilien beim Ersterwerb von der Grunderwerbsteuer zu befreien. Das wäre ein Baustein, um die Lücke in der Altersvorsorge zu schließen.

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Erstkäufer von privat genutzten Immobilien sollten von der Grunderwerbsteuer befreit werden, schlägt Frank Steffel (CDU) vor.

Die Lücken in der Altersvorsorge sollten aus Sicht des CDU-Finanzpolitikers Frank Steffel mit Erleichterungen beim Erwerb von Wohnimmobilien geschlossen werden. Er schlägt die Befreiung von der Grunderwerbsteuer beim Ersterwerb einer privat genutzten Immobilie als Baustein vor.

“Einmal im Leben sollte es die Möglichkeit geben, sich für selbstgenutzte Wohnimmobilien von der Grunderwerbsteuer freizukaufen”, sagte Steffel der Deutschen Presse-Agentur. “Das wäre eine echte Ergänzung, leicht umzusetzen sowie gesellschaftspolitisch sinnvoll.”

Ein solcher Schritt wäre nach Meinung Steffels besser als ein Eigenheim-Zuschuss für Familien in Ballungsräumen, wie ihn Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) ins Gespräch gebracht habe – aber auch besser als die in der Union diskutierte Wiederbelebung der Eigenheimzulage.

Mitnahmeeffekte “eher ausgeschlossen”

Die Steuerbefreiung würde jeden berücksichtigen, also auch Singles und kinderlose Paare. Mitnahmeeffekte wie höhere Baupreise als Folge einer staatlichen Förderung sind aus Sicht Steffels “eher ausgeschlossen”.

Die Steuer fällt derzeit beim Erwerb eines Grundstücks an und variiert je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent – bezogen auf den Kaufpreis der Immobilie. Sie wird nach Abschluss des Kaufvertrages fällig.

Die den Ländern zustehenden Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer sind 2015 um 20,4 Prozent auf 11,25 Milliarden Euro gestiegen. Für 2016 erwarten die Steuerschätzer ein Plus von 10,2 Prozent auf 12,39 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

3 Kommentare

  1. Sehr gute Idee! Die Grunderwerbsteuer sollte m. E. nicht nur beim Ersterwerb sondern grundsätzlich abgeschafft oder zumindest deutlich reduziert werden. Das Thema ist nicht nur im Zusammenhang mit der Altersvorsorge zu sehen (obwohl dafür sehr relevant), sondern auch mit der geforderten Flexibilität im Berufsleben. Da heutzutage kaum jemand mehr sein gesamtes Berufsleben bei einem Arbeitgeber verbringt und damit auch häufig nicht in einer Stadt bleiben kann, wird er bestraft, wenn er berufsbedingt seinen Wohnort wechseln muss. Das kann Arbeitnehmer von einem ansonsten sinnvollen Wechsel abhalten.

    Kommentar von Stefan Gotthardt — 9. Januar 2017 @ 11:44

  2. Täumen wir weiter!
    Die Grunderwerbsteuer war für mich schon immer eine für mich nicht erklärliche Steuer. Von wenigen Ausnahmen abgesehen kassiert der Fiskus bei JEDEM Verkauf mit. Wenn eine Immobilie im Laufe der Jahrzehnte mehrmals veräußert wird, kassiert die Kommune bis zu 6,5 %. Wird z. B. ein Haus im Wert von 500.000 € innerhalb von 20 Jahren 5 x veräußert hat die Kommune (vorausgesetzt die Grunderwerbsteuer und der Verkaufspreis bleiben gleich) 32,5 % des Immobilienwertes (somit 162.500 €) kassiert.

    Kommentar von Köppen Immobilien Stuttgart — 6. Januar 2017 @ 14:00

  3. Klasse ! Eine hervorragende Idee ! Allerdings werden sich die Kommunen diesen fetten Happen definitiv NICHT vom Brot nehmen lassen ! Schade !

    Kommentar von Nils Fischer — 6. Januar 2017 @ 09:09

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