17. Mai 2017, 11:06
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DTI West: Wohnimmobilien werden teurer

Der Teuerungstrend im Westen Deutschlands ist ungebrochen. Auch im ersten Quartal 2017 verzeichnet der Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI) höhere Quadratmeterpreise sowohl für Wohnungen als auch für Häuser.

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Immobilienkäufer in Köln, Düsseldorf und Dortmund müssen sich weiter auf steigende Preise einstellen.

Die Preise vor Wohnimmobilien im Westen Deutschlands steigen weiter. Das geht aus dem Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI) hervor.

Vor allem in Düsseldorf seien Wohnhäuser mit 11,18 Prozent höheren Preisen deutlich teurer als noch vor einem Jahr. Die teuersten Wohnungen finden sich laut Dr. Klein nach wie vor in Köln: Mit einem Quadratmeterpreis von 2.736 Euro kostet eine Eigentumswohnung hier im Schnitt nahezu doppelt so viel wie in Dortmund (1.543 Euro pro Quadratmeter).

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Moderat steigende Preise in Dortmund

Die Kosten für Eigentumswohnungen steigen unter den drei ausgewerteten Regionen in Dortmund am moderatesten. Im Vergleich zum Vorquartal seien sie 1,65 Prozent teurer. Die Preise für Häuser seien um 3,22 Prozent mehr gestiegen, die Medianpreise blieben im Vergleich dennoch günstig.

Entspannt ist der Wohnungsmarkt laut Thomas Przytulla, Spezialist für Baufinanzierung von Dr. Klein in Dortmund, dennoch nicht. “Wir sehen in Dortmund nach wie vor einen Verkäufermarkt. Die Nachfrage übersteigt das Angebot an Immobilien deutlich – vor allem in beliebten Wohnlagen wie Hohenbuschei oder Phönix.”

Abstriche bei ihren Wohnwünschen würden Käufer trotz der hohen Preise nicht machen. Laut Przytulla ist es aufgrund der niedrigen Zinsen eher umgekehrt: “Viele Menschen nutzen jetzt die Chance, sich ihr Traumhaus zu finanzieren und sind bereit, für ihre Wunschvorstellungen viel Geld zu investieren.” Der Medianpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser spiegele diese Entwicklung wider und durchbreche in diesem Quartal erstmals die 2.000-Euro-Marke.

Przytulla rät Immobilien-Interessenten in Dortmund dennoch zu Besonnenheit: “Ein Immobilienkauf sollte trotz der derzeit niedrigen Zinsen nicht überstürzt erfolgen. Sowohl der Kaufpreis als auch die Finanzierung müssen realistisch berechnet und geplant werden.”

Köln: Moderate Teuerung, hohe Wohnungspreise

Die Immobilienpreise in Köln seien deutlich teurer. Trotz einer mäßigen Teuerungsrate von 2,93 Prozent im Vergleich zum Vorquartal bleibt Köln laut Dr. Klein Spitzenreiter bei den Wohnungspreisen.

Die Hauspreise würden noch unter dem Düsseldorfer Niveau liegen, jedoch gemessen am Vorquartal um 2,76 Prozent anziehen. Gegenüber dem Vorjahresquartal müssten Hauskäufer im Frühjahr 2017 sogar 9,05 Prozent mehr zahlen.

Hohe Preisspanne in Düsseldorf

Die Häuser in Düsseldorf sind laut Dr. Klein nach wie vor die teuersten Häusern in Deutschlands Westen. Die Preise seien in diesem Quartal 11,18 Prozent höher als noch vor einem Jahr und würden zwischen 607 Euro pro Quadratmeter und 6.509 Euro pro Quadratmeter kosten.

Bei Wohnungen falle die Preissteigerung mit 5,64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Auffällig sei jedoch der Unterschied von über 7.300 Euro zwischen dem günstigsten und dem teuersten gezahlten Quadratmeterpreis (672 Euro und 7990 Euro pro Quadratmeter). (kl)

Foto: Shutterstock

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