12. Dezember 2017, 14:26
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Ferienimmobilien: Jeder vierte Eigentümer möchte ein weiteres Domizil erwerben

Immer mehr Bundesbürger sind Eigentümer einer Ferienimmobilie. Eine Erhebung des Portals Fewo-direkt zeigt, dass ein wesentlicher Teil von ihnen an den Kauf eines weiteren Urlaubsdomizils denkt. Dabei steht das Motiv der Geldanlage im Vordergrund.

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Insbesondere jüngere Eigentümer unter 40 Jahren sind an einem Folgekauf interessiert.

Jeder vierte deutsche Eigentümer einer solchen Immobilie möchte sich nach Aussage des Ferienhausportals Fewo-direkt angesichts attraktiver Mietrenditen um neun Prozent ein weiteres Domizil zulegen.

Dies ist ein Ergebnis der „Marktstudie private Ferienimmobilien 2017“ des Portals. Demnach ist bei Eigentümern unter 40 Jahren das Interesse für einen Folgekauf besonders hoch.

Preislich werde dabei deutlich weniger auf das Budget geschaut als bei der Erstimmobilie, wesentliche Treiber für die Kaufabsicht seien die guten Altersvorsorgeoptionen, Anlageaspekte und die Möglichkeit, einen Gewinn zu erwirtschaften. Dabei gelte Deutschland als Standort-Favorit für Zweit-Ferienimmobilien.

Deutschland als Standort favorisiert

Insbesondere die deutschen Ostseeinseln und die Nordseeküste seien für einen erneuten Ferienhauskauf begehrt. Auf Platz zwei der Beliebtheitsskala liegt laut Fewo-direkt Spanien, wo Vermieter nach den Ergebnissen der Marktstudie die höchsten Brutto-Mieteinnahmen erzielen.

Österreich, das als ganzjährig attraktives Reiseziel mit knapp zehn Prozent die höchste erhobene Bruttorendite biete, stehe an dritter Stelle, während Standorte in Italien und Kroatien das Schlusslicht bildeten.

Die Zweitimmobilie darf mehr kosten

Interessierte Käufer sind laut Fewo-direkt durchaus bereit, sich ihre Zweitimmobilie an der Ostsee, auf Mallorca oder in der Toskana etwas kosten zu lassen.

Für eine Erstimmobilie zahlten zwei Drittel der befragten Ferienhausbesitzer mehr als 100.000 Euro, während im Gegensatz dazu beim zweiten Ferienhaus bereits drei Viertel mehr als 100.000 Euro investieren wollten.

Zur Finanzierung wählt jeder Zweite eine Mischfinanzierung, jeder Vierte sei sogar in der Lage, den Kauf einer weiteren Ferienimmobilie völlig aus eigenen Mitteln zu realisieren. 17 Prozent der Käufer wählten eine hundertprozentige Darlehensfinanzierung.

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Ferienhausbesitzer, die sich eine weitere Immobilie zulegen möchten, sind laut Fewo-direkt vermehrt jüngeren Alters. Nach den Ergebnissen der Marktstudie sind sie im Vergleich zu älteren Erwerbern wesentlich zufriedener mit dem Kauf ihres ersten Ferienhauses, betrachten die Zweit-Immobilie stärker als Anlageobjekt und seien dadurch eher bereit, ein weiteres Mal zu investieren.

So hätten 71 Prozent der Ferienhausbesitzer unter 40 Jahren angegeben, „sehr zufrieden“ mit ihrer ersten Investition zu sein, mit zunehmendem Alter der Ferienhausbesitzer sinke dieser Wert und liegt bei über 60-Jährigen bei 59 Prozent.

Kapitalanlage wichtigstes Motiv

Als wesentliche Treiber für einen weiteren Ferienimmobilienkauf werde von jedem Zweiten unter 40 Jahren die attraktive Geldanlagemöglichkeit angegeben, darüber hinaus versprechen sich jüngere Käufer häufiger eine Gewinnerzielung durch die Ferienhausvermietung an Urlaubsgäste und eine optimale Vermögensstreuung.

Die Daten zur Marktstudie über private Ferienimmobilien werden jährlich im Rahmen einer Online-Befragung von Fewo-direkt in Kooperation mit Engel & Völkers erhoben, um eine Analyse des privaten Ferienhausmarktes vorzunehmen. Die „Marktstudie private Ferienimmobilien 2017“ wurde im März 2017 von der dwif Consulting GmbH für die beiden Unternehmen durchgeführt.

Dazu wurden 2.972 Eigentümer von Ferienimmobilien zu Themen rund um den Kauf von Ferienhäusern und -wohnungen, die Finanzierung der entsprechenden Objekte sowie deren Nutzung als Vermietungsobjekt befragt. (bk)

Foto: Shutterstock

 

 

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