16. Oktober 2017, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienfonds: Ungleichbehandlung durch Grunderwerbsteuer

Im Rahmen einer aktuellen Analyse hat die Drescher & Cie Immo Consult AG offene Immobilienfonds hinsichtlich ihrer Portfolioqualität untersucht. Dabei wurde auch die eigene Prognose nochmals überprüft.

Immobilienfonds: Ungleichbehandlung durch Grunderwerbsteuer

Die Portfolioqualität muss im Kontext der bereits entstandenen Verluste gesehen werden.

Die Abwicklungsprozesse der offenen Immobilienfonds seien fast vollständig abgeschlossen. Bis auf den Catella Focus Nordic Cities seien siebzehn offene Immobilienfonds zur Endabwicklung auf die jeweiligen Verwahrstellen übergegangen.

Den ersten Platz bezüglich der Restprotfolioqualität belegt laut Studie der DEGI German Business, gefolgt vom AXA Immosolutions. Diese beiden Fonds verfügen somit über die attraktivsten Rest-Immobilienportfolien.

Die Anzahl der analysierten Objekte vor Übergang habe sich deutlich reduziert, was zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit und Aussagekraft führe. Die Schlusslichter der Untersuchung seien der SEB Global Property Funds und der DEGI Global Business.

Ungleichbehandlung bei der Abwicklung

Seit dem 31.12.2015 wirke eine Beschluss des Bundestags, nach dem bei der Abwicklung offener Immobilienfonds für inländische Grundstücke nicht wie bisher zweimal Grunderwerbsteuer gezahlt werden muss.

Immobilienfonds: Ungleichbehandlung durch Grunderwerbsteuer

Rangliste Portfolioqualität; Quelle: Drescher & Cie Immo Consult AG

Dieser Beschluss führt Drescher & Cie zufolge zu Ungleichbehandlung zwischen Fonds, deren Übergänge auf die Verwahrstelle vor bzw, nach diesem Stichtag lagen.

Daher hätten diverse Fondshäuser ihre Deutschland-Portfolien frühzeitig verkauft, um ihren Anlegern steuerliche Nachteile von bis zu 300 Millionen Euro zu ersparen. (bm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Von wegen sicher: Rentenniveau sinkt auf 43 Prozent

Der Staat pumpt immer mehr Steuerzuschüsse in die gesetzliche Rente. Ohne eine Reform wird Rentennivau bis 2045 auf 43 Prozent sinken. Und der Beitrag auf 23 Prozent steigen. Eine Regierungsantwort gibt Einblick in die Berechnungsgrundlagen der Rentenkommission.

mehr ...

Immobilien

Karlsruhe verwirft Eilantrag gegen Berliner Mietendeckel

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag von Vermietern gegen den Berliner Mietendeckel als unzulässig verworfen. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sei verfrüht, entschied die 3. Kammer des Ersten Senats in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss (1BvQ 12/20).

mehr ...

Investmentfonds

Finanzberatung: Jetzt die Weichen für die Zukunft richtig stellen

Von der Regulierung über das Niedrigzinsumfeld und dem Kostendruck bis zur Digitalisierung – die Branche der Finanzberatung hat derzeit mit einigem Gegenwind zu kämpfen. Doch wer die Weichen richtig stellt, dem bietet dieser Wandel auch Chancen. Ein Gastbeitrag von Markus Weis, Vanguard

mehr ...

Berater

Eine Beschwerde? Bitte her damit!“

Kundenbindung: Eine Beschwerde ist für ein Unternehmen fast schon ein Glücksfall, um Kunden zu begeistern und zu binden. Darum sollte es dem verärgerten Kunden so leicht wie möglich gemacht werden, sich zu beschweren. Ein Beitrag von Führungskräftecoach Dr. Bernd M. Wittschier

mehr ...

Sachwertanlagen

Bafin-Präsident Hufeld: „Wir betrachten einzelne Risikotreiber genauer“

Felix Hufeld, EZB-Aufsichtsratsmitglied und Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, spricht über die hochrangige Überprüfung des Kernaufsichtsprozesses, die Bedeutung des ICAAP, digitale Entwicklungen und andere Finanzdienstleistungen.

mehr ...

Recht

Wo die Liebe hinfällt: Liebesbeziehungen unter Kollegen

Wer sich am Arbeitsplatz in einen Kollegen verliebt, darf das in Deutschland ganz offiziell tun und es sogar zeigen. Denn für private Liebesbeziehungen – auch wenn sie im Büro ihren Anfang genommen haben – gilt ein garantiertes Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Doch auch wenn es so im Grundgesetz steht, kann Liebe unter Kollegen durchaus tückisch sein und zu Problemen führen. Vor allem, wenn es sich ausgeturtelt hat. Ein rechtlichen Leitfaden über goes and no goes einer Büroliebe hat die Arag pünktlich zum Valentinstag zusammengestellt.

mehr ...