1. September 2017, 14:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Niedrigzins führt nicht zu riskanten Finanzierungen

Die extrem niedrigen Zinsen für Immobiliendarlehen in Deutschland führen nicht dazu, dass riskantere Finanzierungen abgeschlossen werden, so Interhyp. Darlehensnehmer würden sich im Gegenteil oft stärker absichern.

Beratung-shutt 103055114 in Niedrigzins führt nicht zu riskanten Finanzierungen

Die durchschnittliche Kreditsumme für eine Erstfinanzierung ist laut Interhyp seit 2010 von 186.000 Euro auf gut 250.000 Euro angestiegen.

Bereits eine aktuelle Umfrage der Bundesbank und der Finanzaufsicht zum Finanzierungsverhalten unter 1.555 kleineren und mittelgroßen Finanzinstituten in Deutschland habe gezeigt, dass die Parameter für Immobilienkredite weiterhin solide seien.

Das bestätige auch eine aktuelle Auswertung der Interhyp Gruppe von mehr als 263.000 Erstfinanzierungsfällen seit dem Jahr 2010.

Kreditsummen steigen, aber auch der Einsatz von Eigenkapital

Zwar würden auch die von Interhyp untersuchten Erstfinanzierungsfälle höhere Kreditsummen aufweisen, doch mit dem Zinsrückgang seien auch die Finanzierungsstrukturen noch solider geworden.

“Ganz gleich, ob man auf den Eigenkapitaleinsatz, die Tilgung oder auch die Zinsbindung schaut: Alle unsere Parameter belegen, dass es in Deutschland keine Tendenz zu riskanteren Finanzierungsstrukturen gibt”, sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe.

Zwar sind zwischen 2010 und dem ersten Halbjahr 2017 laut Interhyp die durchschnittlichen Kreditsummen für die Erstfinanzierung von knapp 186.000 Euro auf gut 250.000 Euro gestiegen. Doch auch der Eigenkapitaleinsatz sei deutlich von 78.400 Euro im Jahr 2010 auf knapp 94.000 Euro im ersten Halbjahr 2017 geklettert.

Zinsen werden langfristiger abgesichert

Zudem würden die Deutschen ihre Erstfinanzierung immer langfristiger und solider absichern: Die durchschnittliche Zinsbindung erhöhte sich laut Interhyp von 12,1 auf 13,4 Jahre. Die durchschnittliche Tilgung stieg von 2,29 Prozent auf 2,99 Prozent.

Über das Gesamtgeschäft mit Erst- und Anschlussfinanzierungen betrage die aktuelle jährliche Tilgung derzeit im Schnitt sogar 3,58 Prozent.

Grundlage dieser Auswertung sind mehr als 263.000 zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 30. Juni 2017 abgeschlossene Erstfinanzierungen über die Interhyp Gruppe. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Wie die Versicherer das Nadelöhr erweitern

Makler stoßen beim Gespräch mit dem Kunden immer wieder auf einen hatnäckigen Vorbehalt gegenüber der BU: das Verhalten der Versicherer im Leistungsfall oder vielmehr die Angst vor der Nichtleistung.

Gastbeitrag von Markus Kruse, Assekurata Solutions GmbH, und Christian Schwalb, BU-Expertenservice GmbH

mehr ...

Immobilien

Scheidung und Hausverkauf: Finanzielle Verluste vermeiden

Lassen sich Paare mit Immobilieneigentum scheiden, stehen sie vor der Frage, was mit dem Haus oder der Wohnung geschieht. Der Immobiliendienstleister McMakler gibt Tipps, welche Schritte Paare unternehmen sollten, um finanzielle Verluste zu vermeiden und zu einer sinnvollen Lösung zu kommen.

mehr ...

Investmentfonds

Stimmung in der Finanzbranche sinkt

Die Stimmung in der Finanzbranche ist schlechter als im Vorquartal. Doch bleibt sie auf einem hohen Niveau. Die längerfristigen Erwartungen in der Finanzindustrie sind positiv. Die Ergebnisse im Detail: 

mehr ...

Berater

Deutsche haben ihre Finanzen im Griff – nach eigener Einschätzung

Die Deutschen sind überzeugt davon, gut mit ihrem Geld umgehen zu können. Mehr als drei Viertel haben nach eigenen Angaben einen sehr guten oder guten Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben. 88 Prozent beschäftigen sich regelmäßig mit ihren Ausgaben, 22 Prozent sogar täglich. Das sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Geld und Haushalt, dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Immobilienkauf: Notartermin platzt – kein Schadensersatz

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Urteil vom 13. Oktober 2017 – AZ.: V ZR 11/17 – die Haftung eines potenziellen Verkäufers einer Eigentumswohnung bei einem geplatzten Notartermin nur in Ausnahmefällen bejaht.

Gastbeitrag von Oliver Renner, Rechtsanwälte Wüterich Breucker

mehr ...