4. September 2017, 14:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Preise können sich nicht grenzenlos nach oben bewegen”

Die Preise für Wohnimmobilien sind deutschlandweit weiter angestiegen, insgesamt hat sich die Entwicklung noch beschleunigt. Das ergibt eine Studie des Immobilienverbandes IVD. Doch an einigen Orten sei bereits zu spüren, dass das Preiswachstum nicht grenzenlos sein kann.

Haus-anstieg-miete-geld-shutterstock 366578651-Kopie in Preise können sich nicht grenzenlos nach oben bewegen

Wohnimmobilien verteuern sich weiterhin, doch die Dynamik hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen.

Die Preise für Immobilien in Deutschland steigen trotz der oft rasanten Zuwächse der vergangenen Jahre vielerorts weiter. Eigentumswohnungen etwa haben sich im Zeitraum von Juli 2016 bis Juni 2017 im Schnitt um gut 6,5 Prozent verteuert, wie der Immobilienverband IVD am Montag in Berlin mitteilte.

Bei der Untersuchung ein Jahr zuvor habe es bei Bestandswohnungen mit normaler Ausstattung ein Plus von sechs Prozent gegeben. Auch die Preise für Einfamilienhäuser und Neubauten wuchsen stärker als im Vorjahr.

Sinkende Dynamik in Metropolen

“Der Trend zu höheren Kaufpreisen ist seit 2010 ungebrochen”, sagte IVD-Präsident Jürgen Schick. Grund sei weiter die Wohnraumknappheit. Daher müsse gerade in Metropolen dringend mehr Bauland ausgewiesen werden. Zuvor hatte die “Welt” über die Studie berichtet, für die der Verband als Vertretung von Maklern, Beratern, Sachverständigen und Verwaltern Daten aus 370 Städten ausgewertet hat.

Indes schwächt sich demnach der starke Preisanstieg in Städten mit über einer halben Million Einwohnern zumindest ab. Dort misst der IVD zwar ein kräftiges Plus von 7,8 Prozent bei Wohnungen – im Vorjahr waren es aber 9,7 Prozent. “Es ist allmählich zu spüren, dass sich dort die Preise im Bestand nicht grenzenlos nach oben bewegen können”, heißt es in dem Bericht.

Bei Neubauten verzeichnet der Verband aber Preissprünge von teils einem Fünftel – etwa in Berlin (21,3 Prozent) sowie in Frankfurt und Köln (je 18,7 Prozent). Deutschlandweit stiegen die Preise für Neubauten um sechs Prozent nach 5,6 Prozent in der vorherigen Auswertung.

Baugrundstücke bleiben gefragt

Wegen der hohen Preise weichen viele Menschen auf das Umland aus – wo die Nachfrage aber auch das Angebot übersteigt. In kleineren Städten mit 50 000 bis 100.000 Einwohnern verteuerten sich Bestandswohnungen um fast 6,6 Prozent, im Vorjahr waren es noch 5,5 Prozent.

Seite zwei: Kollaps des sozialen Wohnungsbaus

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Doch, können sie, solange die Kapitalflucht aus freien Anlagen anhält, und sich Menschen aufgrund des niedrigen Zinses dies leisten können. Allerdings, falls die Zinsen steigen sollten, wird wieder Kapital abgezogen, viele Menschen werden Kredite nicht mehr bedienen können. Und dann geht es wieder abwärts, vermutlich steil.

    Kommentar von Nils Fischer — 6. September 2017 @ 12:45

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...