Wohnimmobilien: Gefahr von Preisrückschlägen in Metropolen

Die Preise für Wohnungen und Häuser in Deutschland sind nach den Ergebnissen des Empirica-Immobilienpreisindex auch im zweiten Quartal 2017 weiter gestiegen. Grundsätzlich bestehe die Gefahr von Preisrückschlägen in den Metropolen zwischen 25 und 35 Prozent.

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In den kreisfreien Städten haben die Preise für Neubauwohnungen seit 2004 um fast 60 Prozent zugelegt.

Im Durchschnitt aller Baujahre legten die von Empirica erhobenen Indices für Miet- und Eigentumswohnungen sowie für Ein- oder Zweifamilienhäuser im zweiten Quartal 2017 weiter zu.

Der Index für Eigentumswohnungen ist mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal am stärksten angestiegen. Der Index für Ein- und Zweifamilienhäusern legte um 1,0 Prozent zu.

Auch die Mietpreise ziehen laut Empirica mit einem Wachstum von 0,8 Prozent gegenüber dem letzten Quartal weiter an, allerdings weniger stark als die Kaufpreise.

Deutliches Wachstum bei Neubauwohnungen

Die Kaufpreise für Neubau-Eigentumswohnungen sind nach Angaben des Researchinstituts im Jahresvergleich gegenüber dem zweiten Quartal 2016 deutschlandweit um 8,2 Prozent gestiegen. In den kreisfreien Städten liege der Zuwachs sogar bei 9,5 Prozent, in den Landkreisen bei 7,3 Prozent.

Seit Beginn der Zeitreihe im ersten Quartal 2004 sind die inserierten Kaufpreise für Neubau-Eigentumswohnungen laut Empirica deutschlandweit um 40,8 Prozent gestiegen (um 58,5 Prozent in den kreisfreien Städten und 30,8 Prozent in Landkreisen).

Besteht Blasengefahr?

Der ebenfalls von Empirica erhobene Blasenindex ist dagegen der letzten Auswertung zufolge im ersten Quartal 2017 erstmals seit 15 Quartalen nicht weiter angestiegen, sondern dagegen um 0,01 Punkte zurückgegangen.

„Nur der Einzelindex ,Vervielfältiger’ puscht noch (plus 0,01), während die Indices ,Preis-Einkommen’ (minus 0,01) und ,Wohnungsbaukredite’ (minus 0,02) den Gesamtindex leicht ausbremsen“, sagt Dr. Reiner Braun, Vorstand von Empirica.

Allerdings seien die bremsenden Einflüsse eher technisch bedingt, denn die Hintergrundvariablen „Einkommen“ und „Neugeschäft Wohnungsbaukredite“ würden nur einmal im Jahr aktualisiert.

Im betreffenden Quartal könne es dann zu Sprüngen kommen. Gleichwohl ergäben sich die Sprünge nicht grundlos. So seien die neu zugesagten Baukredite im Jahresvergleich langsamer als das BIP gestiegen.

„Fazit: Der Abwärtstrend beim Einzelindex Wohnungsbaukredite unterstreicht, dass derzeit keine klassische Preisblase existiert: das Kreditvolumen ist gemessen am BIP immer noch nicht aufgebläht“, so Braun.

Seite zwei: Wo das Rückschlagpotenzial am höchsten ist

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