13. Juni 2017, 12:51
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Kostenfalle Eigenleistung

Wer beim Hausbau oder bei Renovierungen einige Arbeiten selber übernimmt, kann damit Kosten für Handwerker sparen. Doch gibt es einige Fallen, die den Bau am Ende sogar teurer machen könnten. Worauf Eigenheimbesitzer achten sollten.

Tapete-renovieren-bau-shutterstock 155807519 in Kostenfalle Eigenleistung

Tapezieren kann man noch kurz vor dem Einzug, deshalb ist es eine beliebte Eigenleistung.

Gerade junge Familien versuchen beim Hausbau steigende Immobilienpreise zumindest zu einem Teil durch Eigenleistung auszugleichen. Beim Neubau lassen sich laut LBS so bis zu zehn Prozent der Gebäudekosten einsparen, bei gebrauchten Häusern oder Wohnungen zumindest die zusätzlichen Renovierungskosten eingrenzen.

Doch dabei sollte man sorgfältig planen, um Mehrkosten zu vermeiden, empfiehlt LBS-Immobilienexperte Christian Schröder: “Kritischer Faktor ist die eigene Zeit, die man neben dem Job noch einsetzen kann.”

Zeitplan ist kritisch

Das Zeitmanagement von Bau oder Renovierung ist komplex: Der Ablauf der einzelnen Gewerke ist genau festgelegt. So müssen Elektriker und Klempner die Leitungen verlegt haben, bevor Trockenbauer und Putzer mit ihrer Arbeit anfangen können, andernfalls drohen teure Doppelarbeiten.

“Wer diesen Zeitplan der Profis durcheinanderwirbelt, weil er mit den Eigenleistungen nicht hinterherkommt, zahlt am Ende vielleicht sogar drauf”, warnt Schröder. Weil gute Fachhandwerker oft lange ausgebucht sind, könnte sich schlimmstenfalls der Einzugstermin um Monate verzögern.

Neubauten würden heute in der Regel von Bauträgern schlüsselfertig erstellt, weshalb Eigenleistungen schon im Kaufvertrag genau vereinbart werden müssten. Klassiker seien Tapezier- und Malerarbeiten sowie das Verlegen von Fliesen und Laminat. “Das ist weitgehend unkritisch, weil es ohnehin die letzten Arbeiten vor dem Einzug sind”, so Schröder.

Eigene Kapazitäten nicht überschätzen

Das persönliche Zeitbudget könnte aber dennoch zum Problem werden. Wer nach Feierabend drei und samstags acht Stunden einplant, komme allein damit auf eine zusätzliche halbe Stelle – das müssten Gesundheit, Chef und Familie über längere Zeit mitmachen.

Auch der Einsatz von Helfern sollte genau geplant werden. Am besten sei es, schon vorher zu wissen, wer welche Stärken hat. Wichtig ist, dass nur wer bei der Bauberufsgenossenschaft gemeldet wurde, versichert ist.

Material auszuwählen und zu beschaffen, ist oft zeitaufwändig, daher sollte man dies ebenfalls vorher erledigen, so könnten auch Angebote genutzt werden. “Jede gesparte Fahrt zum Baumarkt schafft Puffer für die eigentlichen Arbeiten. Deshalb unbedingt einen ausführlichen Zeitplan aufstellen”, empfiehlt Schröder. (kl)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Vielen Dank für den Artikel. Boden verlegen ist immer ein Kraftakt wenn man die Wohnung bezieht. Es ist zeitsparender man holt sich einen Profi.

    Kommentar von Amalia B — 21. August 2017 @ 16:29

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