24. Oktober 2017, 15:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Weiter hohe Nachfrage nach Logistikflächen

Die Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen ist nach Angaben von Jones Lang LaSalle weiter auf hohem Niveau, wenn auch ein leichter Rückgang im Vergleich zu den Rekordwerten des Vorjahres verzeichnet wird. Ein Großteil der Nachfrage wird abseits der Big 5 Ballungsräume verbucht.

Logistik-750-shutt 10034362 in Weiter hohe Nachfrage nach Logistikflächen

Das Umsatzvolumen für Logistikflächen wird nach Angaben von Jones Lang LaSalle bis zum Jahresende auf mehr als sechs Millionen Quadratmeter steigen.

In den ersten neun Monaten 2017 lag der Umsatz auf dem deutschen Markt für Lager- und Logistikflächen nach Angaben von Jones Lang LaSalle bei rund 4,68 Millionen Quadratmetern und damit sieben Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

„Der deutsche Logistikflächenmarkt befindet sich weiterhin in guter Verfassung, davon zeugt unter anderem der positive Fünf- und Zehn-Jahresvergleich mit plus acht Prozent und plus 26 Prozent“, so Frank Weber, Head of Industrial Agency JLL Germany. Weber weiter: „Dass nach 2015 und 2016 das Umsatzvolumen erneut über sechs Millionen Quadratmeter betragen wird, können wir zehn Wochen vor Jahresende bereits prognostizieren. Abzuwarten bleibt, ob die 6,7 Millionen Quadratmeter, die Rekordmarke des Vorjahres, ein weiteres Mal erreicht werden kann.“

Region Düsseldorf mit größtem Umsatzplus unter den Big 5

Die Big 5-Ballungsräume (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München) zeigten laut JLL im Dreivierteljahr mit 1,45 Millionen Quadratmetern ein Umsatzvolumen in Reichweite des Vorjahresvolumens mit einem leichten Rückgang von drei Prozent im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2016.

Die Spitzenmieten für Lagerflächen in der Größenordnung ab 5.000 Quadratmetern seien in den Big 5 im dritten Quartal 2017 erneut stabil geblieben. Am meisten zahlen potentielle Mieter demnach in der Region München mit 6,75 Euro pro Quadratmeter und Monat, vor Frankfurt (6,00 Euro), Hamburg (5,60 Euro), Düsseldorf (5,40 Euro) und Berlin mit 5,00 Euro pro Quadratmeter.

Mehr als drei Millionen Quadratmeter Umsatz außerhalb der Big 5

Groß ist die Nachfrage außerhalb der Big 5 Ballungsräume. Zum dritten Mal in Folge sei bereits Ende September die Drei-Millionen-Quadratmeter-Umsatzmarke überschritten worden.

Dabei wurde ein Umsatz von 3,23 Millionen Quadratmetern erzielt – ein Rückgang um neun Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Rund drei Viertel, des Volumens und damit laut JLL anteilig deutlich mehr als in den Big 5 entfallen auf Neubauten oder Projektentwicklungen.

Mit einem Anteil von zwölf Prozent (rund 394.000 Quadratmeter) sei das Ruhrgebiet die umsatzstärkste Region. Es folgen Hannover/Braunschweig (310.000 Quadratmeter) und Rhein-Neckar (272.000 Quadratmeter).

Verstärkte Nachfrage an neuen Standorten

Rund 35 Prozent der Flächenumsätze wurden laut JLL außerhalb der angestammten Regionen getätigt. „Verstärkt sichern sich Projektentwickler Grundstücke auch außerhalb der etablierten Logistikregionen. Die Schere zwischen Grundstückspreisen und Neubaumieten geht auch hier immer weiter auseinander. Profitieren können die Investoren, die entsprechende Flächen bereits länger in ihrem Bestand haben“, so Weber.

Insgesamt dominierte laut JLL die Branche Transport, Verkehr, Lagerhaltung auch außerhalb der Big 5 die Umsatzstatistik mit einem Anteil von 45 Prozent. Industrie- und Handelsunternehmen folgen mit 25 Prozent (knapp 800.000 Quadratmeter) und 27 Prozent (circa 877.000 Quadratmeter), davon seien 180.000 Quadratmeter E-Commerce-Unternehmen zuzurechnen. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

App auf Rezept: Warum Versicherte nun vorsichtig werden sollten

Jens Spahn beschließt gemeinsam mit dem Bundestag, dass Anwendungen für das Smartphone, also Apps, künftig auf Rezept verordnet werden dürfen. Ziel ist es, Wartezeiten für die Behandlung durch Fachärzte zu reduzieren. Insbesondere bei der Psychotherapie sollen diese Angebote eine Verschlechterung des Gesundheitszustands vermeiden. Allerdings erlaubt das Gesetz, die durch die Verordnung gesammelten Daten zu nutzen. Was dies für Versicherte bedeutet

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Handfeste Maßnahmen notwendig

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wurde von Januar bis Mai 2019 in Deutschland der Bau von insgesamt 136 300 Wohnungen genehmigt. Dies seien 2,4 Prozent weniger Baugenehmigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser sei sogar um 4,1 Prozent gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Weiter Risiken bei Deutscher Bank

Der Finanzexperte Gerhard Schick beurteilt die Umbaupläne der Deutschen Bank als “gewissen Forschritt”, sie seinen jedoch nicht konsequent genug. “Durch die Reduktion riskanter Geschäfte sinkt die Gefahr, dass die Bank vom Steuerzahler gerettet werden muss”, schreibt der Vorstand der 
»Bürgerbewegung Finanzwende« für 
eine nachhaltige Finanzwirtschaft in einem Gastbeitrag für die Zeitung neues deutschland.

mehr ...

Berater

Digitalisierung: Verhaltener Blick in die Zukunft

Die Finanzindustrie begegnet der digitalen Transformation vielfach mit Skepsis. Dies ergibt eine aktuelle Panel-Befragung von über 800 Beschäftigten innerhalb des Finanzsektors, die von der Unternehmensberatung Horn & Company Financial Services und dem Banking-Club seit Mai 2019 regelmäßig erhoben wird.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

Brexit: Aus für die “deutschen Limiteds”?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – dieses Sprichwort gilt nach derzeitigem Stand auch für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Besonders hart wird der Brexit Unternehmen treffen, die in der Rechtsform einer britischen Limited gegründet wurden, aber von Deutschland aus geführt werden. Betroffene Unternehmen und ihre Gesellschafter sollten die Zeit bis zum Brexit nutzen und rechtzeitig vorsorgen.

mehr ...