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4. Januar 2017, 11:56
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Steigende Zinsen: Was Immobilienkäufer beachten müssen

Häuslebauer müssen sich 2017 auf steigende Baufinanzierungszinsen einstellen, schon ein geringer Zinsanstieg kann die Finanzierung erschweren. Die LBS Bayern rät dazu, sich abzusichern.

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Die Zinsen für Baufinanzierungskredite sind gestiegen. Die LBS rät dazu, die Zinsen festschreiben zu lassen, um teure Anschlussfinanzierungen zu vermeiden.

Baufinanzierer müssen sich auf steigende Zinsen einstellen. Seit Herbst 2016 hat die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von  minus 0,15 Prozent auf derzeit rund 0,25 Prozent gedreht. In der Folge haben sich die Zinsen für Immobilienkredite mit zehnjähriger Zinsfestschreibung um etwa ein Drittel verteuert. Das berichtet die LBS Bayern.

Zinsen langfristig sichern

Volkswirte erwarten nach Angaben der LBS 2017 einen weiteren Anstieg der langfristigen Zinsen. Der Sprung der Inflation in Deutschland auf 1,7 Prozent für Dezember 2016 erhöhe zudem den Druck auf die Europäische Zentralbank, ihre Geldpolitik anzupassen.

In diesem Umfeld sei die langfristige Zinssicherung bei Baufinanzierungen von besonderer Bedeutung. Schon ein Zinsanstieg um einen halben Prozentpunkt verteuere die Finanzierungen spürbar.

Bei einer Kreditsumme von 100.000 Euro und einem festen Zinssatz von 1,5 Prozent benötige man mit einer monatlichen Rate von 500 Euro (Anfangstilgung 4,5 Prozent) gut 19 Jahre, um den Kredit vollständig zurückzuzahlen. In dieser Zeit würden allein die Zinsen etwa 15.000 Euro kosten.

Zinsanstieg verlängert Finanzierung

Steigt der Zinssatz um einen halben Prozentpunkt auf zwei Prozent, kostet dieselbe Finanzierung bei gleicher Monatsrate (Anfangstilgung vier Prozent) fast 22.000 Euro – also nahezu 7.000 Euro mehr, rechnet die LBS Bayern. Außerdem dauere es etwa ein Jahr länger, schuldenfrei zu werden.

Dies trifft Baufinanzierer dann, wenn die Zinsbindung ihres Darlehens ausläuft und sie – zu einem höheren Zinssatz – eine Anschlussfinanzierung benötigen, die deutlich teurer ist als erwartet, warnt die LBS Bayern.

Deshalb lohne es sich für Baufinanzierer, sich gegen steigende Zinsen abzusichern. Wird in die Finanzierung ein Bausparvertrag eingebunden, könnten die Zinsen bis zur letzten Rate festgeschrieben werden – auch wenn diese erst in 20 oder 25 Jahren fällig ist.

Für Haushalte, die ihre Finanzierung bei einem deutlichen Zinsanstieg nicht mehr tragen könnten, sei eine langfristige Zinssicherung sogar von existenzieller Bedeutung. (kl)

Foto: Shutterstock

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